BuchCamp 2011: Aufmerksamkeitsökonomie, oder Wir haben doch keine Zeit (Eure Bücher zu lesen)!

Stefan Herwirg

Inhalt:

Die Musikbranche befindet sich in einer Strukturkrise, die neben der Piraterie auch durch die Umverteilung der Ressource „Aufmerksamkeit“ auf immer mehr Medien entstanden ist.

Leitfragen:

Was kann die Buchbranche aus den Fehlern der Musikbranche lernen?

Können wir aus Büchern nichtlineare Medien machen?

Ergebnisse / Erkenntnisse:

Immer mehr verschiedene Medien fordern gleichzeitig die Aufmerksamkeit einer Person. Dabei hat man nur ein begrenztes Budget an Zeit und auch Aufmerksamkeit am Tag, sodass man sich genau einteilen muss, für was man seine Zeit nutzt. Es vollzieht sich dadurch ein Wandel in der Nutzung von Büchern, Musik, Internet, Fernsehen und auch anderen Medien. Der Trend geht zur Parallelnutzung mehrer Medien über. Aus diesen Erkenntnissen muss die Buchbranche lernen, dass man Produkte so gestalten muss, dass sie es überhaupt schaffen Aufmerksamkeit zu verursachen. Außerdem kann man sich es zumeist nicht mehr leisten ein Medium linear zu nutzen, sondern muss selektiv vorgehen. Zukünftig wäre es demnach ein Ziel Bücher so zu gestalten, dass auch eine nichtlineare Nutzung möglich ist.