Aktuelle Förderprogramme

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau wie auch die Landesförderbanken stellen mittelständischen Unternehmen in einer Vielzahl an Programmen öffentliche Fördermittel in Form von Krediten und Beteiligungen zur Verfügung. Die für den Buchhandel am ehesten relevanten Frogramme finden Sie im Folgenden. Darüber hinaus gibt es eine sehr umfangreiche Förderdatenbank des Bundesministeriums der Wirtschaft, welche die meisten der vorhanden Programme sehr gut dokumentiert. Weitere Informationen finden Sie zudem in der Broschüre Förderprogramme für Buchhandlungen des Sortimenter-Ausschusses.

KfW-Unternehmerkredit

Eine Finanzierungsmöglichkeit bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau mit dem Programm KfW-Unternehmerkredit. Förderfähig ist im Rahmen des Programms etwa der Erwerb von Grundstücken und Gebäuden, der Kauf von Anlagen, Fahrzeugen oder Einrichtungen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, die Übernahme eines bestehenden Unternehmens, externe Beratungsdienstleistungen (nur unter bestimmten Voraussetzunge) oder die Kosten für Messeteilnahmen.

Bis zu 100 % der förderfähigen Investitionskosten können durch das Programm finanziert werden; die Höchstgrenze liegt bei 10 Millionen Euro pro Vorhaben. Die Laufzeit liegt zwischen 5 und 12 Jahren bei höchstens 2 tilgungsfreien Anlaufjahren. Der Unternehmerkredit wird zu relativ günstigen Konditionen angeboten. Das Programm steht kleinen und mittelständischen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. € offen, die als insgesamt kreditwürdig eingestuft werden und positive Zukunftsaussichten haben.

Unternehmerkredit - Betriebsmittelvariante

Eines der größten, wenn nicht das größte Problem der Branche, ist die Finanzierung der Betriebsmittel, die bilanztechnisch zum Umlaufvermögen zählen: Verlage müssen ihre Frühjahrs- und Herbstprogramme finanzieren, Buchhandlungen die entsprechenden Warensortimente mit extremen und wiederkehrenden saisonalen Spitzen finanzieren. Dazu bietet die KfW mit einer speziellen Betriebsmittelvariante des Unternehmerkreditprogrammes grundsätzlich die Möglichkeit, die Aufstockung von Betriebsmitteln über Förderkredite zu finanzieren.

Auch der Ausgleich vorübergehender Liquiditätsengpässe wird durch das Programm gefördert. Reine Umfinanzierungen, also der Austausch bereits bestehender Bankdarlehen gegen ein zinsgünstiges Förderdarlehen sind dagegen nicht möglich. Im Gegensatz zur Investitionsvariante des Unternehmerkredits (s.o.) beträgt die Kreditlaufzeit lediglich 5 Jahre bei einem tilgungsfreien Anlaufjahr.

Bürgschaften der Landesbürgschaftsbanken

Eine Möglichkeit für alle Unternehmen, also auch für schon lange am Markt befindliche, sind die Bürgschaften der Landesbürgschaftsbanken. Sie übernehmen Ausfallbürgschaften für Kredite an mittelständische Unternehmen, denen wegen fehlender Absicherung sonst kein oder kein ausreichender Kredit gewährt werden würde. Voraussetzung ist, dass das Finanzierungsvorhaben betriebswirtschaftlich sinnvoll ist und dass es sich nicht um einen Sanierungskredit handelt. Auf diese Weise können beispielsweise Betriebsmittelkredite, auch im Rahmen von Kontokorrentlinien, sowie Investitions- und Wachstumsvorhaben finanziert werden. Auch diese Anträge werden über die Hausbank gestellt, die mit der Bürgschaftsbank des jeweiligen Bundeslandes zusammenarbeitet.

Viele Bürgschaftsbanken bieten mit dem Programm "Bürgschaft ohne Bank" aber auch die Möglichkeit, sich bei kleineren Bürgschaften direkt an die Bürgschaftsbank zu wenden. Deren Programme variieren je nach Bundesland. Welche Landesbürgschaftsbank jeweils in Frage kommt sowie das Antragsformular ist unter www.vdb-info.de abrufbar.

Downloads und Checklisten