BuchCamp 2011: Ich mach was mit Kinderbüchern – Enhanced E-Pubs. Ein Erfahrungsbericht

Ralf Möllers

Inhalt: Die Session gab einen Erfahrungsbericht aus Sicht des Verlages, wie zu einem Kinderbuch ein enhanced E-Pub produziert wurde und welche herstellerischen, technischen und betriebswirtschaftlichen Aspekte dabei berücksichtigt werden sollten. Der velag hatt zuvor Marktforschung bei Eltern und Kindern betrieben und war dabei zu dem deutlichen Ergebnis gekommen, Kinder sind definitiv als digital natives zu begreifen und verstehen die Technik sehr intuitiv, entgegen aller Angaben und Auffassungen der Eltern.

Leitfragen: Ergebnisse / Erkenntnisse/Vorschläge:
Für viele Verlage waren bisherige Formate für Kinderbuchverlage bisher nicht passend/geeignet, das Epub bietet hier ganz andere Möglichkeiten, insbesondere beim Bilderbuch. Entscheidend von Vorteil: Multimedialer Charakter des Ipad. Der Vorteil des Enhanced Epub liegt in den begleitenden Bildelementen (gute Farbdarstellungen beim Ipad). Für Ritter Rost war die Synchronisation der Musikinhalte ebenfalls zu berücksichtigen.

Klärung Unterschied App und Enhanced Epub? – App ist eine Software (unabhängig vom Betriebssystem, frei programmierbar). Ein E-Book ist durch den Reader, dessen Rahmen und Möglichkeiten definiert (insbesondere gut für dynamische Produktideen). ?- Apps werden schlechter gefunden; Preisschwellen für Apps liegen niedriger; Epub wird als Buch_plus wahrgenommen und erlebt daher viel positivere Bewertung.

Ab welcher Grenze ist das Epub rentabel? (Für den Verlag, der die Session angeboten hat bei à 9,95 €: bei 1.000 Verkäufen bzw. 1000 € Einstiegskosten).

Weiterhin wurden folgende Fragen diskutiert:

  • Wie kann man als Buchhändler am iBook-Store partizipieren?
  • Wie wird die Konkurrenz zwischen Apple und Android seitens der Publisher bewertet?
  • Sind die Verlage als Inhaltelieferanten in der Pflicht ausreichend kompatiblen Content zu produzieren?
  • Was bedeutet Epub-Herstellung für das internationale Lizenzgeschäft?