Umsatz- und Preisentwicklung

Die Einnahmen des gesamten Buchmarktes sind nach Berechnungen des Börsenvereins mit einem Minus von 0,8 Prozent leicht gesunken. Geschätzte Umsätze buchhändlerischer Betriebe in 2012:
9,52 Milliarden Euro.

Umsatz 

Vor der größten Herausforderung steht aktuell das stationäre Sortiment. Es muss bereits im dritten Jahr Minuszahlen verkraften: Der Umsatz im Sortimentbuchhandel sank Verbandsschätzungen zufolge von 4,78 auf 4,60 Milliarden Euro (minus 3,7 Prozent).


Deutlich besser fällt die Jahresbilanz auch diesmal für die Verlage aus. Hier sind die Einnahmen 2012 um 0,8 Prozent gestiegen, ihr positiver Umsatztrend ist damit ungebrochen. Der herstellende Buchhandel erschließt sich zunehmend andere Geschäftsfelder, darunter Online-Dienste, die 2012 erstmals ein Umsatzplus von 14,5 Prozent in die Kassen der Verlage spülten.

Betrachtet man die Umsätze nach Warengruppen, zeigt sich ein unverändertes Bild: Weiterhin macht die Belletristik 35,0 Prozent aus.  Sehr stabil auf Platz zwei liegt das Kinder- und Jugendbuch mit 15,6 Prozent, mit einem wachsenden Anteil für Bilderbücher (18,0 Prozent).
Ratgeber machen einen Anteil von 13,8 Prozent aus. Die Spitzenreiter sind hier die Bücher aus dem Bereich Essen und Trinken mit 25,2 Prozent. Die Recherchemöglichkeiten im Internet hinterlassen beim Sachbuch besonders deutliche Spuren das weiter sinkt auf 9,3 Prozent.

 

 

Preisentwicklung

Die Bundesbürger mussten im vergangenen Jahr wieder deutlich tiefer ins Portemonnaie greifen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Die Verbrauchspreise sind im Jahresschnitt um 2,0 Prozent gestiegen.
Bücher waren in den vergangenen Jahren von der allgemeinen Aufwärtsbewegung der Verbraucherpreise weitgehend abgekoppelt. In 2012 ziehen zum ersten Mal seit Jahren Bücherpreise (plus 1,9 Prozent) und Verbraucherpreise (plus 2.0 Prozent) nahezu gleich.

Nach Sachgruppen aufgeschlüsselt ist der Durchschnittspreis für Novitäten im Bereich Naturwissenschaften und Mathematik mit 50,60 Euro am höchsten. Die belletristischen Neuerscheinungen liegen bei 13,29 Euro unter dem Durchschnittspreis von 25,63 Euro.

 

E-Books

Mehr Evolution als Revolution: So lässt sich die Entwicklung des E-Book-Marktes in Deutschland beschreiben. 2012 haben E-Books 2,4 Prozent zum Buchumsatz des Publikumsmarktes beigesteuert (2011: 0,8 Prozent). Der Anteil am Gesamtumsatz bleibt damit nach wie vor überschaubar. Allerdings wächst der Markt für digitale Bücher dynamisch: Schließlich hat sich der Anteil am Umsatzvolumen von 2011 auf 2012 verdreifacht. Dasselbe gilt für das Titelvolumen: 2011 waren im Endverbrauchermarkt bundesweit 4,3 Millionen E-Books verkauft worden, 2012 sind es 13,2 Millionen.

 

Quelle: Buch und Buchhandel in Zahlen 2013

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Umsätze, Warengruppen, Vertriebswege - der Börsenverein des Deutschen Buchhandels bietet seit Februar 2004 regelmäßig einen fundierten Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung im Buchhandel. Branchen-Monitor BUCH (BMB) heißt der monatliche E-Mail-Newsletter, den der Verband in Zusammenarbeit mit dem Baden Badener Marktforschungsunternehmen Media Control GfK International erstellt.