Februar 2012

Branchen Monitor Buch







Ausgabe Februar 2012



Vertriebswege Sortiment *, Warenhaus *, E-Commerce (gesamt)
Umsatzveränderung Januar 2012 gegenüber Januar 2011: -3,5 %
Umsatzveränderung 2012 gegenüber Vorjahr: -3,5 %

(* nur Barumsätze)


1. Editionsformen - Umsatzveränderung Januar 2012 gegenüber Vorjahresmonat

Editionsformen - Umsatzveränderung          gegenüber Vorjahresmonat

2. Warengruppen - Umsatzveränderung Januar 2012 gegenüber Vorjahresmonat

Warengruppen - Umsatzveränderung gegenüber          Vorjahresmonat

Vertriebsweg Sortiment
Veränderung Barumsatz Januar 2012 gegenüber Januar 2011: -6,0 %
Veränderung Barumsatz 2012 gegenüber Vorjahr: -6,0 %



Kurzkommentar zur Situation im Buchmarkt

Umsatzminus zum Jahresstart
 
Im Januar 2012 mussten die drei Vertriebswege Sortimentsbuchhandel, E-Commerce und Warenhäuser ein Umsatzminus von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat hinnehmen, obwohl ein Verkaufstag mehr als 2011 zur Verfügung stand. Der Dezember hatte sich mit einem Minus von 0,3 Prozent bei gleicher Anzahl Verkaufstage noch in etwa auf Vorjahres-Niveau bewegt.
 
Noch schwieriger gestaltete sich das Geschäft für das stationäre Sortiment. Hier schlug ein Minus von 6 Prozent zu Buche (Dezember: minus 2,8 Prozent). Das Rechnungsgeschäft schloss mit einem Minus von 12,2 Prozent.
 
Erneut wurde insbesondere für Hörbücher über alle drei Vertriebswege hinweg weniger Geld ausgegeben als im Vorjahresmonat (minus 10,3 Prozent). Bereits im Dezember war diese Editionsform die, die am stärksten rückläufig gewesen ist (minus 8,3 Prozent). Der Umsatz mit Taschenbüchern sank im Januar um 3,2 Prozent (Dezember minus 0,1 Prozent). Anders als im Vormonat verzeichnete aber nun auch Hardcover einen Rückgang von 3,1 Prozent (Dezember: plus 0,2 Prozent).
 
Im Januar konnte nur eine einzige Warengruppe Zuwächse verzeichnen. Nachdem Geisteswissenschaften, Kunst, Musik schon im Dezember (plus 2,5 Prozent) die sechsmonatige Talfahrt beendet hatte, steht hier nun wiederum ein positives Ergebnis von 0,7 Prozent.
 
Alle anderen Warengruppen verloren im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat: Kinder- und Jugendbuch minus 5,4 Prozent (Dezember: plus 5,4 Prozent), Belletristik minus 2,7 Prozent (plus 0,2 Prozent), Ratgeber minus 2,2 Prozent (plus 0,2 Prozent), Sozialwissenschaft, Recht, Wirtschaft minus 2,1 Prozent (plus 2,0 Prozent), Reise minus 1,2 Prozent (plus 7 Prozent). Das Sachbuch schloss mit minus 8,5 Prozent an den Dezember-Rückgang an (minus 11,7 Prozent), ebenso Naturwissenschaften, Medizin, Informatik, Technik mit minus 4,2 Prozent (minus 4 Prozent).

Jana Lippmann
Referentin für Marktforschung


 

Zusammensetzung der Vertriebswege des Buchhandels

Der Buchmarkt in Deutschland setzt sich aus unterschiedlichen Vertriebswegen zusammen (Marktanteile beziehen sich auf das Jahr 2010). Das "Handelspanel Buch" deckt bisher ausschließlich die rot schraffierten Vertriebswege ab: Sortimentsbuchhandel, Warenhäuser und E-Commerce.


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Der Branchen-Monitor BUCH basiert auf den von media control GfK International im "Handelspanel Buch" erhobenen Daten. Die statistische Grundlage des Panels bilden 1.400 Points of Sale. Basis sind alle Abverkäufe der an der Stichprobe teilnehmenden Händler, welche über die Kassensysteme erfasst werden und eindeutig identifizierbar sind. (Erhebungszeitraum: jeweils der erste bis letzte Verkaufstag eines Monats.)


 

Börsenverein des Deutschen Buchhandels

 

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Titelproduktion

Weiterhin leicht fallend ist die Titelproduktion der Verlage. Nach Spitzenwerten in den Jahren 2007 und 2010 mit über 86.000 und 84.000 Titeln, wurden 2012 79.860 Titel in Erstauflage auf den deutschen Markt gebracht. 14.838 davon waren belletristische Titel (18,6 Prozent), 7.857 Titel aus der Sachgruppe Kinder- und Jugendliteratur (9,8 Prozent).

Übersetzungen und Lizenzen

Leicht steigend sind die Übersetzungszahlen: 2012 wurden 10.862 Titel übersetzt, 2011 waren es 10.716. Den größten Anteil an Übersetzungen umfasst mit 39,3 Prozent die Belletristik (4.265 Titel), gefolgt von der Kinder- und Jugendliteratur mit 17,5 Prozent (1.905 Titeln) und der Sachgruppe Comics, Cartoons, Karikaturen mit 10,8 Prozent (1.170 Titeln).

Deutlich zurückgegangen sind die Zahlen beim Lizenzverkauf. Wurden 2011 noch 8.000 Lizenzen verkauft, so waren es im vergangenen Jahr 6.855 Lizenzen. Wichtigste Sachgruppen für den Lizenzverkauf blieben das Kinderbuch (15,6 Prozent), Ratgeber/Lebenshilfe (10,1 Prozent) und das Bilderbuch (9,5 Prozent). Stark war der Rückgang in der Sachgruppe Freizeit. Lag der Anteil 2011 noch bei 10 Prozent (798 Titel), so ging er 2012 zurück auf 3,9 Prozent (269 Titel). Anders die Entwicklung bei den Fachbüchern: Bis auf die Sachgruppen Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften, Mathematik wurden in allen anderen Sachgruppen aus dem Fachbuchsegment mehr Lizenzen als im Vorjahr verkauft.

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