Bankgebühren für Münzrollen

Die gesetzliche Verpflichtung zur Überprüfung von eingezahlten Münzen ist offenbar für Banken und Sparkassen mit zum Teil hohen Investitionskosten für die notwendige Technologie verbunden. Einige Kreditinstitute geben diese Kosten durch die Einführung oder Erhöhung von Gebühren an ihre Kunden weiter, andere nicht. Um die Belastung des Sortiments durch derartige Mehrkosten zu ermitteln und ggf. Konsequenzen daraus abzuleiten, hat der Sortimenter-Ausschuss beschlossen, auch im Winter 2016/17 wieder eine entsprechende Umfrage im Buchhandel durchzuführen.

Auch wenn Handelsexperten mittelfristig aus Servicegründen wieder mit dem Verschwinden oder zumindest der Senkung solcher Gebühren durch die Banken rechnen, sind diese Kosten für betroffene Buchhandlungen mehr als nur ein Ärgernis: Sie schmälern das Betriebsergebnis in einem Geschäftsumfeld, das ohnehin nur enge Margen zulässt und nahezu keinen Preiswettbewerb kennt.

Wir haben für Sie einige Handlungsempfehlungen zusammengestellt, die von betroffenen Buchhandlungen erfolgreich praktiziert werden:

Tipps für Sie

Kosten begrenzen
Suchen Sie das Gespräch mit Ihrer Hausbank und handeln Sie eine Pauschalvereinbarung zur Festlegung eines Fixbetrags pro Monat oder Jahr aus, um die Kosten zu deckeln.

Gebühren vermeiden
Suchen Sie die Abstimmung mit weiteren betroffenen örtlichen Einzelhändlern, um Münzen untereinander zu tauschen; Geldrollen müssen so nicht mehr gebührenpflichtig eingezahlt werden, sondern werden kollegial weitergegeben - bis hin zur möglichen Etablierung eines Tauschmodells.

Sagen Sie Ihre Meinung!
Beschweren Sie sich bei Ihrer Bank mithilfe unseres Musterbriefs. Benennen Sie Ihre Benachteiligung als Inhaber eines stationären Geschäftes, das auf Bargeld angewiesen ist. Sensibilisieren Sie außer Ihren Kunden (s.o.) auch Ihre Geschäftspartner für unverhältnismäßige oder absurde Gebühren und nutzen Sie regionalpolitische und/oder mediale Kontakte zum Protest.

Download