Wie entsteht ein Buch?

Am Anfang steht immer eine Idee. Sie kann vom Autor kommen oder im Lektorat eines Verlags entwickelt worden sein. Die Idee wird einer gründlichen Prüfung unterzogen: Handelt es sich um ein originäres Thema? Gibt es dafür einen Käufermarkt und wie ist er beschaffen? Wie lässt sich das Thema umsetzen? Welches ist der optimale Rahmen? Gibt es bereits vergleichbare Titel am Markt? Und ganz entscheidend: Passt das Thema in der gedachten Form zum Programmprofil eines Verlags?

Anschließend geht es an die Kalkulation: Wieviele Exemplare werden sich verkaufen lassen und zu welchem Preis? Welche Kosten entstehen durch den Druck, die geplante Ausstattung etc., den Vertrieb, die Werbemaßnahmen? Welchen Ertrag kann der Verlag mit dem Buch erwirtschaften?

Fällt die Berechnung positiv aus, dann geht es an die Arbeit am Manuskript. Es erreicht ein Lektorat heute meist in elektronischer Form. Im Lektorat wird das Manuskript aufbereitet, beispielsweise Bilder und Grafiken hinzugefügt, der Text redigiert und dem Seitenlayout angepasst. Im wissenschaftlichen Bereich holen Redaktionen Expertengutachten ein, sobald das Manuskript vorliegt. Das Manuskript muss also neben dem kritischen Blick des Lektors oder Redakteurs auch dem eines Fachkollegen standhalten.

Nach dem Seitenumbruch, wenn das fertig bearbeitete Manuskript also in der Form vorliegt, in der es später auf den Markt kommen soll, findet der entscheidende Korrekturdurchgang statt: die Seiten werden im Anschluss für den Druck freigegeben. Dann beginnt der eigentliche Produktionsprozess mit der Herstellung der Druckformen bzw. dem Versand der PDF-Dateien an die Druckerei.

Anschließend werden die Bücher gebunden, mit Schutzumschlag versehen und eingeschweißt.

Von der Druckerei gelangen sie in die Verlagsauslieferung, die die einzelnen Buchhandlungen und Verkaufsstellen mit den bestellten Exemplaren versorgt.