E-Book-Bundles: Ermäßigte Umsatzsteuer auf Gesamtverkaufspreis bis Ende 2015 erlaubt

Wir haben es schriftlich: Bis Ende 2015 noch können Bundle-Produkte bestehend aus einem Buch und einem E-Book einheitlich mit dem reduzierten Mehrwertsteuersatz abgerechnet werden. Ausgenommen davon sind allerdings Bundles von Zeitschriften/Zeitungen mit der E-Paper-Version. In einem Schreiben an das Bundesfinanzministerium setzen wir uns dafür ein, dass E-Paper-Bundles zwingend gleich behandelt werden müssen.

Das Bundeministerium für Finanzen hat in einem Schreiben an uns zur umsatzsteuerlichen Behandlung sog. E-Bundle-Produkte (7. November 2014) die Nichtbeanstandungsfrist bis zum 1. Januar 2016 verlängert.
Das Schreiben zum Herunterladen

Wir werden uns weiterhin intensiv dafür einsetzen, dass eine sinnvolle langfristige Regelung gefunden wird. Denn wir sehen es als unrealistisch an, dass auch bis Ende 2015 die erforderlichen Umstellungen im Buchhandel bewältigt werden können. Zudem hoffen wir, dass mit einer europaweiten Regelung mittelfristig der ermäßigte Steuersatz auch für E-Books erreicht werden kann, womit die Thematik hinfällig werden würde.

Von der Verlängerung der Nichtbeanstandungsfrist ausgenommen hat das Bundesfinanzministerium leider die E-Paper-Bundles (Printabo einer Zeitschrift bzw. Zeitung mit Zugriffsmöglichkeit auf die E-Paper-Version). Offensichtlich glaubte das Ministerium, dass Bundle-Abos von Zeitschriften stets vom Verlag direkt an den Abonnenten fakturiert werden, obgleich dies nur für Zeitungen und Publikumszeitschriften zutrifft. Parallel zu den Kollegen der Presseverbände VDZ und BDZV hat sich der Börsenverein daher in einem Antwortschreiben an das Bundesfinanzministerium dafür eingesetzt, dass eine Gleichstellung von E-Paper und E-Book-Bundles hinsichtlich der Erstreckung der Nichtbeanstandungsfrist sachlich zwingend geboten ist.  

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