IG Belletristik und Sachbuch

Ihre Publikationen finden in der breiten Öffentlichkeit die meiste Beachtung: die der literarischen und Sachbuchverlage. Die speziellen Interessen werden von der IG Belletristik und Sachbuch (vorher: AG Publikumsverlage) wahrgenommen. Wichtige Themen stehen auf der Tagesordnung der jährlichen Mitgliederversammlung. Der Vorsitzende der Interessengruppe ist ständiger Gast in den Sitzungen des Verleger-Ausschusses des Börsenvereins und bringt dort die Interessen der Mitgliedsverlage ein.

Sprecherkreis der Interessengruppe Belletristik und Sachbuch:
Annette Beetz, Random House, www.randomhouse.de
Felicitas von Lovenberg, Piper Verlag, www.piper.de
Andreas Rötzer, Matthes & Seitz, www.matthes-seitz-berlin.de

Präsentation „Buchkäufer – Quo vadis?“

Der Markt der Buchkäufer wird kleiner. Woran liegt das? Und wer genau sind die ehemaligen Käufer? Erste Antworten bietet die auf der Jahrestagung IG Belletristik und Sachbuch gezeigte Präsentation „Buchkäufer – Quo vadis?“. Sie gibt die Kernergebnisse einer quantitativen Analyse und erste Resultate einer qualitativen Exploration wieder.

Zum Download – exklusiv für Mitglieder.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse finden Sie beim Börsenblatt.

Weitere Präsentationen der Tagung sind im unten stehenden Programm zum Download verlinkt.

Jahrestagung IG Belletristik und Sachbuch 2018

Die Jahrestagung der IG Belletristik und Sachbuch findet statt im Literaturhaus München (Salvatorplatz 1, 80333 München) am 18. Januar 2018, 9:30 bis ca. 15:30 Uhr. 

Am Vorabend, dem 17. Januar, treffen sich Verlegerinnen, Verleger und Mitarbeiter aus Verlagen zum internen Austausch ab 19:00 Uhr im Stromberg* KUTCHiiN, Balanstr. 73, Haus 32, 81541 München.

Teilnahmegebühr: 
Jahrestagung 18. Januar EUR 99,00 zzgl. MwSt.
Verlagsabend 17. Januar EUR 90,00 zzgl. MwSt.

Digitalisierung gestalten, Käufer zurückgewinnen!

Christian Brandes, in der Szene bekannt als „Schlecky Silberstein“, spricht in der Keynote über die Frage, wie sich im Internet selbstverstärkende, selbstreferentielle Teilgesellschaften herausbilden, ob und wie unter diesen Bedingungen noch ein gesellschaftlicher Diskurs, ja ein gesellschaftlicher Zusammenhalt überhaupt, möglich ist. Einer der Apologeten der Internetgesellschaft warnt also vor den Gefahren des Internets für unsere Gesellschaft und stellt die Frage, welche Rolle „klassische“ Medien wie das Buch noch spielen können.

Einleitend stellt Jana Lippmann erste Erkenntnisse aus der Studie "Buchkäufer - Quo vadis?" vor. Wie steht es um den Buchkäufer aktuell? Welche Rolle spielt das Buch heute für den Vielleser von gestern und die jüngere Generation?

Beate Junginger zeigt in ihrem Vortrag auf wie Unternehmer und Führungskräfte das eigene Verständnis von Führung und Führungskultur verändern müssen, um Digitalisierung erfolgreich gestalten zu können. Denn neben den notwendigen technischen Veränderungen sind es vor allem die Menschen in den Unternehmen, die den Digitalisierungsprozess gestalten müssen. 

Außerdem: Welche Strategien fährt Google und welche Auswirklungen hat das auf die Branche? Und mit welchen Ideen schafft es die "Boekenbal" in den Niederlanden eine Woche lang für das Buch und das Lesen zu begeistern? 

Diesen Fragestellungen widmet sich die Jahrestagung und hofft auf anregende Diskussionen zwischen Verlagen, Händlern und Partnern. 

Alle Mitglieder des Börsenvereins sind herzlich eingeladen an der Jahrestagung teilzunehmen. Der interne Verlagsabend am 17. Januar ist den Kolleginnen und Kollegen aus den Verlagen vorbehalten. 

Ein Zimmerkontingent im Eden Hotel Wolff ist für Sie bis zum 22. Dezember 2017 reserviert. Bitte buchen Sie direkt beim Hotel unter dem Stichwort: "Börsenverein". Der Sonderpreis für das Einzelzimmer inkl. Frühstück beträgt € 106,-- (Eden Hotel Wolff, Arnulfstraße 4, 80335 München, Telefon: 089 / 55115-0, Fax: 089 / 55115-555, E-Mail: info@ehw.de).

Programm Jahrestagung 2018

Verlagsabend 17. Januar 2018
ab 19 Uhr interner Verlagsabend im Stromberg Kutchiin (Balanstr. 73 Haus 32, 81541 München)

Programm 18. Januar 2018
Literaturhaus München (Salvatorplatz 1, 80333 München)

Beginn 9:30 Uhr 

  • Begrüßung
    Annette Beetz, Felicitas von Lovenberg, Dr. Andreas Rötzer

  • Grußwort des Vorstehers
    Heinrich Riehtmüller

  • Themen der Branche 2018 
    Alexander Skipis, Börsenverein des Deutschen Buchhandels

  • Buchkäufer - Quo vadis?
    Jana Lippmann, Marktforschung Börsenverein des Deutschen Buchhandels

  • Was ist heute noch Öffentlichkeit? - Das Internet muss weg!
    Schlecky Silberstein, Autor und Blogger

  • Führen in digitalen Zeiten
    Beate Junginger, Leadership transformation
  • Aktuelle rechtliche Entwicklungen
    Prof. Dr. Christian Sprang, Börsenverein des Deutschen Buchhandels

  • Warum Herr Unseld den Amsterdamer Boekenbal vorzeitig verließ oder Die "Collectieve Propaganda voor het Nederlandse Boek (CPNB)"
    Christoph Buchwald, Verleger Cossee, Niederlande

  • Google, das Unternehmen und seine Strategie
    Meinolf Meyer, Google Hamburg

  • Ausblick

Ende ca. 15:30 Uhr

Referenten Jahrestagung 2018

Schlecky Silberstein© privat

Schlecky Silberstein, geboren 1982, ist Buchautor und Blogger. Er begann als Texter bei unterschiedlichen Werbeagenturen, während er ab 2010 unter dem neuen Namen Schlecky Silberstein parallel einen Blog betrieb. Sein Blog hat über 600.000 regelmäßige Leser, rund 130.000 folgen ihm auf Facebook. Die von ihm produzierte Comedy Show »Bohemian Browser Ballett« ist fester Bestandteil von »funk«, dem jungen Online-Medienangebot von ARD und ZDF. Schlecky Silberstein lebt in Berlin. 

Beate Junginger ist Mitgründerin und Managing Partner der aergon inside-out leadership transformation. Sie unterstützt Führungskräfte und Teams bei ganzheitlichen Transformationsprozessen. In den letzten Jahren hat sie sich intensiv mit den Transformationsherausforderungen der Digitalisierung befasst und Transformationsprozesse begleitet. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit bildet die Herausforderung der Digitalen Transformation für Führungskräfte.

Christoph Buchwald war Verlagsleiter bei Luchterhand und Suhrkamp bis er 2002 in Amsterdam den literarischen Verlag Cossee gründete. Für seine Arbeit als Brückenbauer zwischen der niederländischen und deutschen Literatur wurde er 2011 mit dem Ritterorden ausgezeichnet. Er lebt seit 2001 in Amsterdam und begleitet jährlich die "Boekenbal" sehr eng.

Meinolf Meyer arbeitet seit 2013 bei Google im Hamburger Büro. Zuvor war er einige Jahre beim Bertelsmann-Konzern und beim Medienspezialisten Schickler. Bei Google ist er im Neugeschäft DACH für die Technologie-Produkte unter der Marke Doubleclick verantwortlich.

Anmeldung Jahrestagung IG Belletristik und Sachbuch 2018

Networking-Event - Online Event Management mit der Ticketing-Lösung von XING Events

Münchner Erklärung der IG Belletristik und Sachbuch

Der Appell für ein starkes, durchsetzbares Urheberrecht für Autoren und Verleger gleichermaßen steht im Mittelpunkt der Münchner Erklärung, die auf der Jahrestagung der Publikumsverlage am 21. Januar 2016 in München verabschiedet wurde:

Münchner Erklärung

„Ein modernes Urheberrecht schützt die Interessen der Autoren und ihrer Verlage gleichermaßen. Ohne schlagkräftige Verwertungsgesellschaften, in denen Schöpfer und Verlage gleichberechtigte Akteure sind, ist das nicht vorstellbar. Die deutschen Publikumsverlage sind deshalb in großer Besorgnis über die aktuelle Entwicklung im nationalen und europäischen Urheberrecht.

Wir fordern von der Bundesregierung ein klares, schnellstmöglich umzusetzendes gesetzgeberisches Signal, das den politischen Willen unterstreicht, weiterhin am erfolgreichen System der Verwertungsgesellschaften festzuhalten. Das soll nicht nur ein Zeichen noch vor der Entscheidung des Bundesgerichtshofs über die Ausschüttungspraxis der VG Wort im März dieses Jahres sein, sondern auch darauf hinwirken, dass Verlage im europäischen Urheberrecht als Rechteinhaber anerkannt und geschützt werden.

Wir sind existenziell darauf angewiesen, dass es ein starkes, durchsetzbares Urheberrecht für Schöpfer und Verleger literarischer und sachbezogener Werke gleichermaßen gibt. Nur damit kann die einmalige kulturelle Vielfalt unserer literarischen Landschaft gewährleistet werden."

Für die Arbeitsgemeinschaft Publikumsverlage

René Strien, Peter Kraus vom Cleff, Markus Klose

München, 21. Januar 2016