Rechte & Lizenzen

Der Handel mit Verwertungsrechten obliegt im Verlag der Lizenzabteilung. Sie sucht Partner für alle jene Verwertungsformen eines Werks, die der Verlag nicht selbst anbietet, dessen Nutzungsrechte der Autor aber an den Verlag übertragen hat. Dazu zählt beispielsweise die Verwertung im Taschenbuch, in Buchclubausgaben oder Sondereditionen und die Übersetzung in andere Sprachen.

2005 haben die Verlage 7.491 Lizenzen, das heißt Übersetzungsrechte, ins Ausland verkauft. Schon seit geraumer Zeit ist Literatur aus Deutschland in asiatischen Ländern wie China und Korea gefragt. Seit der Erweiterung der Europäischen Union um zehn Staaten aus Mittel- und Osteuropa 2004 gewinnt der Verkauf von Übersetzungsrechten in diese Region an Bedeutung. So gingen die meisten Lizenzen 2005 nach Polen und Tschechien.

Ihren Beitrag zum Austausch mit anderen Kulturen leisten Verlage aber auch durch den Erwerb von Übersetzungsrechten für den deutschsprachigen Markt. Gerade Publikumsverlage müssen diese Rechte bei so genannten Auktionen oft zu hohen Kosten vom Verlag, der die Rechte an der Originalausgabe besitzt, oder von einem Literaturagenten einkaufen, der den Autor vertritt. Unabhängig vom Verkaufserfolg eines Titels in Deutschland muss häufig ein fixer Betrag (Garantiesumme) gezahlt werden. 2005 sind 6.132 Übersetzungen in Deutschland erschienen.

Die Frankfurter Buchmesse bietet die größte Plattform weltweit für den Handel mit verfügbaren Rechten und den Einkauf von internationalen Lizenzen im Buchbereich.