Ausgezeichnete Werke April 2016

Ausgezeichnete Werke

Im April 2016 wählte die Jury folgende Werke zur Förderung aus:

  • Thomas Lemke: Eine Kritik der politischen Vernunft – Foucaults Analyse der modernen Gouvernementalität (Argument Verlag)
  • Frank Wolff: Neue Welten in der Neuen Welt. Die transnationale Geschichte des Allgemeinen Jüdischen Arbeiterbundes 1897-1947 (Böhlau Verlag)
  • Frieder Vogelmann: Im Bann der Verantwortung (Campus Verlag)
  • Titus Stahl: Immanente Kritik (Campus Verlag)
  • Tobias ten Brink: Chinas Kapitalismus. Entstehung, Verlauf, Paradoxien (Campus Verlag)
  • Elke Seefried: Zukünfte. Aufstieg und Krise der Zukunftsforschung 1945-1980 (De Gruyter Oldenbourg)
  • Rüdiger Graf: Öl und Souveränität. Petroknowledge und Energiepolitik in den USA und Westeuropa in den 1970er Jahren (De Gruyter Oldenbourg)
  • Burkhardt Wolf: Fortuna di Mare. Literatur und Seefahrt (diaphanes)
  • Heinz Bude: Gesellschaft der Angst (Hamburger Edition)
  • Dierk Walter: Organisierte Gewalt in der europäischen Expansion. Gestalt und Logik des Imperialkrieges (Hamburger Edition)
  • Kathrin Hoffmann-Curtius: Bilder zum Judenmord (Jonas Verlag)
  • Hein Kötz: Europäisches Vertragsrecht 2., akt. u. vervollst. A. (Mohr Siebeck)
  • Wolfgang Bartuschat/ Stephan Kirste/ Manfred Walther: Naturalismus und Demokratie/ Spinozas Politischer Traktat (Mohr Siebeck)
  • Frank Bösch: Geteilte Geschichte (Vandenhoeck & Ruprecht)
  • Ulrich Raulff: Das letzte Jahrhundert der Pferde. Geschichte einer Trennung (Verlag C. H.Beck)
  • Navid Kermani: Ungläubiges Staunen. Über das Christentum (Verlag C. H.Beck)
  • Jürgen Osterhammel: Die Entzauberung Asiens. Europa und die asiatischen Reiche im 18. Jahrhundert (Verlag C. H.Beck)

Sonderpreis für Maren Röger

Der Sonderpreis im Rahmen des Programms „Geisteswissenschaften International“ geht in diesem Frühjahr an eine Arbeit zu sexuellen Beziehungen und der nationalsozialistischen Rassenpolitik im besetzten Polen. Maren Rögers „Kriegsbeziehungen. Intimität, Gewalt und Prostitution im besetzten Polen 1939 bis 1945“ (S. Fischer Verlag) den Preis zur Förderung exzellenter geistes- und sozial¬wissen¬schaftlicher Publikationen. Insgesamt 18 geisteswissenschaftliche Werke erhalten im Frühjahr 2016 eine Übersetzungsförderung. Der Börsen¬verein des Deutschen Buchhandels, die Fritz Thyssen Stiftung, die VG WORT und das Auswärtige Amt zeichnen zweimal im Jahr hervorragende geistes- und sozialwissenschaftliche Werke aus und finanzieren deren Übersetzung ins Englische.

Die Begründung der Jury: „Maren Röger untersucht in einer methodisch reflektierten und nuancierten Studie erstmals die sexuellen „Kriegsbeziehungen“ zwischen deutschen Wehrmachts-, Polizei- und SS-Angehörigen und polnischen Frauen in den verschiedenen Ausformungen von Gewalt, (Zwangs-)Prostitution und konsensualen Kontakten. So eröffnet sie neue Einsichten in die Umsetzung der NS-Sexualpolitik als Rassen- und Volkstumspolitik und in die Alltags- und Geschlechtergeschichte im besetzten Polen.“