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  • 2015 Navid Kermani

  • 2014 Jaron Lanier

  • 2013 Swetlana Alexijewitsch

  • 2012 Liao Yiwu

  • 2011 Boualem Sansal

  • 2010 David Grossman

  • 2009 Claudio Magris

  • 2008 Anselm Kiefer

  • 2007 Saul Friedländer

  • 2006 Wolf Lepenies

  • 2005 Orhan Pamuk

  • 2004 Péter Esterházy

  • 2003 Susan Sontag

  • 2002 Chinua Achebe

  • 2001 Jürgen Habermas

  • 2000 Assia Djebar

  • 1999 Fritz Stern

  • 1998 Martin Walser

  • 1997 Yasar Kemal

  • 1996 Mario Vargas Llosa

  • 1995 Annemarie Schimmel

  • 1994 Jorge Semprún

  • 1993 Friedrich Schorlemmer

  • 1992 Amos Oz

  • 1991 György Konrád

  • 1989 Václav Havel

  • 1990 Karl Dedecius

  • 1988 Siegfried Lenz

  • 1987 Hans Jonas

  • 1986 Wladyslaw Bartoszewski

  • 1985 Teddy Kollek

  • 1984 Octavio Paz

  • 1983 Manès Sperber

  • 1982 George F. Kennan

  • 1981 Lew Kopelew

  • 1980 Ernesto Cardenal

  • 1979 Yehudi Menuhin

  • 1978 Astrid Lindgren

  • 1977 Leszek Kolakowski

  • 1976 Max Frisch

  • 1975 Alfred Grosser

  • 1974 Frère Roger

  • 1973 The Club of Rome

  • 1972 Janusz Korczak

  • 1971 Marion Gräfin Dönhoff

  • 1970 Alva und Gunnar Myrdal

  • 1969 Alexander Mitscherlich

  • 1968 Léopold Sédar Senghor

  • 1967 Ernst Bloch

  • 1966 Augustin Kardinal Bea und Willem A. Visser 't Hooft

  • 1965 Nelly Sachs

  • 1964 Gabriel Marcel

  • 1963 Carl Friedrich von Weizsäcker

  • 1962 Paul Tillich

  • 1961 Sarvepalli Radhakrishnan

  • 1960 Victor Gollancz

  • 1959 Theodor Heuss

  • 1958 Karl Jaspers

  • 1957 Thornton Wilder

  • 1956 Reinhold Schneider

  • 1955 Hermann Hesse

  • 1954 Carl Jacob Burckhardt

  • 1953 Martin Buber

  • 1952 Romano Guardini

  • 1951 Albert Schweitzer

  • 1950 Max Tau

Zur ÜbersichtDer Preisträger 2013

Swetlana Alexijewitsch

Der Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels hat die weißrussische Schriftstellerin Swetlana Alexijewitsch zur diesjährigen Trägerin des Friedenspreises gewählt. Die Verleihung findet während der Frankfurter Buchmesse am Sonntag, 13. Oktober 2013, in der Paulskirche statt und wird live im ZDF übertragen.


Swetlana Alexijewitsch
© Margarita Kabakova

Begründung der Jury

Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verleiht der Börsenverein im Jahr 2013 an 

Swetlana Alexijewitsch

und ehrt damit die weißrussische Schriftstellerin, die die Lebenswelten ihrer Mitmenschen aus Weißrussland, Russland und der Ukraine nachzeichnet und in Demut und Großzügigkeit deren Leid und deren Leidenschaften Ausdruck verleiht. 

Mit den Berichten über Tschernobyl, über den sowjetischen Afghanistankrieg und über die unerfüllten Hoffnungen auf ein freiheitliches Land nach dem Auseinanderbrechen des Sowjetimperiums lässt sie in der tragischen Chronik der Menschen einen Grundstrom existentieller Enttäuschungen spürbar werden. 

Swetlana Alexijewitsch hat durch die Komposition ihrer Interviews, die auch die Grundlage ihres neuesten Buches »Secondhand-Zeit« bilden, zu einer eigenen literarischen Gattung gefunden, zu einer chorischen Zeugenschaft. Als moralisches Gedächtnis hinterfragt sie, ob Frieden, Freiheit und
Gerechtigkeit nicht die besseren Alternativen wären.

 

Biographie von Swetlana Alexijewitsch

Swetlana Alexijewitsch wird am 31. Mai 1948 im westukrainischen Stanislaw (heute Iwano-Frankowsk) als Tochter einer Ukrainerin und eines weißrussischen Soldaten geboren. Nach dessen Militärzeit kehren sie zurück nach Weißrussland, wo die Eltern in einem Dorf als Lehrer arbeiten. Bereits während ihrer Schulzeit verfasst Alexijewitsch einige Gedichte und Artikel für die Schulzeitung. Die zwei Jahre Arbeitsnachweis – Voraussetzung in der UdSSR für die Aufnahme eines Studiums – leistet sie 1965 als Erzieherin in einer Internatsschule, als Dorflehrerin und ab 1966 bei einer Lokalzeitung in Narowl (Gomel) ab. Anschließend nimmt sie an der Staatsuniversität Minsk ein Studium der Journalistik auf, das sie 1972 beendet.

Im Anschluss an das Studium arbeitet Alexijewitsch bei einer Lokalzeitung in Beresa (Brest) sowie als Lehrerin an der dortigen Schule. Im Jahr darauf nimmt sie eine Stelle bei der »Land-Zeitung« in Minsk an und entscheidet sich somit für eine rein journalistische Laufbahn. 1976 wechselt sie als Korrespondentin zum Literaturmagazin »Neman« und wird kurz darauf Abteilungsleiterin für Publizistik. Im gleichen Jahr stellt sie ihr erstes Buch »Ich habe das Dorf verlassen« fertig. Allerdings wird die Veröffentlichung wegen der darin enthaltenen Kritik an der rigiden Passpolitik der sowjetischen Regierung, die dafür sorgt, dass Dorfbewohner nicht in die Städte ziehen dürfen, unterbunden. Später lehnt Alexijewitsch selbst eine Veröffentlichung ab, weil sie das Buch als zu »journalistisch« empfindet.

In der folgenden Zeit versucht sich Alexijewitsch in weiteren literarischen Genres wie Kurzgeschichten, Essays und Reportagen. Der weißrussische Schriftsteller Ales Adamowitsch, der einen neuen literarischen Weg, den einer »kollektiven Novelle«, entwickelt, unterstützt sie bei ihren Bemühungen, eine literarische Methode zu finden, die »eine größtmögliche Annäherung an das wahre Leben« erlaubt, um einen Chorus individueller Stimmen als Collage des tagtäglichen Lebens zu erstellen. 

Erstmals wendet Swetlana Alexijewitsch diese Methode in dem Buch »Der Krieg hat kein weibliches Gesicht« an, das sie im Jahr 1983 vollendet. Mit Hilfe zahlreicher Interviews thematisiert sie hier das Schicksal sowjetischer Soldatinnen – der Frontkämpferinnen, Partisaninnen und Zivilangestellten – in und nach dem Zweiten Weltkrieg. Während der folgenden zweijährigen Auseinandersetzungen mit der Zensurbehörde über eine Veröffentlichung wird sie zudem angeklagt, die »Ehre des Großen Vaterländischen Krieges« beschmutzt zu haben, und verliert aufgrund ihrer angeblichen »antikommunistischen Haltung« ihre Anstellung. Erst 1985 (dt. 1987) kann es mit Beginn der Perestroika in der Sowjetunion gleichzeitig in Minsk und Moskau veröffentlicht werden. Das Buch, von dem bis heute allein in Russland mehr als 2 Millionen Exemplare verkauft wurden, wird von den Lesern und der Kritik begeistert aufgenommen. Gleichzeitig entstehen sowohl eine Theaterfassung des Buches und ein Dokumentarfilm, der mit der „Silbernen Taube“ auf der Internationalen Dokumentarfilmwoche in Leipzig ausgezeichnet wird.

Ihr folgendes Buch »Die letzten Zeugen« (1985, dt. 1989) erscheint im gleichen Jahr, nachdem es wegen des fehlenden ideologischen Bekenntnisses der Autorin ebenfalls zuerst nicht veröffentlicht werden durfte. Alexijewitsch schildert hier neben der Sicht auf den Krieg durch die Augen von Kindern und Frauen auch die leidvollen Erfahrungen ihrer eigenen Familie im Zweiten Weltkrieg und während der Stalinzeit. In der Zeit der Perestroika der Regierung unter Michail Gorbatschow wird es für sie möglich, freier zu arbeiten. Sie realisiert zahlreiche Rundfunk- und Fernsehsendungen, arbeitet mit Filmregisseuren zusammen und verfasst Drehbücher und Theaterstücke, unter anderem für den bekannten Moskauer Theaterregisseur Anatoli Efros.

Wie bei jedem ihrer Bücher arbeitet Alexijewitsch auch an dem folgenden Werk »Zinkjungen« (1989, dt. 1992) mehrere Jahre und führt dabei mehr als fünfhundert Interviews mit Veteranen aus dem sowjetischen Afghanistankrieg und Müttern von gefallenen Soldaten, den so genannten Zinkjungen, deren Überreste in Zinksärgen überführt wurden. Auch wegen dieses Buches, mit dem sie für eine Entmythologisierung des zehn Jahre dauernden Krieges sorgt, steht sie ab 1992 mehrmals ins Minsk vor Gericht, ohne dass es aber zu einer Verurteilung kommt.

Nach »Im Banne des Todes« (1993, dt. 1994), das sich mit den Selbstmordversuchen derjenigen auseinandersetzt, die den Niedergang des sowjetischen Reiches nicht verkraften konnten, folgt ihr Werk über die Reaktorkatastrophe in der Ukraine. »Tschernobyl. Eine Chronik der Zukunft« (1997) ist ein psychologisches Porträt der von der Katastrophe direkt betroffenen Menschen, ein »ungeheuerliches Requiem der Klage und der Anklage« (Frankfurter Rundschau). Gerade wegen der erschütternden Berichte der Betroffenen darüber, wie sie mit den Folgen des Atomunfalls umgehen, wird dieses Buch für die Menschen weltweit zu einem Lehrstück im Umgang mit den Folgen einer Atomkatastrophe. Da ihre Bücher seit der Machtergreifung durch den jetzigen Präsidenten Alexander Lukaschenko 1994 in ihrem Heimatland nicht mehr verlegt und aus den Lehrplänen der Schulen gestrichen werden, kauft Alexijewitsch mit dem Preisgeld, das sie für den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 1998 erhält, russische Ausgaben des Tschernobyl-Buches und führt sie heimlich nach Weißrussland ein.

Die Angriffe durch das weißrussische Regime verstärken sich, Swetlana Alexijewitsch wird unter anderem beschuldigt, für die CIA zu arbeiten. Ihr Telefon wird abgehört, öffentliche Auftritte werden ihr untersagt. Das Netzwerk »International Cities of Refuge Network« (ICORN) gewährt ihr im Jahr 2000 Zuflucht. Sie zieht für einige Jahre nach Paris, anschließend erhält sie Stipendienaufenthalte unter anderem für Stockholm und Berlin, wo sie als Gast des Berliner Künstlerprogramms des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) ihr jüngstes Buch fertig stellt. 2011 geht sie trotz ihrer oppositionellen Haltung gegenüber dem diktatorischen System in Weißrussland, das ihr ein freies Leben und Arbeiten erschwert, zurück nach Minsk.  

Für ihr Gesamtwerk, das sich mit dem Buch »Secondhand-Zeit. Leben auf den Trümmern des Sozialismus« über die schwierige Suche nach einer neuen Identität während der gesellschaftlichen Umwälzungen der vergangenen Jahre wie eine fortlaufende Geschichte Russlands seit dem Zweiten Weltkrieg liest, hat Alexijewitsch ihre eigene literarische Gattung, den »Roman der Stimmen« kontinuierlich ästhetisch weiterentwickelt. Indem sie die geführten Interviews für jedes Buch zu einem Gesamtbild komponiert, versucht sie herauszuarbeiten, »wie viel Menschlichkeit in jedem einzelnen Menschen, den ich interviewt habe, zu finden ist und wie ich diese wiederum bei jedem beschützen kann«. Mit dieser Herangehensweise einer emotionalisierten Geschichtsschreibung ist Swetlana Alexijewitsch zum moralischen Gedächtnis für die Menschen in den ehemaligen sowjetischen Staaten geworden.

Die Bücher von Swetlana Alexijewitsch sind in mittlerweile 35 Sprachen veröffentlicht und dienen als Vorlage für Theaterstücke, Hörspiele und Dokumentarfilme. Sie hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, zuletzt den polnischen Ryszard-Kapuœciñski-Preis für literarische Reportagen (2011) und den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (2013).  

 

Auszeichnungen (Auswahl)

2013    Friedenspreis des Deutschen Buchhandels
2011    Ryszard-Kapuœciñski-Preis für literarische Reportagen, Polen
2011    Angelus Central European Literary Award, Polen
2007    Oxfam Novib/PEN Award for Freedom of Expression
2005    National Book Critics Circle Award, USA
2002    Premio Sandro Onofri Per Il Reportage Narrativo, Italien
2001    Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis
2000    Robert Geisendorfer-Preis (Hörfunk)
1999    Herder Preis der Alfred-Toepfer-Stiftung
1999    »Temoin du monde«, Frankreich
1998    Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung
1998    Das politische Buch, Preis der Friedrich-Ebert-Stiftung
1997    Andrei Sinyavsky Preis, Russland
1997    Triumph-Preis, Russland
1996    Tucholsky-Preis des schwedischen PEN
1986    Staatspreis des Komsomol, UdSSR
1985    Fedin-Literaturpreis, UdSSR
1984    Ostrowski-Literaturpreis, UdSSR

 

Laudator Karl Schlögel  

Karl Schlögel, geboren am 7. März 1948 in Hawangen im Allgäu, studiert an der Freien Universität Berlin sowie in Moskau und Leningrad. 1981 erfolgt die Promotion in Berlin. Fortan macht sich Karl Schlögel einen Namen als freier Autor und Wissenschaftler, wobei er sich neben verschiedenen Arbeiten zur Geschichte Osteuropas vornehmlich auch mit kulturgeschichtlichen Fragen beschäftigt.

1990 folgt er dem Ruf auf die Professur für Osteuropäische Geschichte an der Universität Konstanz. Den Lehrstuhl für die Geschichte Osteuropas an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder nimmt er 1994 an, wo er, unterbrochen von Forschungsaufenthalten in Oxford, Budapest, Uppsala und München, bis zu seiner Emeritierung im Frühjahr 2013 lehrt. 

Das internationale Ansehen Karl Schlögels begründet sich in seinen Veröffentlichungen. Früh schon bildet die Auseinandersetzung mit dem Alltag in Russland und in der Sowjetunion einen Schwerpunkt seiner Arbeit. Bereits in „Moskau lesen“ (1984) wird seine ungewöhnliche Herangehensweise, eigene Erfahrungen und Wahrnehmungen in seine Schriften einzubauen, deutlich. In den folgenden Jahren dehnt er seinen Blick auf ganz Osteuropa aus. In dem Essayband „Promenade in Jalta und andere Städtebilder“ (2001) sowie in weiteren Büchern erörtert er optimistisch, inwieweit sich das östliche Europa aus eigener Kraft regenerieren kann.  Weitere Schwerpunkte seiner Forschung bilden die Spuren deutscher Geschichte im osteuropäischen Raum sowie Flucht- und Wanderbewegungen in diesem Gebiet. Er hebt dabei früher als andere hervor, dass Osteuropa zum kulturellen Bestand Gesamteuropas gehört.

Eine Systematisierung seiner Arbeit legt Karl Schlögel in dem Werk „Im Raume lesen wir die Zeit“ (2003) vor. Geschichte ereignet sich, so der Tenor des Buches, nicht nur in der Zeit, sondern auch im Raum. Dabei sollten neben theoretischem Diskurs, der statistischen Empirie und der Ereignisgeschichte die Beschreibung der Lebenswirklichkeit und deren subjektive Wahrnehmung wieder eine größere Rolle spielen. Für sein Buch „Terror und Traum. Moskau 1937“ (2008), in dem er beschreibt, wie im Schatten des Terrors, dem binnen eines Jahres anderthalb Millionen Menschen zum Opfer fallen, das Regime um Stalin eine neue Gesellschaft aufbauen will, wird ihm 2009 der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung zugesprochen. Im gleichen Jahr hält er die Laudatio auf den italienischen Friedenspreisträger Claudio Magris.   

2012 erhält Karl Schlögel den Hoffmann-von-Fallersleben-Preis und den Franz-Werfel-Menschenrechtspreis. Im September 2013 erscheint sein neues Buch „Grenzland Europa: Unterwegs auf einem neuen Kontinent“, eine Sammlung von Essays und Reden, in denen er die Leistung der Menschen Osteuropas in den Vordergrund stellt, ohne die ein neues Europa nicht zustande kommt. 

Karl Schlögel ist seit 2011 Mitglied im Stiftungsrat für den Friedenspreis. Er lebt mit seiner Frau, der Publizistin Sonja Margolina, in Berlin und hat eine Tochter.

 

Bibliographie von Swetlana Alexijewitsch

»Secondhand-Zeit. Leben auf den Trümmern des Sozialismus«
Aus dem Russischen (Wremja second-hand. Konesz krasnogo tscheloweka, 2013) von Ganna-Maria Braungardt
Hanser Berlin im Carl Hanser Verlag, München 2013

»Tschernobyl. Eine Chronik der Zukunft«
Aus dem Russischen (Tschernobylskaja molitwa, 1997) übersetzt von Ingeborg Kolinko
Berliner Taschenbuch-Verlag, Berlin 2006
(Neuausgabe der deutschen Erstausgabe von 1997)

»Im Banne des Todes«
Aus dem Russischen (Zaoèarovannye smert'ju, 1993) von Ingeborg Kolinko
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1994
Als Hörbuchfassung mit dem Titel »Gespräche mit Lebenden und Toten«
im Hörverlag, München 2011 erschienen.

»Zinkjungen. Afghanistan und die Folgen«
Aus dem Russischen (Zinkowije maltschiki, 1989) von Ingeborg Kolinko
S. Fischer Verlag, Frankfurt 1992»Die letzten Zeugen. Kinder im Zweiten Weltkrieg«
Aus dem Russischen (Poslednije swideteli, 1985) von Ganna-Maria Braungardt
Aufbau Taschenbuch-Verlag, Berlin 2005
(Neuübersetzung der deutschen Erstausgabe  von 1989)

»Der Krieg hat kein weibliches Gesicht«
Aus dem Russischen (U voiny - ne ženskoe lico, 1985) von Ganna-Maria Braungardt
Hanser Berlin im Carl Hanser Verlag, München 2013
(Neuübersetzung der deutschen Erstausgabe von 1987]

 

Artikel und weitere Texte (Auswahl)

»Tod des Roten Marschalls«
in: Lettre International LI 100, Frühjahr 2013

»7 Rooms«
von Rafal Milach (Fotografien) und Swetlana Alexijewitsch (Texte)
Kehrer Verlag, Heidelberg 2011

»Maria Woyteyschonok«
in: »Worte in Ketten III: Belarus und das freie Wort«, hrsg. v. Nadine Englhart,
Book on Demand 2010, S. 20-39.

»Milizionärin Olesja. Von der Unempfindlichkeit der Töten... und der Stummheit des Staubs«
in: Lettre International LI 088, Frühjahr 2010

»Knüppel und Ikone. Die sowjetische Transformation und die Auflösung des Kommunismus«
in: Lettre International LI 086, Herbst 2009

»Henker und Beil. Vom Ende des Roten Menschen. Sowjetische und russische Lebensläufe«
in: Lettre International LI 082, Herbst 2008

»Letzte Zeugen. Kindheitserinnerungen an den Großen Vaterländischen Krieg«
in: Lettre International LI 064, Frühjahr 2004

»Herrlicher Hirsch, gejagt. Katastrophe und Glück - Bekenntnisse zur Liebe in Rußland«
in: Lettre International LI 061, Sommer 2003

»Radioaktives Feuer. Warum die Erfahrung von Tschernobyl unser Weltbild in Frage stellt«
Gespräch und Interview mit Paul Virilio
in: Lettre International LI 060, Frühjahr 2003

»Tschernobyl - Gebet«
in: Sinn und Form, Heft 4/1997

»Berichte russischer Selbstmörder«
in: Sinn und Form, Heft 6/1993

»Der Krieg hat kein weibliches Gesicht«
in: Sinn und Form, Heft 3/1985 

 

Englische Buchveröffentlichungen

»Voices from Chernobyl: The Oral History of a Nuclear Disaster« 2005

»Zinky Boys: Soviet Voices from the Afghanistan War« 1992

»War’s Unwomanly Face« 1988

 

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