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Wirtschaftszahlen

Der deutsche Buchmarkt erwirtschaftete im Jahr 2008 einen Umsatz von rund 9,6 Milliarden Euro zu Endverbraucherpreisen - gegenüber dem Vorjahr waren das 0,4 Prozent mehr.

Nach wie vor der bedeutendste Vertriebsweg für Bücher ist der stationäre Sortimentsbuchhandel. Er erwirtschaftet mit einem geschätzten Umsatz von 5,1 Milliarden Euro, 52,6 Prozent des gesamten Buchumsatzes. Der Direktvertrieb der Verlage an Endkunden folgt an zweiter Stelle mit 18,2 Prozent, hier wurden 2008 rund 1,8 Milliarden Euro umgesetzt. Auf den Versandbuchhandel, einschließlich Internet, entfielen mit 1,3 Milliarden Euro 14,8 Prozent des geschätzten Umsatzes, auf Warenhäuser 3,0 Prozent (0,29 Milliarden Euro) und auf Buchgemeinschaften 2,9 Prozent (0,28 Milliarden Euro). Sonstige Verkaufsstellen sind mit 9,2 Prozent (0,89 Milliarden Euro) am Gesamtumsatz beteiligt.

Die Umsätze der Verlage stiegen im Jahr 2008 um 0,6 Prozent. Die Steigerungsrate im Anzeigengeschäft lag bei plus 0,4 Prozent. Im Kerngeschäft Buch konnten 0,2 Prozent mehr Umsatz erwirtschaftet werden. Der größte Sprung gelang den Online-Diensten mit plus 7,1 Prozent. Bezogen auf den Gesamtumsatz spielen sie allerdings nach wie vor eine untergeordnete Rolle.

Der Sortimentsbuchhandel, der in den vergangenen Jahren verstärkt von Konzentrationsentwicklungen geprägt ist, schloss 2008 mit einem leichten Minus von 1,5 Prozent ab.

Von stetem Wachstum geprägt ist der Online-Buchhandel. So lag 2008 der geschätzte Internet-Umsatz bei mehr als 1 Milliarde Euro. Das entspricht einem Umsatzanteil von 10,7 Prozent am Buchmarkt und einer Steigerung von 20 Prozent. Die Dynamik im Netz ist offensichtlich  ungebrochen.  2007 stieg der Umsatz in diesem Bereich um 21 Prozent, 2008 waren es wieder 20 Prozent.

Aktuelle Entwicklung: November 2009

Im November wurde in den Vertriebswegen Sortiment, Warenhaus und E-Commerce ein Umsatzplus von 5,7 Prozent erreicht. Damit beträgt für die drei Hauptvertriebswege im Buchmarkt das Umsatzwachstum von Januar bis November 3,4 Prozent.

Editionsformen

Unter den Editionsformen waren vor allem Taschenbücher beliebt. Sie verkauften sich im November deutlich besser als im Vorjahresmonat. Der Umsatzanstieg liegt bei 8,3 Prozent. Ebenso im Plus waren die Verkäufe von Hardcover (plus 5,1 Prozent) sowie Hörbücher (plus 1,9 Prozent).

Warengruppen

Wie im Oktober war auch im November die Warengruppe Belletristik Spitzenreiterin im Umsatzranking – es wurde ein Umsatzanstieg von 14,1 Prozent erzielt. Positiv entwickelten sich auch die folgenden Warengruppen: Kinder- und Jugendbücher (plus 4,1 Prozent), Reisen (plus 4,1 Prozent), Geisteswissenschaften, Kunst, Musik (plus 3,4 Prozent) sowie Ratgeber (plus 1,5 Prozent). Einen Umsatzrückgang mussten demgegenüber die Warengruppen Sozialwissenschaften, Recht, Wirtschaft (minus 7,2 Prozent) sowie Sachbuch (minus 3,4 Prozent) hinnehmen.

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Info

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Titelproduktion

Im Jahr 2008 haben die Verlage ihre Titelproduktion seit Jahren zum ersten Mal wieder gedrosselt. Die Zahl der Neuerscheinungen sank um 2,3 Prozent auf 94.276 Novitäten.

Lizenzen und Übersetzungen

Die Zahl der Übersetzungen ist angestiegen. 2008 haben die deutschen Verlage 7.340 Bücher aus anderen Sprachräumen auf den Markt gebracht, 19,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Bezogen auf alle Erstauflagen, die in Deutschland erschienen sind, ist der Anteil der Übersetzungen mit 8,8 Prozent allerdings gering. Das Lizenzgeschäft war nach stetigen Zuwachsraten in den letzten sieben Jahren erstmals rückläufig. Deutsche Verlage haben 2008 mit ausländischen Partnern 7.340 Lizenzverträge abgeschlossen, 17,6 Prozent weniger als 2007. Wichtige Lizenzpartner sind Polen und die Tschechische Republik, auf Rang zwei liegt in diesem Jahr zudem China mit 599 Lizenzen.