D1: Ein Siegel für die Buchbranche – Familienfreundlichkeit und Modelle

Frauke Ehlers und Susanne Martin (Bücherfrauen)

Inhalt:

Ausgangspunkt:

Die Idee beruht auf der MehrWert-Studie von 2010 (Arbeiten in der Buchbranche heute).

2012: Jahresthema der Bücherfrauen – Arbeitsmodelle in der Zukunft

Jahrestagung Herbst 2011: Diskussion – wie können Unternehmen dazu gebracht werden, Familienfreundlichkeit zu integrieren? Wie kann das Thema bekannter werden?

Vorschlag: Siegel entwerfen.

Hintergrund:

z.B. Für Buchhändler (kleine Unternehmen) als Arbeitgeber ist dies ein wichtiges Thema, um attraktiv für Nachwuchs zu sein. Möglichkeit bei Susanne Martin (Buchhändlerin): komplett flexible Arbeitszeiten. Verlage haben diese Probleme weniger, weil es keine fixen Ladenzeiten gibt.

Diskussionszusammenfassung:

Klaus Roessler: Einwand als Dienstleister. Führung in Teilzeit für Ansprechpartner in Unternehmen ist unmöglich, weil es keine Meetings mehr gibt. Seine Erfahrung: Projekte stagnieren, und es führt zu gesteigerten internen Kosten (Längere Laufzeit von Projekten, mehr Reibungsverluste).

Eine Buchhändlerin, Leitung von 12 Mitarbeitern in Köln: Vorbild sollten die Niederlande sein. Tatsache ist, dass es in der Branche ein Mitarbeiterproblem geben wird, deshalb muss es möglich sein, attraktive Teilzeitangebote zu machen. Besprechungskultur in Buchhandlungen ist sowieso außerhalb der Ladenzeiten.

Beispiel  Kernarbeitszeiten, damit Meetings nicht ausufern. Auch hier Hinweis, dass ggfs. Von außen Koordination leichter, weil das auch bei Telefonaten kommuniziert werden kann und besser für Externe verständlich ist (statt mehrfach vergeblich zu versuchen anzurufen und Gegenüber ist dauernd in Terminen).

Buchhandlung: Wie kann es gerecht geregelt werden? D.h., Mütter arbeiten immer vormittags, kinderlose Kollegen müssen die intensiveren Nachmittagsstunden übernehmen und eigentlich auch Lesungen.
 

Leitfragen / Ergebnisse / Erkenntnisse / Vorschläge:

  • Familienfreundlichkeit
  • Arbeitszeiten
  • Überstunden
  • Nicht nur Thema Kinder betroffen, sondern auch Pflege oder andere familiären Probleme?
  • Appell an Weiterverbreitung dieses Themas der Bücherfrauen, damit Rückläufe kommen.
  • Anregung aus dem Börsenverein: warum eigenes Siegel? Sollte man nicht lieber die vorhandenen nehmen, unterstützen und propagieren?

Präsentation

Interview