Deutscher Buchpreis 2006: Pressestimmen
Boyd Tonkin: A Week in Books
“So how do you make a splash in a tough overseas market? Last year, despite widespread misgivings, the literary industry in Germany pulled together to create the German Book Prize. This centralised, high profile fiction competition is designed to stir up a Booker-sized global hullabaloo (…). The 2006 long-list has just emerged. (…). Among other long-listed titles I´d love to see make the perilous journey into English as fast as possible is New Lives (…).”
The Independent, 25.08.2006
Ein Preis verändert die Leselandschaft
„Auf die Bekanntgabe eines neuen Literaturpreises vor zwei Jahren reagierten Kultur, Medien und Öffentlichkeit mit kaum verhohlener Ablehnung oder Skepsis. Niemand wollte glauben, dass die Initiatoren (…) ihr hochgestecktes Ziel erreichen könnten: endlich auch in Deutschland eine renommierte Autorenehrung mit großer Publikumswirkung und internationaler Beachtung zu schaffen (…). Genau das ist diesem Deutschen Buchpreis mit seiner ersten Verleihung (…) dann jedoch auf Anhieb gelungen.“ Die Welt, 13.09.2006
Ich bin Jugoslawien
„Morgen wird zum zweiten Mal der Deutsche Buchpreis vergeben, und die Tatsache, daß man eigentlich meint, den gebe es fast schon immer und er sei eine längst etablierte Größe im deutschen Bücherleben, erscheint als glänzendes Zeichen dafür, daß den Initiatoren da etwas sehr Gutes gelungen ist.(...) Und auch in diesem Jahr wurden die Titel, die auf der sogenannten Long- beziehungsweise Short-List stehen, von der Branche dankbar und meist wohlwollend diskutiert.“
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 1.10.2006
Der Preisträger
„Ein Fragezeichen beugt sich über die literarische Welt. Und das Fragezeichen könnte kaum größer sein. Denn bis auf den heutigen Tag ist nicht klipp und klar ausgesprochen worden, wer in diesem Jahr den Deutschen Buchpreis erhalten wird.“ Frankfurter Rundschau, 2.10.2006
Literature
In 2005 the Federation of German Booksellers awarded its German Book Prize, with a first prize of €25,000 (about $30,200), to the Austrian Arno Geiger for his novel Es geht uns gut, which, like several other well-received works of 2005, returned to the time-honoured tradition of the German family novel pioneered by Thomas Mann in Buddenbrooks (1901). Geiger's novel had as its main character Philipp Erlach, a man in his mid-30s who must come to terms with the difficult legacy of earlier eras, particularly the generation of his two grandfathers, one an opponent of the Nazis and the other a supporter.
Encyclopædia Britannica 2006
Signal zur Messe
„Eines muss man ihnen zugestehen: Mit der Popularisierung des Deutschen Buchpreises sind seine Erfinder schon ziemlich weit gekommen. Montag Vormittag setzte etwa in einem Berliner Supermarkt das Hintergrundgedudel aus, und eine weibliche Stimme verkündete als eine von drei „Top-News“, dass heute in Frankfurt der Buchpreis verliehen werde.“
Die Tageszeitung, 4.10.2006
Büchergeld
„Für den Effekt gesteigerter Akzeptanz in der zweiten Runde bürgte in diesem Jahr nicht zuletzt die Qualität der Titel, die um den Preis konkurrierten.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4.10.2006
Das Leben gerät aus den Fugen
„Er ist jung, besitzt einen besonderen Charme und öffnet dem Sieger vielleicht das Tor zur internationalen Buchwelt: Der Deutsche Buchpreis, mit dem der Börsenverein des Deutschen Buchhandels den besten Roman eines Jahres auszeichnet (…).“
Frankfurter Neue Presse, 4.10.2006
Deutscher Buchpreis besteht die Feuertaufe
„Viel ist von Wagnis die Rede an diesem Abend im überfüllten Kaisersaal des Rathauses, in dem das Schwarz der Sakkos und Kleider die Farbskala dominiert. Und doch ist am Ende zur Trauer gar kein Anlass. Die Oberbürgermeisterin bringt es (…) auf den Punkt: „Ein kühnes Unterfangen“, sagt sie, und fügt später zufrieden hinzu: „Feuerprobe bestanden!“
Frankfurter Rundschau, 4.10.2006
Hullaballoo im Kaisersaal
„Wider alle saisonlüsternen Branchengesetze hat sich die Jury, die dafür zu loben ist, für den im Suhrkamp Verlag erschienenen Roman von Katharina Hacker entschieden. (…) Bei einem anschließenden Pressegespräch versammelte sich ein in der deutschen Literaturlandschaft so nie gesehener Riesenpulk von Fotografen um die Preisträgerin und richtete schweres Blitzlichtfeuer auf sie (…).“ Süddeutsche Zeitung, 4.10.2006
Katharina Hacker
„Der Deutsche Buchpreis ist zum zweiten Mal vergeben worden, und – herzlichen Glückwunsch – wiederum trifft es den richtigen Kandidaten, der dieses Mal eine Kandidatin ist.“
Die Welt, 7.10.2006
Doppeltes Glück
“Mit dieser Entscheidung hat die Jury des Deutschen Buchpreises eine glückliche Wahl getroffen. Sie hätte, wie ich meine, mit ebenso gutem Recht Thomas Hettche für seinen sehr geglückten Roman „Woraus wir gemacht sind“ (Verlag Kiepenheuer&Witsch) auszeichnen können. Auch Hettche (…) gehört zu den wichtigsten Köpfen dieser Generation der etwa Vierzigjährigen, aber er ist in der literarischen Szene durchaus sichtbar, und es ist schön, dass die bislang eher am Rande stehende Katharina Hacker mit diesem Preis öffentliche Wahrnehmung gewinnt.“
www.zeit.de, 10.10.2006
Selbstläufer
„Schaut man sich die „Spiegel“-Bestsellerliste der kommenden Woche an, gerät man leicht ins Staunen. Nicht Charlotte Link ist dort auf Platz eins gelistet, nicht Kathy Reichs, auch nicht Daniel Kehlmann oder Günter Grass. Sondern Katharina Hacker mit „Die Habenichtse“, jenem Roman, der vor knapp drei Wochen (…) überraschend den Deutschen Buchpreis gewann.“
Der Tagesspiegel, 20.10.2006
© 2012 Deutscher Buchpreis | Druckversion