Juni 2012

Branchen Monitor Buch







Ausgabe Juni 2012



Vertriebswege Sortiment *, Warenhaus *, E-Commerce (gesamt)
Umsatzveränderung Mai 2012 gegenüber Mai 2011: -6,1 %
Umsatzveränderung 2012 gegenüber Vorjahr: -2,9  %

(* nur Barumsätze)


1. Editionsformen - Umsatzveränderung Mai 2012 gegenüber Vorjahresmonat

Editionsformen - Umsatzveränderung          gegenüber Vorjahresmonat

2. Warengruppen - Umsatzveränderung Mai 2012 gegenüber Vorjahresmonat

Warengruppen - Umsatzveränderung gegenüber          Vorjahresmonat

Vertriebsweg Sortiment
Veränderung Barumsatz Mai 2012 gegenüber Mai 2011: -8,1 %
Veränderung Barumsatz 2012 gegenüber Vorjahr: -5,6 %



Kurzkommentar zur Situation im Buchmarkt

Weniger Verkaufstage führen den Buchhandel ins Mai-Minus
Die Mai-Umsätze bewegen sich in den Vertriebswegen Sortimentsbuchhandel, E-Commerce und Warenhäuser mit minus 6,1 Prozent deutlich unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Versöhnlich können hier lediglich noch kalendarische Unterschiede stimmen: Der Mai 2012 musste mit zwei Verkaufstagen weniger auskommen als in 2011. Im Gesamtjahr ergibt sich für die drei Vertriebswege damit ein kumuliertes Umsatzminus von 2,9 Prozent.
 
Im Sortimentsbuchhandel ist das Minus mit 8,1 Prozent im Mai noch stärker ausgeprägt. Hier hatte den Sortimentern bereits im April -durch das in diesem Jahr frühere Ostergeschäft- ein Minus von 7,8 Prozent zu schaffen gemacht. Das Rechnungsgeschäft konnte diese negative Entwicklung erneut nicht relativieren: Hier stand wie bereits seit Jahresbeginn ein negatives Vorzeichen, dieses Mal von 11,9 Prozent.
 
Den insgesamt größten Verlust mussten mit minus 7,2 Prozent erneut die Taschenbücher hinnehmen. Sie konnten ihr Minus gegenüber dem April (minus 8,2 Prozent) jedoch etwas verkleinern. Dafür vergrößerten sich die negativen Vorzeichen für Hardcover von minus 3,0 im April auf nun minus 5,7 Prozent, bei Hörbüchern sogar von minus 2,9 auf minus 6,3 Prozent.
 
Während im April immerhin noch bei Sozialwissenschaft, Recht, Wirtschaft ein positives Vorzeichen gestanden hatte, traf die negative Entwicklung im Mai nun alle Warengruppen. Dabei konnte ein Teil sein Minus gegenüber dem Vormonat lediglich verkleinern: Belletristik reduzierte den Rückgang auf minus 5,9 Prozent (April minus 6,8 Prozent), Kinder- und Jugendbuch auf minus 4,1 Prozent (minus 5,8 Prozent) und Sachbuch auf minus 2,7 Prozent (minus 4,0 Prozent). Das Reisesegment hielt seine kleinere Umsatzdelle bei minus 2,6 Prozent konstant.
 
Teilweise deutlich fielen die übrigen Warengruppen noch hinter das April-Ergebnis zurück. Hier traf es vor allem die Wissenschaften. Die stärksten Verluste mussten dabei Sozialwissenschaft, Recht, Wirtschaft mit minus 14,9 Prozent (plus 2,3 Prozent), Naturwissenschaften, Medizin, Informatik, Technik mit minus 12,1 Prozent (minus 0,5 Prozent) und Geisteswissenschaften, Kunst, Musik mit nun minus 11,2 Prozent (minus 1,5 Prozent) einstecken. Auch der Ratgebermarkt fiel mit minus 7,2 Prozent (minus 2,1 Prozent) noch hinter den Vormonat zurück.

Jana Lippmann
Referentin für Marktforschung


 

Zusammensetzung der Vertriebswege des Buchhandels

Der Buchmarkt in Deutschland setzt sich aus unterschiedlichen Vertriebswegen zusammen (Marktanteile beziehen sich auf das Jahr 2011). Das "Handelspanel Buch" deckt bisher ausschließlich die rot schraffierten Vertriebswege ab: Sortimentsbuchhandel, Warenhäuser und E-Commerce.


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Der Branchen-Monitor BUCH basiert auf den von media control GfK International im "Handelspanel Buch" erhobenen Daten. Die statistische Grundlage des Panels bilden 1.400 Points of Sale. Basis sind alle Abverkäufe der an der Stichprobe teilnehmenden Händler, welche über die Kassensysteme erfasst werden und eindeutig identifizierbar sind. (Erhebungszeitraum: jeweils der erste bis letzte Verkaufstag eines Monats.)


 

Börsenverein des Deutschen Buchhandels

 

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Titelproduktion

Weiterhin leicht fallend ist die Titelproduktion der Verlage. Nach Spitzenwerten in den Jahren 2007 und 2010 mit über 86.000 und 84.000 Titeln, wurden 2012 79.860 Titel in Erstauflage auf den deutschen Markt gebracht. 14.838 davon waren belletristische Titel (18,6 Prozent), 7.857 Titel aus der Sachgruppe Kinder- und Jugendliteratur (9,8 Prozent).

Übersetzungen und Lizenzen

Leicht steigend sind die Übersetzungszahlen: 2012 wurden 10.862 Titel übersetzt, 2011 waren es 10.716. Den größten Anteil an Übersetzungen umfasst mit 39,3 Prozent die Belletristik (4.265 Titel), gefolgt von der Kinder- und Jugendliteratur mit 17,5 Prozent (1.905 Titeln) und der Sachgruppe Comics, Cartoons, Karikaturen mit 10,8 Prozent (1.170 Titeln).

Deutlich zurückgegangen sind die Zahlen beim Lizenzverkauf. Wurden 2011 noch 8.000 Lizenzen verkauft, so waren es im vergangenen Jahr 6.855 Lizenzen. Wichtigste Sachgruppen für den Lizenzverkauf blieben das Kinderbuch (15,6 Prozent), Ratgeber/Lebenshilfe (10,1 Prozent) und das Bilderbuch (9,5 Prozent). Stark war der Rückgang in der Sachgruppe Freizeit. Lag der Anteil 2011 noch bei 10 Prozent (798 Titel), so ging er 2012 zurück auf 3,9 Prozent (269 Titel). Anders die Entwicklung bei den Fachbüchern: Bis auf die Sachgruppen Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften, Mathematik wurden in allen anderen Sachgruppen aus dem Fachbuchsegment mehr Lizenzen als im Vorjahr verkauft.

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