Wie funktioniert der Buchhandel?

Buchhändler sind selbstständige Unternehmer. Sie kaufen auf eigene Rechnung bei Verlagen Bücher ein und verkaufen diese zu dem vom Verlag festgesetzten Ladenpreis.

Da der Buchhändler den Preis seiner Ware nicht selbst bestimmen kann, erhält er beim Einkauf vom Verlag einen Rabatt. Dieser beträgt in der Regel zwischen 30 und 40 % des Ladenpreises. Aus dieser Handelsspanne finanziert der Buchhändler seinen Geschäftsbetrieb (Ladenmiete, Personal).

Der Buchhändler stellt sich aus dem Angebot der Verlage je nach seiner Ausrichtung (allgemeines Sortiment, Fachbuchhandlung, andere Spezialisierung) sein Sortiment zusammen. Über Novitäten informiert wird er über die Verlagsvorschau und den Verlagsvertreter, der ihn regelmäßig besucht. Er kann aber auch jedes Buch, das in Deutschland lieferbar ist, für einen Kunden bestellen. Ist der Titel beim Barsortiment am Lager, erhält er das Buch sogar innerhalb von 24 Stunden. Buchhandlungen werden permanent beliefert. Der Großteil seiner Bestellungen erreicht ihn über den Bücherwagendienst. Der Bücherwagendienst sammelt bestellte Ware bei den Verlagsauslieferungen ein und übernimmt also eine zentrale Bündelungs- und Verteilfunktion. Das dichte Netz von Buchhandlungen und die Services, die die Branche entwickelt hat, werden in der gesamten internationalen Buchwelt bewundert. Insbesondere der logistische Apparat gilt als vorbildlich.