C2: Working Mums der Buchbranche

Frauke Ehlers und Saskia Heinen

Inhalt:

Zunächst berichteten die anwesenden Mütter von ihren Erfahrungen als Mutter, vor allem wie dies von der Umwelt wahrgenommen wird, wenn man sich als Mutter „outet“. Die Erfahrungen waren unterschiedlich, teils positiv, teils hat aber auch bereits die Ankündigung, irgendwann Mutter werden zu wollen, dazu geführt „auf dem Abstellgleis zu landen“. Es herrschte Einvernehmen darüber, dass es hilft, wenn man mit dem Thema „Kind“ offensiv umgeht, dennoch spielen immer noch Ängste eine Rolle, wie das Gegenüber die Nachricht/Mitteilung aufnimmt. Angst, nicht mehr als professionell wahrgenommen zu werden. Festgestellt wurde, dass es positiv ist, wenn der oder die Vorgesetzte selber Kinder hat, um die er/sie sich auch aktiv kümmert.

Diskutiert wurde, ob es angezeigt ist, im Lebenslauf anzugeben, dass man Kinder hat. Die Erfahrungen zeigen, dass in diesem Fall eine Einladung zum Vorstellungsgespräch nicht erfolgt, so dass es ratsam erscheint, das Thema „Kind“ erst im Vorstellungsgespräch zu erwähnen.

Leitfragen / Ergebnisse / Erkenntnisse / Vorschläge:

Vor Vorstellungsgespräch da Kind nicht erwähnen, um zu verhindern, dass ein Vorurteil entsteht und man nicht zum Gespräch eingeladen wird.

Die Teilnehmerinnen stellten fest, dass es hilft, sich im Vorfeld „unersetzbar“ zu machen und  - bevor die Elternzeit beginnt – offensiv einen Plan vorzulegen, wie man sich als Mutter den Wiedereinstieg vorstellt.

Bemängelt wurde, dass es fehlende Vorbilder in Führungspositionen in der Buchbranche gibt, auch die Solidarität unter den Frauen, die keine Mütter sind, fehlt leider bzw. ist ausbaufähig.

Einhellig wird festgestellt, dass sich in den Köpfen noch einiges ändern muss, z.B. müsste man in Unternehmen, in denen das möglich ist (z.B. im Verlag), weg von der Anwesenheitspflicht und es müsste deutlicher kommuniziert werden, dass oftmals sogar Mütter effizienter arbeiten, gerade weil sie zu einer bestimmten Zeit gehen müssen

Maßnahmen könnten sein:

  • Serie im Börsenblatt über Mütter in Führungspositionen
  • eigene Werbekampagne
  • Podiumsdiskussion auf den Buchtagen zum Thema, dass effizientes Arbeiten auch in Teilzeit und Home office möglich
  • Mütternetzwerk im Rahmen des Netzwerkes der Bücherfrauen

Interview