Mai 2013

Branchen Monitor Buch







Ausgabe Mai 2013



Vertriebswege Sortiment *, Warenhaus *, E-Commerce (gesamt)
Umsatzveränderung April 2013 gegenüber April 2012: -5,4 %
Umsatzveränderung 2013 gegenüber Vorjahr: +2,6 %

(* nur Barumsätze)


1. Editionsformen - Umsatzveränderung April 2013 gegenüber Vorjahresmonat

Editionsformen - Umsatzveränderung          gegenüber Vorjahresmonat

2. Warengruppen - Umsatzveränderung April 2013 gegenüber Vorjahresmonat

Warengruppen - Umsatzveränderung gegenüber          Vorjahresmonat

Vertriebsweg Sortiment
Veränderung Barumsatz April 2013 gegenüber April 2012: -7,2%
Veränderung Barumsatz 2013 gegenüber Vorjahr: +1,7%



Kurzkommentar zur Situation im Buchmark

Trotz des April-Dämpfers: Gesamt-Buchjahr weiter im Plus

Unterm Strich bleibt ein Plus: Hat das frühe Osterfest dazu beigetragen, die Umsatzkurve im März nach oben zu drücken, so schicken auch fehlende Festtage die Kurve im April wieder nach unten, obwohl dem April in diesem Jahr zwei Verkaufstage mehr zur Verfügung standen. Nach plus 11,9 Prozent im Vormonat schlossen die Vertriebswege Sortiment, Warenhaus und E-Commerce den April mit einem Minus von 5,4 Prozent ab. Das Gesamtjahr bleibt positiv: Nach den ersten vier Monaten liegt das Plus in den drei Vertriebswegen insgesamt bei 2,6 Prozent über dem Vorjahresumsatz.

Der Blick allein auf den Sortimentsbuchhandel zeigt ein ähnliches Bild. Hier schlug im April im Barumsatz ein Minus von 7,2 Prozent zu Buche. Insgesamt bleibt jedoch auch das stationäre Geschäft in der bisherigen Jahresbilanz im positiven Bereich: Das erste Jahresdrittel wurde hier mit einem Plus von 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum beschlossen. Das Rechnungsgeschäft des Sortimentsbuchhandels erzielte im April ein Plus von 14,5 Prozent.

Den größten Rückgang musste im vierten Monat des Jahres mit minus 14,8 Prozent die Editionsform Hörbuch hinnehmen, aber auch vor Taschenbuch und Hardcover standen negative Vorzeichen (minus 5,9 Prozent und minus 4,7 Prozent).

Insgesamt wies die Hälfte aller Warengruppen ein mehr oder weniger deutliches Minus auf. Den größten Rückgang hatte das Kinder- und Jugendbuch mit minus 22,9 Prozent zu verkraften. Auch die Belletristik verlor gegenüber dem Vorjahres-April 6,9 Prozent an Umsatz. Außerdem mussten zwei weitere Warengruppen - wenn auch kleinere - Einbußen hinnehmen: Das Sachbuch verzeichnete minus 1,0 Prozent, Reisebücher minus 0,2 Prozent.

Allen übrigen Warengruppen gelang im April ein positives Ergebnis: Dies betraf neben Ratgebern mit plus 5,6 Prozent auch die drei Wissenschaften: Sozialwissenschaft, Recht, Wirtschaft schloss mit plus 7,9 Prozent, Geisteswissenschaften, Kunst, Musik mit plus 7,3 Prozent und Naturwissenschaften, Medizin, Informatik, Technik mit plus 2,2 Prozent.

Jana Lippmann
Referentin für Marktforschung


 

Zusammensetzung der Vertriebswege des Buchhandels

Der Buchmarkt in Deutschland setzt sich aus unterschiedlichen Vertriebswegen zusammen (Marktanteile beziehen sich auf das Jahr 2011). Das "Handelspanel Buch" deckt bisher ausschließlich die rot schraffierten Vertriebswege ab: Sortimentsbuchhandel, Warenhäuser und E-Commerce.


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 Der Branchenmonitor BUCH basiert auf den von media control GfK International im "Handelspanel Buch" erhobenen Daten. Die statistische Grundlage des Panels bilden über 1.700 Points of Sale in den Vertriebswegen Sortimentsbuchhandel, E-Commerce und Kauf/Warenhaus. Für den Hörbuchmarkt werden zusätzlich 1.550 Points of Sale in den Nebenmärkten berücksichtigt. Basis sind alle Abverkäufe der an der Stichprobe teilnehmenden Händler, welche über die Kassensysteme erfasst werden und eindeutig identifizierbar sind. (Erhebungszeitraum: jeweils der erste bis letzte Tag eines Monats)

 

Börsenverein des Deutschen Buchhandels

 

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Titelproduktion

Weiterhin leicht fallend ist die Titelproduktion der Verlage. Nach Spitzenwerten in den Jahren 2007 und 2010 mit über 86.000 und 84.000 Titeln, wurden 2012 79.860 Titel in Erstauflage auf den deutschen Markt gebracht. 14.838 davon waren belletristische Titel (18,6 Prozent), 7.857 Titel aus der Sachgruppe Kinder- und Jugendliteratur (9,8 Prozent).

Übersetzungen und Lizenzen

Leicht steigend sind die Übersetzungszahlen: 2012 wurden 10.862 Titel übersetzt, 2011 waren es 10.716. Den größten Anteil an Übersetzungen umfasst mit 39,3 Prozent die Belletristik (4.265 Titel), gefolgt von der Kinder- und Jugendliteratur mit 17,5 Prozent (1.905 Titeln) und der Sachgruppe Comics, Cartoons, Karikaturen mit 10,8 Prozent (1.170 Titeln).

Deutlich zurückgegangen sind die Zahlen beim Lizenzverkauf. Wurden 2011 noch 8.000 Lizenzen verkauft, so waren es im vergangenen Jahr 6.855 Lizenzen. Wichtigste Sachgruppen für den Lizenzverkauf blieben das Kinderbuch (15,6 Prozent), Ratgeber/Lebenshilfe (10,1 Prozent) und das Bilderbuch (9,5 Prozent). Stark war der Rückgang in der Sachgruppe Freizeit. Lag der Anteil 2011 noch bei 10 Prozent (798 Titel), so ging er 2012 zurück auf 3,9 Prozent (269 Titel). Anders die Entwicklung bei den Fachbüchern: Bis auf die Sachgruppen Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften, Mathematik wurden in allen anderen Sachgruppen aus dem Fachbuchsegment mehr Lizenzen als im Vorjahr verkauft.

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