"Das Buch gefällt uns - wir nehmen es"

Binooki© Binooki

Was macht ihre Firma?
Inci Bürhaniye und Selma Wels. Wir haben vor der Gründung unseres Verlags den Markt analysiert – türkische Literatur hat sich bisher im Buchmarkt nicht behaupten können. Wir glauben allerdings sehr stark daran, dass das Potenzial und Interesse sich mit dieser Literatur auseinander zu setzen, vorhanden ist - insbesondere in Deutschland. Ausgehend von dem eigenen Bedürfnis, türkische Literatur auf Deutsch zu lesen, haben wir den Markt unter unsere Fittiche genommen und sind in diesen eingetreten. Ohne jahrzehntelange Verlegertradition im Gepäck denken wir, dass wir den Weg auch anders und flexibler gehen werden.

Was bedeutet Binooki?
Binooki steht wirklich nur für unseren Verlag. Das türkische Wort "binoki" hingegen bedeutet Zwickerbrille, die im Gegensatz zum Monokel zwei Gläser hat. Und da wir schon unser ganzes Leben damit verbringen zwei Kulturen und zwei Heimaten in uns zu verbinden, sind zwei Gläser für unsere Betrachtungsweise definitiv hilfreicher als nur eines.

Wo haben Sie gelernt, wie man Bücher macht?
In der Köpenicker Str. 154a in Berlin-Kreuzberg. Am 18.1.12 um genau 11:23 Uhr haben wir unseren allerersten Buchdruck-Auftrag erteilt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Über welche Vertriebskanäle wollen Sie die Leser erreichen?
Hauptsächlich über unseren eigenen Online-Shop auf www.binooki.com und über ausgewählte Buchhandlungen.

Wie wichtig ist dabei das Geschäft mit e-books?
Sehr. Das klassische Buch ist zeitlos und wird nie aussterben. Doch die Zukunft ist eindeutig digital.

Nach welchen Kriterien wählen Sie Ihre Autoren aus?

Das ist ganz einfach. Das Buch gefällt uns - wir nehmen es. Das Buch gefällt uns nicht - wir nehmen es nicht.