Michael Hechinger (Helmut Buske Verlag)

Fremde Sprachen

1959 von dem Buchhändler Helmut Buske in Tübingen ins Leben gerufen, spiegelte der Verlag zunächst die ganz persönlichen Interessen des Inhabers: Touristen- und Wanderführer machten den Anfang. Es folgte die Gründung eines wissenschaftlichen Sortiments und Antiquariats mit dem Schwerpunkt Sprachwissenschaft. Seit 1962 in Hamburg, profilierte sich Buske mit international verbreiteten Katalogen zu neuen linguistischen Titeln aus aller Welt und einem engagierten Buchprogramm.

Seit dem Inhaberwechsel 1992 verfolgt der Verlag konsequent den Ausbau der Sparte „Lehr- und Wörterbücher“ zu fremden Sprachen, vor allem auch aus dem außereuopäischen Raum. Angesichts der Dominanz weniger Anbieter auf dem Markt der gängigen Sprachlehrwerke (Englisch, Französisch, Spanisch) findet sich dort für solche spezielleren Titel oftmals kein Platz, da die Materie meist schwierig, der Interessentenkreis klein und die Absatzerwartung gering ist. Selbstverständlich ist das Herausgeben solcher spezieller Sprachwerke aber wichtiger Bestandteil einer vielseitigen und lebendigen Verlagslandschaft und trägt dazu bei, auch weniger gängige und dennoch besondere Sprachen und Kulturen bekannt zu machen.


Heute umfasst das Verlagsprogramm von Buske primär für deutsche Muttersprachler konzipierte Lehr-, Arbeits- und Wörterbücher zu mehr als fünfzig fremden Sprachen und Schriften von Albanisch bis Walisisch, über Bulgarisch, Chinesisch und Hebräisch bis Georgisch, Hindi, Indonesisch, Rumänisch, Russisch, Türkisch, Vietnamesisch, etc. pp., meist mit zugehörigen Audio-CDs, Übungsschlüsseln, Vokabeltrainern usf. Parallel dazu erscheinen Studienbücher, Zeitschriften und Buchreihen, u. a. zu den Fächern Ägyptologie, Finno-Ugristik, Jiddistik, Kreolistik, Orientalistik, Romanistik und Slavistik.

Buske ist wirtschaftlich unabhängig und programmatisch wie wissenschaftlich allein den Ansprüchen seiner Autorinnen und Autoren sowie seinen eigenen Vorstellungen verpflichtet. Verlegerische Entscheidungen orientieren sich vorrangig an dem unmittelbaren Nutzen der jeweiligen Publikation für die Interessenten und dem damit verbundenen „Mehrwert“. Für die Realisierung des Programms spielen übrigens Zuschüsse von dritter Seite praktisch keine Rolle.