Drachenhaus – Jugendbuchverlag für chinesische Hoch- und Alltagskultur

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Ihr Name? Was macht Ihre Firma?
Ich heiße Nora Frisch. Als Sinologin habe ich vor einem Jahr den Drachenhaus-Verlag gegründet, um (zunächst) Kindern und Jugendlichen die chinesische Geschichte und Gegenwart, sowie Chinas Hoch- und Alltagskultur näherzubringen. Die Buchinhalte sollen nicht nur sachlich fundiert und zielgruppengerecht aufbereitet werden, besonders wichtig ist auch, dass sie das Thema China durch kulturell „authentische“ Illustrationen anschaulich vermitteln.

Warum sind Sie Mitglied geworden?
Für Verlage in Gründung ist m.E. der Austausch mit Leuten, die sich in ähnlichen Situationen befinden, und die beim Verlagsaufbau auf ähnliche Probleme stoßen, essentiell. Die Kontakte, Foren, Netzwerk- und Weiterbildungsmöglichkeiten, sowie einen guten Branchenüberblick, die durch die Mitgliedschaft beim Börsenverein geboten werden, sind daher sehr interessant. Außerdem empfinde ich es als vorteilhaft, dass man in rechtlichen Fragen kompetente Fachleute zu Rate ziehen kann.

Was sind für Sie persönlich die spannendsten Herausforderungen für die Buchbranche in den nächsten Jahren?
Eine große Herausforderung ist sicherlich, den Spagat zwischen gedrucktem Buch und E-Book zu schaffen, vor allem im Jugendbuchbereich: Einerseits  muss man die gedruckten Bücher für die durch die visuelle Vielfalt, die Medien heutzutage bieten, anspruchsvoll gewordene Jugend  sehr sorgfältig und ansprechend gestalten. Andererseits solle man unbedingt versuchen, mit der Zeit zu gehen, und die Möglichkeiten, die neue Medien wie z.B. E-Books bieten, als Chance zu sehen und für sich zu nutzen.

Über welches Branchenthema würden Sie gerne kontrovers diskutieren?
Risiken und Chancen für kleine, unbekannte Verlage im Zuge der kurz- und mittelfristig zu erwartenden Marktentwicklung, Vor und Nachteile von Vertriebskooperationen.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Ich habe immer ein bis zwei Bücher für jede Stimmung und Laune und passend zum aktuellen Projekt in Arbeit, derzeit u.a.: „Nur die Stärksten überleben“ von Helene Uri, „Zheng He. China and the Oceans in the Early Ming Dynasty“ von Edward L. Dreyer, “Der China-Code” von Frank Sieren, “Warten” von Ha Jin, „A House by the River“ von Sid Smith...

Was ist Ihr Lebensmotto?
Keine Angst vor neuen Wegen.