Umsatz- und Preisentwicklung

Der deutsche Buchmarkt war im Jahr 2011 stabil, auch wenn der Umsatz nach sieben

Jahren kontinuierlichen Umsatzwachstums erstmals wieder um 1,4 Prozent zurückgegangen ist. Geschätzte Umsätze buchhändlerischer Betriebe in 2011: 9,6 Milliarden Euro.

Geschätze Umsätze buchhändlerischer BetriebeGeschätze Umsätze buchhändlerischer Betriebe 2007-2011 zu Endverbraucherpreisen© BöV NRW, nach Buch und Buchhandel in Zahlen 2012

Umsatz 

Der Anteil des stationären Sortiments am Gesamtumsatz beträgt nur 49,7 %, das sind 4,775 Milliarden Euro. Damit bleibt er zwar der wichtigste Absatzkanal, hat jedoch seit 2007 fast 4 % verloren (damals lag das Gesamtvolumen bei 5,14 Milliarden Euro) und ist erstmals unter die 50 %-Marke gerutscht.

Für die Verlage fällt die Bilanz besser aus, die ihre Einnahmen um 1,7 % steigern konnten. Das ist vor allem mit dem Direktverkauf durch Online- und Social-Media-Angebote zu erklären.

Betrachtet man die Umsätze nach Warengruppen, zeigt sich ein unverändertes Bild: Weiterhin macht die Belletristik mit 34,4 % aus. Ganz oben in den Jahrescharts der Belletristik in Deutschland: „Erlösung“ von Jussi Adler-Olsen.

Sehr stabil auf Platz zwei liegt das Kinder- und Jugendbuch mit 15,7 %, mit einem wachsenden Anteil für Bilderbücher (17,1 %). Ratgeber machen eine Anteil von 13,6 % aus, hat aber über die Jahre hinweg verloren.  Die Spitzenreiter sind hier die Bücher aus dem Bereich Essen und Trinken. Einen weiterhin sinkenden Anteil verzeichnet das Fachbuch: 2003 machte es einen Anteil von 11,2 & aus. 2011 sind es gerade mal 4,5 &!

Das Hörbuch musste einen Umsatzrückgang von 7,4 % hinnehmen. Der Anteil am Gesamtumsatz sinkt damit weiter auf 3,8 %. Erklärungen lassen sich finden im gesunkenen Durchschnittspreis und in der steigenden Downloadrate der Audiodateien.

 

 

Preisentwicklung

Insgesamt haben sich die Verbraucherpreise in Deutschland um 2,3 % erhöht. Die Preise für Bücher sind allerdings um 1,6 % zurückgegangen.

Nach Sachgruppen aufgeschlüsselt ist der Durchschnittspreis für Novitäten im Bereich Allgemeines, Informatik und Informationswissenschaften mit 48,66 Euro am höchsten.  Die belletristischen Neuerscheinungen liegen bei nur 13,41 Euro im Durchschnitt.

 

E-Books

Eine rasante Entwicklung macht das E-Book-Geschäft in Deutschland durch. Die Umsätze im Buchhandel sind mit 0,5 % allerdings nach wie vor gering. Insgesamt hat sich der Umsatz mit 1 % im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Durchschnittlich liegen E-Books im Verkaufspreis 19 % unter der gedruckten Version.

Die Marktrelevanz liegt im Fachbauch deutlich höher als im Publikumsmarkt.

Die Bekanntheit von E-Books nimmt rasant zu. 2009 kannten 35 % der Bundesbürger das E-Book, 2012 sind es 72 %. Die größte Zielgruppe macht derzeit die 40 bis 49 Jährigen aus.

49 % aller Verlage haben E-Books im Programm und bis 2015 wird mit einem Umsatzanteil von 17 % gerechnet. In diesen Häusern erscheinen aktuell 42 % der Neuerscheinungen auch als E-Books.

Auch der Buchhandel stellt sich auf das E-Book-Geschäft ein. 2010 waren es noch 68 % der Sortimenter, die weder E-Books noch Reader im Angebot hatten. 2011 sind es nur noch 35 %, die Mehrheit bietet E-Books und/oder Reader an.

 

 

Quelle: Buch und Buchhandel in Zahlen 2011

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