Publikumsverlage

Publikumsverlage nennt man die Belletristik- und Sachbuchverlage. Sie werden in der Öffentlichkeit und bei den Multiplikatoren am stärksten wahrgenommen, da die Bücher der literarischen Verlage in den Feuilletons und Literaturbeilagen besprochen werden. Ihre Programmschwerpunkte sind Literatur (von der Belletristik bis zur "ernsten" Literatur, von der Lyrik bis zum Theaterstück) und das erzählende Sachbuch. Im Gegensatz zu Fach- oder Wissenschaftsverlagen lässt sich die Zielgruppe der Publikumsverlage nur schwer genauer beschreiben.

Eine Gruppierung innerhalb der Publikumsverlage sind die Taschenbuchverlage. Einige Publikumsverlage haben eigene Taschenbuchsektionen, andere Verlage publizieren ausschließlich Bücher im Hardcover und verkaufen ihre Titel als Lizenzausgaben. Die Taschenbuchausgabe eines Titels erscheint in der Regel zwei Jahre nach Erscheinen der Originalausgabe. Auch Sonderausgaben dürfen nicht eher erscheinen. Damit ist die Vielfalt der verschiedenen Verlage gesichert und Titel können in verschiedenen Formaten angeboten werden.

Was Publikumsverlage leisten - lesen Sie dazu auch die Statements von Armin Gmeiner (Gmeiner Verlag) und Christoph Links (Ch. Links Verlag).

Seit 1977 bilden Publikumsverlage eine eigene Arbeitsgemeinschaft im Börsenverein des deutschen Buchhandels, der AG Pubikumsverlage gehören derzeit ca. 130 Verlage an.