Cyberspace – Der Avatar als Bibliothekar

Burkhard Tomm-Bub

Interview

Inhalt

Burkhard Tomm-Bub (bzw. sein Avatar BukTom Bloch) betreibt in der virtuellen Welt von Second Life die erste deutschsprachige Bibliothek namens Pegasus. Auf der von ihm erstandenen 265 x 265 Meter großen Insel (für die auch Grundsteuer fällig werden) nimmt das Bibliotheksgebäude den größten Teil ein. Dem Besucher bietet Burkhard gemeinfreie Werke, die er zumeist von gutenberg.de in die Onlinewelt einpflegt. Für die Karl-May-Abteilung hat er ein Indianerzelt gebaut. Regelmäßig finden in den Bibliotheksräumen auch Kunstausstellungen statt. Auch ein amerikanischer Professor hat schon einen Vortrag in den Bibliotheksräumen gehalten. Das von ihm entwickelte Bücherregal ist im SL Marketplace für 0 Lindendollar erhältlich und erfreut sich großer Beliebtheit. Die meistgelesenen Bücher in Second Life sind: die Bibel, Faust 1, Sinn und Unsinn von Second Life und der Koran.

Leitfragen / Ergebnisse / Erkenntnisse / Vorschläge

Burkhard hebt hervor, dass auch Menschen mit Behinderung so in den Genuss kommen können, durch eine Bibliothek zu gehen. Second Life sei kein Spiel, vielmehr könne man in Second Life Spiele, wie etwa Mensch ärgere dich nicht, spielen.

Burkhard beschreibt zum Schluss die Wechselwirkung von Second Life und dem „Flachnetz“ - z.B. durch Rezensionen und Vorankündigungen in Blogs.

Von den Sessionteilnehmern wird nach technischen Aspekten gefragt (wie werden die Bücher eingepflegt und dargestellt) und wie sich kontrollieren lässt, ob die Bücher in der Bibliothek auch gelesen werden (nein, aber er vermutet, dass sie gelesen werden).

Fotos & Links