Christoph Links (Ch. Links Verlag)

Als Sachbuchverlag für Politik und Zeitgeschichte investieren wir in die Aufbereitung der Texte eine intensive, höchst aufwändige Arbeit, die sich in der Regel über zwei bis drei Monate hinzieht. Zunächst erfolgt ein sachliches Lektorat, bei dem die Quellen sowie alle statistischen und geographischen Angaben des Autors überprüft werden. Dem schließt sich eine juristische Kontrolle an, bei der die Belegbarkeit von Tatsachenbehauptungen kritisch unter die Lupe genommen wird. Der nächste Schritt ist die sprachliche Überarbeitung, um lange komplizierte Sätze für die Leser zu vereinfachen, Fachbegriffe und Fremdworte zu übersetzen, Wortwiederholungen zu tilgen und eine richtige Zeitenfolge durchzusetzen. Wenn dies alles geschehen ist, geht das lektorierte Manuskript ins Korrektorat, um bei den ständig sich ändernden orthographischen Regeln eine gültige Version zu erzeugen.

Nachdem die eigentliche Arbeit am Text des Autors abgeschlossen ist, beginnt die Bildrecherche und das Anfertigen von speziellen Karten zum Thema, was gerade bei historischen Werken sehr mühsam ist. Danach müssen Texte für den Anhang verfasst werden. Das kann in dem einen Fall eine historische Chronik der Ereignisse sein, damit der Leser bei dicken Werken einen schnellen Überblick gewinnen kann, in einem anderen Fall auch die Zusammenstellung von Basisdaten zu einem Land oder die Auflistung von wichtigen Kontaktadressen. Ist dies alles abgeschlossen, geht das Manuskript bzw. die Gesamtdatei in die Setzerei, wo die Bilder bearbeitet werden und der erste Umbruch entsteht. Nach einem neuerlichen Korrekturgang gilt es dann am Ende, umfangreiche Register zu erstellen: Sachwortregister, Ortsregister und in jedem Fall Personenregister, wobei es im Idealfall zu jeder vermerkten Person auch eine kurze Erklärung mit Angabe der Lebensdaten gibt.

Erst wenn dies alles abgeschlossen ist, hat das Werk jene Gestalt erhalten, die dem Leser die Gedanken des Autors leicht erschließt und sinnfällig macht.