Annette Sievers (pmv Peter meyer Verlag)

"Ungewöhnliche, interessante Projekte sind das Zuckerbrot, mit dem sich Verleger durch das stark bewegte Wirtschaftsmeer peitschen. Selbst Reiseführerverleger wie Peter Meyer und Annette Sievers von pmv (Peter Meyer Verlag) leisten dabei wissenschaftliche Pionierarbeit.

Zum Beispiel: Gegen Rassismus und für Toleranz

Der erste und einzige Reiseführer in deutscher Sprache zu »Ghana« informiert Reisende, Entwicklungshelfer und Geschäftsreisende umfassend über Kultur, Land und Leute des westafrikanischen Landes - aus Sicht eines Afrikaners. Diese nicht-eurozentristische Sichtweise ist auf dem gesamten afrikabezogenen Reiseführermarkt einzigartig, wie die deutsche UNESCO-Kommission bei einer Analyse feststellte. Als einziger in Stil und Bildsprache nicht rassistisch sticht der Titel von Jojo Cobbinah, pmv Peter Meyer Verlag, aus der Masse heraus. Ein Dritte-Welt-Land durch enorme Entwicklungshilfe zu subventionieren ist eine Sache, einem ghanaischen Autor sein verdientes Honorar zu verwehren eine andere.

Zum Beispiel: Für ein ökologisches Umdenken bei den Reiseweltmeistern

Deutsche gehören zu den reisefreudigsten Menschen überhaupt. Sie suchen Natur und Ruhe - und reisen bevorzugt mit Auto und Flugzeug an. Dagegen setzt pmv in seinen Reise- und Freizeitführern auf konsequente und ausführliche Information zu allen Anreisealternativen. Bei pmv dirigiert konsequent der Umweltgedanke die Inhalte. Wie zum Beispiel bei »Deutschland umweltfreundlich«, ein Adresswerk, das erstmals alle mit einem der vielen Umweltsiegel ausgezeichneten Ferienorte und Ferienbetriebe gebündelt vorstellt. Es dient seither Umweltverbänden und Pressebüros als Nachschlagewerk.

Kleine Verlage leisten in ihrer Nische oft Ungewöhnliches, von dem andere profitieren. Das muss honoriert bleiben.

Zum Beispiel: Für mehr Familiensinn und Kinderfreundlichkeit: Nur wer nah dran ist an der Materie, kennt die Bedürfnisse der Leser haargenau. Zum Beispiel von Familien und Kindern. Nah dran bleiben, bedeutet viel Arbeit. Die wollen sich die »Großen« nicht leisten. Nah dran bleiben, bedeutet akribische Recherche vor Ort. Das können sich die »Großen« nicht leisten. Zum Beispiel bei den pmv-Freizeitführern »… mit Kindern« erfassen die Autoren und Autorinnen jeden Tipp nur nach Inaugenscheinnahme!

Bezahlt wird die Recherche ohne Sponsoring und Werbung allein durch den Verkauf der Bücher – 12,95 Euro, die sich auch eine Bibliothek leisten können sollte.

Zum Beispiel: Für mehr Spaß und Lernerfolg bei der Ausbildung: Seit 1998 erscheint im pmv ein Reiseführer, der von den Auszubildenden der Deutschen Buchhändlerschule selbst geschrieben, recherchiert und aktualisiert wird. Dies ist kein Titel, der sich über den Verkauf bezahlt machen könnte. Hier kommt es lediglich auf das Engagement aller Beteiligten an. Finanziert werden Lektorat, Herstellung und Druck durch den Verkauf anderer Bücher – wenn sie denn bezahlt und nicht kostenlos ausgeliehen werden …"