Mai 2012

Branchen Monitor Buch







Ausgabe Mai 2012



Vertriebswege Sortiment *, Warenhaus *, E-Commerce (gesamt)
Umsatzveränderung April 2012 gegenüber April 2011: -4,4 %
Umsatzveränderung 2012 gegenüber Vorjahr: -2,1  %

(* nur Barumsätze)


1. Editionsformen - Umsatzveränderung April 2012 gegenüber Vorjahresmonat

Editionsformen - Umsatzveränderung          gegenüber Vorjahresmonat

2. Warengruppen - Umsatzveränderung April 2012 gegenüber Vorjahresmonat

Warengruppen - Umsatzveränderung gegenüber          Vorjahresmonat

Vertriebsweg Sortiment
Veränderung Barumsatz April 2012 gegenüber April 2011: -7,8 %
Veränderung Barumsatz 2012 gegenüber Vorjahr: -5,0 %



Kurzkommentar zur Situation im Buchmarkt

Ein April ohne Ostergeschäft
Die positive Entwicklung vom März hat im April bereits wieder einen Dämpfer erfahren. Nach plus 2,6 Prozent im Vormonat schlossen die Vertriebswege Sortiment, Warenhaus und E-Commerce den April mit einem Minus von 4,4 Prozent ab. Grund dafür waren auch kalendarische Unterschiede: Der April 2012 musste mit einem Verkaufstag weniger auskommen. Außerdem konnte der Buchhandel im diesjährigen April weniger vom Ostergeschäft profitieren, das zwei Wochen früher begangen wurde. Kumuliert vergrößert sich das Minus nun wieder von 1,2 Prozent bis März auf 2,1 Prozent bis Ende April.
 
Auch das stationäre Sortiment musste im Vergleich zum Vorjahresmonat ein deutliches Minus hinnehmen. Hier schlugen nun minus 7,8 Prozent zu Buche, während im März noch ein Plus von 0,5 Prozent gestanden hatte. Dafür konnte das Rechnungsgeschäft sein März-Minus von 11,7 Prozent auf 7,7 Prozent verkleinern.
 
Den insgesamt größten Verlust mussten mit minus 8,2 Prozent die Taschenbücher hinnehmen, aber auch bei Hardcover und Hörbuch standen negative Vorzeichen (minus 3,0 Prozent und minus 2,9 Prozent).
 
Ebenso wiesen fast alle Warengruppen ein mehr oder weniger deutliches Minus auf. Nur Sozialwissenschaft, Recht, Wirtschaft lag - zum ersten Mal in diesem Jahr - mit 2,3 Prozent im Plus. Gegensätzlich entwickelten sich drei der Segmente. Hier wurde das März-Plus im April nun durch ein Minuszeichen ersetzt: Belletristik minus 6,8 Prozent (März: plus 2,2 Prozent), Kinder- und Jugendbuch minus 5,8 Prozent (plus 15 Prozent), Reise minus 2,6 Prozent (plus 7,6 Prozent). Sachbuch vergrößerte das negative Vorzeichen von minus 0,3 Prozent im März auf minus 4,0 Prozent im April.
 
Allen übrigen Warengruppen gelang es, ihr Minus gegenüber dem März etwas zu verkleinern: Ratgeber auf minus 2,1 Prozent (März: minus 3,2 Prozent), Geisteswissenschaften, Kunst, Musik auf minus 1,5 Prozent (minus 2,2 Prozent), Naturwissenschaften, Medizin, Informatik, Technik auf minus 0,5 Prozent (minus 7,6 Prozent).
 
Jana Lippmann
Referentin für Marktforschung


 

Zusammensetzung der Vertriebswege des Buchhandels

Der Buchmarkt in Deutschland setzt sich aus unterschiedlichen Vertriebswegen zusammen (Marktanteile beziehen sich auf das Jahr 2010). Das "Handelspanel Buch" deckt bisher ausschließlich die rot schraffierten Vertriebswege ab: Sortimentsbuchhandel, Warenhäuser und E-Commerce.


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Der Branchen-Monitor BUCH basiert auf den von media control GfK International im "Handelspanel Buch" erhobenen Daten. Die statistische Grundlage des Panels bilden 1.400 Points of Sale. Basis sind alle Abverkäufe der an der Stichprobe teilnehmenden Händler, welche über die Kassensysteme erfasst werden und eindeutig identifizierbar sind. (Erhebungszeitraum: jeweils der erste bis letzte Verkaufstag eines Monats.)


 

Börsenverein des Deutschen Buchhandels

 

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Titelproduktion

Weiterhin leicht fallend ist die Titelproduktion der Verlage. Nach Spitzenwerten in den Jahren 2007 und 2010 mit über 86.000 und 84.000 Titeln, wurden 2012 79.860 Titel in Erstauflage auf den deutschen Markt gebracht. 14.838 davon waren belletristische Titel (18,6 Prozent), 7.857 Titel aus der Sachgruppe Kinder- und Jugendliteratur (9,8 Prozent).

Übersetzungen und Lizenzen

Leicht steigend sind die Übersetzungszahlen: 2012 wurden 10.862 Titel übersetzt, 2011 waren es 10.716. Den größten Anteil an Übersetzungen umfasst mit 39,3 Prozent die Belletristik (4.265 Titel), gefolgt von der Kinder- und Jugendliteratur mit 17,5 Prozent (1.905 Titeln) und der Sachgruppe Comics, Cartoons, Karikaturen mit 10,8 Prozent (1.170 Titeln).

Deutlich zurückgegangen sind die Zahlen beim Lizenzverkauf. Wurden 2011 noch 8.000 Lizenzen verkauft, so waren es im vergangenen Jahr 6.855 Lizenzen. Wichtigste Sachgruppen für den Lizenzverkauf blieben das Kinderbuch (15,6 Prozent), Ratgeber/Lebenshilfe (10,1 Prozent) und das Bilderbuch (9,5 Prozent). Stark war der Rückgang in der Sachgruppe Freizeit. Lag der Anteil 2011 noch bei 10 Prozent (798 Titel), so ging er 2012 zurück auf 3,9 Prozent (269 Titel). Anders die Entwicklung bei den Fachbüchern: Bis auf die Sachgruppen Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften, Mathematik wurden in allen anderen Sachgruppen aus dem Fachbuchsegment mehr Lizenzen als im Vorjahr verkauft.

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