BuchCamp 2011: Arbeitsmodelle der Zukunft – Wie wollen wir arbeiten?

Frauke Ehlers, Friederike Saskia Heinen und Anja Lösch

Inhalt:
In dieser Session wurde diskutiert, wie zukünftige Geschäftsmodelle der Buchbranche angesichts des demografischen Wandels, der Digitalisierung und auch der aktuellen Situation der Branche aussehen sollen/ müssten.

Leitfragen:
Wie können wir uns „flexiblen Arbeits(zeit)modelle“ vorstellen? Wie könnten diese aussehen, damit wir alle in Zukunft familien- und geschlechtergerechter arbeiten als heute? Wie könnte eine Arbeitswelt aussehen, die die vielfältigen Anforderungen der Arbeitswelt mit den Bedürfnissen der Menschen, die darin arbeiten verbindet? Wie können oder werden virtuelle Netzwerke und verbesserte Kommunikationswerkzeuge diese Entwicklung beeinflussen? Welche Infrastruktur oder welche Organisationsstruktur ist notwendig, um die Ziele zu erreichen? Wie wird sich die Digitalisierung auf Umstrukturierung der Arbeit in Verlagen auswirken? Wie versucht man Familie / Arbeit unter einen Hut zu bringen?

Ergebnisse / Erkenntnisse:
Das heutige Problem der Arbeitsmodelle in der Buchbranche ist vergleichbar mit der Musikbranche vor 10 Jahren: An alten Geschäftsmodellen soll festgehalten werden. Jedoch werden aufgrund des demografischen Wandels neue Geschäftsmodelle dringend benötigt. Teilzeit ist nicht immer eine Lösung, besser wäre beispielsweise das webbasierte Arbeiten. Dabei kann man sehr gut zwischen Büro und Heimarbeit mischen. Dadurch würden gute Chancen entstehen Frauen mit Kindern oder Berufseinsteiger in das Unternehmen zu integrieren. Eine andere Möglichkeit wäre die Preise von Büchern zu ändern. Dadurch würde mehr Umsatz generiert werden, es gäbe höhere Löhne, mehr Stellen und damit auch mehr Nachwuchs. Doch hier fehlt die Preisakzeptanz für Bücher bei den Konsumenten.

Das Hauptproblem ist sicherlich, dass in der Buchbranche ein Nachfragermarkt bei Arbeitskräften besteht. Solange genug Menschen in Verlagen arbeiten möchten, wird es wahrscheinlich keine neuen Modelle geben. In Zukunft sollte aber unbedingt der Fokus auf der Mitarbeiterzufriedenheit liegen.