Was versteht man unter Quersubventionierung?

Quersubventionierung ist nichts anderes als eine Mischkalkulation. Sie ist in nahezu allen Verlagen (aber auch in anderen Branchen) üblich. Nicht alle Titel, die ein Verlag in seinem Programm führt, tragen gleichviel zum Betriebsergebnis bei. So müssen Titel, die unterm Strich ein gutes Ergebnis erbracht haben oder sich über Jahre in großen Stückzahlen absetzen lassen, jene mitfinanzieren, die weniger ertragsstark sind. Über das Prinzip der Mischkalkulation leisten Verlage einen Beitrag zur kulturellen Vielfalt, weil sie auch Titel auf den Markt bringen, die jeder für sich unter ökonomischen Kriterien betrachtet ein (zu) großes wirtschaftliches Risiko darstellen.