Börsenverein - Region Norddeutschland e. V.
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ist weltweit der einzige Wirtschaftsverband, der alle drei Handelsstufen – Hersteller, Zwischenhandel, Einzelhandel - unter einem Dach vereinigt. Im norddeutschen Regionalverband haben sich 455 Firmen zusammengeschlossen.
Der Name „Börsenverein“ hat nichts mit Aktien zu tun. Er stammt aus der Zeit der Kleinstaaterei. Bei Gründung des Vereins 1825 gab es so viele Währungen wie Kleinstaaten auf deutschem Boden.
Wie kam ein Hamburger Verleger damals zu seinem Geld, wenn er einem Münchner Buchhändler Bücher geliefert hatte? Der hatte sie zwar verkauft, war auch zahlungswillig – nur konnte der Verleger nichts mit dem Geld anfangen, das der Münchner eingenommen hatte. Was tun?
Man brauchte so etwas wie einen Devisenmarkt. Deshalb trafen sich alle Verleger und Buchhändler einmal jährlich in Leipzig, um ihre Währungen zu tauschen.
Dort konnte der Münchner Buchhändler, der an Hamburg zu zahlen hatte, einen Hamburger Buchhändler finden, der einen Münchner Verleger zu bezahlen hatte. Beide tauschten ihre Währungen, und so konnte der Münchner seinen Verleger in hamburgischer Währung und der Hamburger seinen Münchner Verleger in dessen Währung bezahlen.
Das war die Börse, eine Art kleinstaatlicher Devisenmarkt des ersten deutschen
Wirtschaftsverbandes, und daher kommt der Name des Vereins.


