Ausgezeichnete Werke Oktober 2016

Ziel der Auszeichnung ist die stärkere internationale Verbreitung deutscher Forschungsergebnisse in den Sozial- und Geisteswissenschaften und die globale Vernetzung deutscher Wissenschaft. Die Zahl der in den englischen Sprachraum vergebenen Lizenzen soll so dauerhaft erhöht werden – mit Erfolg: Seit Beginn des Übersetzungsförderungsprogrammes in 2008 wurden mit Unterstützung des Programms mehr als 150 Übersetzungen geisteswissenschaftlicher Werke in namhaften englischsprachigen Verlagen publiziert.

18 Werke ausgezeichnet

  • Andreas Urs Sommer: „Werte: Warum man sie braucht, obwohl es sie nicht gibt.“ (J. B. Metzler, Springer)
  • Dieter Grimm: „Europa ja - aber welches?“ (C.H.Beck)
  • Wolfgang Behringer: „Tambora und das Jahr ohne Sommer“ (C.H.Beck)
  • Detlef Pollack/Gergely Rosta: „Religion in der Moderne: Ein internationaler Vergleich“ (Campus)
  • Robin Celikates: „Kritik als soziale Praxis“ (Campus)
  • Peter Bieri: „Eine Art zu leben – Über die Vielfalt menschlicher Würde“ (Carl Hanser)
  • Jürgen Dinkel: „Die Bewegung Bündnisfreier Staaten. Genese, Organisation und Politik (1927-1992)“ (De Gruyter Oldenbourg)
  • Christian Schmid: „Stadt, Raum und Gesellschaft“ (Franz Steiner)
  • Silvan Niedermeier: „Rassismus und Bürgerrechte: Polizeifolter im Süden der USA 1930–1955“ (Hamburger Edition)
  • Tanja von Fransecky: „Flucht von Juden aus Deportationszügen in Frankreich, Belgien und den Niederlanden“ (Metropol)
  • Jürgen Goldstein: „Georg Forster. Zwischen Freiheit und Naturgewalt“ (Matthes & Seitz Berlin)
  • Peter Trawny: „TKM. Technik.Kapital.Medium“ (Matthes & Seitz Berlin)
  • Gernot Böhme: „Ästhetischer Kapitalismus“ (Suhrkamp)
  • Reinhart Koselleck: „Aufsätze aus: Zeitschichten, Begriffsgeschichten und Vom Sinn und Unsinn der Geschichte“ (Suhrkamp)
  • Markus Gabriel: „An den Grenzen der Erkenntnistheorie“ (Herder)
  • Jorun Poettering: „Handel, Nation und Religion“ (Vandenhoeck & Ruprecht)
  • Markwart Herzog / Fabian Brändle: „Europäischer Fußball im Zweiten Weltkrieg“ (W. Kohlhammer)
  • Detlef Siegfried: „Moderne Lüste. Ernest Borneman – Jazzkritiker, Filmemacher, Sexforscher“ (Wallstein)

Sonderpreis für Andreas Urs Sommer

Der Schweizer Philosoph und Publizist Andreas Urs Sommer wird in diesem Herbst mit dem Sonderpreis im Rahmen des Programms „Geisteswissenschaften International“ ausgezeichnet. Er erhält den Preis zur Förderung herausragender geistes- und sozialwissenschaftlicher Publikationen für sein Werk „Werte: Warum man sie braucht, obwohl es sie nicht gibt.“ (J. B. Metzler, Springer). Insgesamt 18 geisteswissenschaftliche Werke profitieren im Herbst 2016 von einer Übersetzungsförderung. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, die Fritz Thyssen Stiftung, die VG WORT und das Auswärtige Amt zeichnen zweimal im Jahr hervorragende geistes- und sozialwissenschaftliche Werke aus und finanzieren deren Übersetzung ins Englische.

In ihrer Begründung sagt die Jury: „In seinem Essay bezieht Andreas Urs Sommer Stellung zum Werte-Diskurs. Für ihn sind Werte imaginäre, wolkige, vieldeutige, variable Entitäten, aber als Kommunikationsmittel unverzichtbar seit dem Niedergang aller dogmatischen Gewissheit.“