Verlage entdecken Autoren

"Verlage stehen als Wirtschaftsunternehmen im Wettbwerb, ganz besonders auch auf der Beschaffungsseite, d.h. der Gewinnung von Autoren. Dass sie da nicht ganz schlecht arbeiten, zeigt sich an dem permanenten Zustrom von Manuskripten, und das oft über viele Jahre, immer wieder", meint der Stuttgarter Verleger Wulf D. v. Lucius.

Nicht zuletzt der Wettbewerb, in dem Verlage untereinander stehen, trägt dazu bei, dass zwischen Verlag und Autor ein partnerschaftliches Verhältnis, oft eine enge persönliche Bindung entsteht.

"Wann immer ich heute in Rezensionen lese, ein Verlag habe dies und das aus Gewinnstreben oder niedrigen Beweggründen getan, bin ich skeptisch. Dass auf der einen Seite ein unschuldiger Autor sitzt und auf der anderen Seite ein von Nebenabsichten gehetzter Verleger, vermag ich nach meinen Erfahrungen mit Rowohlt Berlin nicht mehr recht zu glauben. Ohne es zu merken, hatte ich längst begonnen, den Freunden gegenüber die Argumente meines Lektors zu verteidigen. Er schien mir der Einzige, dem es ums Buch ging und der etwas davon verstand und der es außerdem auch unter die Leser bringen wollte." So beschrieb der Autor Jens Bisky seinen Lektor Gunnar Schmidt im BÖRSENBLATT (2/2005).


Hier finden Sie Antworten auf folgende Fragen:

• Wie finden Verlage Autoren und Bücher?
• Wie werden Autoren honoriert?
• Wie funktioniert die Beziehung Autor-Lektor?
• Wie werden Übersetzer honoriert?