Wie werden Übersetzer honoriert?

Als Interpreten eines Textes spielen Übersetzer eine bedeutende Rolle für den Zugang zu einem Buch und für dessen Erfolg. Im Sinne des Urheberrechts ist auch die Übersetzung eine geistige Schöpfung.

Verlage erkennen die Aufgabe der Übersetzer vertraglich an: sie schließen keinen Werkvertrag, sondern in der Regel einen Verlagsvertrag, in dem der Übersetzer die Nutzungsrechte auf einen Verlag überträgt.

Übersetzer sind in der Regel über ein Garantiehonorar hinaus am Erfolg (Absatz) des Werks beteiligt. Das Garantiehonorar errechnet sich nach den Normseiten, die eine Übersetzung umfasst. Hinzu kommen können Absatzbeteiligungen und Einnahmen aus Nebenerlösen. Das reformierte Urhebervertragsrecht sichert Übersetzern einen Anspruch auf angemessene Vergütung (§32 UrhG) und sieht die Entwicklung von gemeinsamen Vergütungsregeln (§36 UrhG) vor. Diese zu definieren ist bislang allerdings noch nicht geglückt, vor mehreren Gerichten haben Übersetzer deshalb Verfahren gegen Verlage angestrengt. Es wird voraussichtlich noch einige Zeit dauern, ehe eine endgültige juristische Klärung erfolgt ist.