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Auslands- und Lizenzgeschäft

Wirkt sich die weltweite Wirtschaftskrise auch auf den Außenhandel mit Büchern und Zeitschriften aus? Um diese Frage zu beantworten, ist es noch zu früh – denn bislang liegt die Außenhandelsstatistik des Statistischen Bundesamtes für Printprodukte nur bis zum Jahr 2007 vor.

Ausfuhr von Gegenständen des Buchhandels

Allerdings macht sich, nach dem wachstumsstarken Jahr 2006, schon hier eine leichte Abschwächung bei der Ausfuhr bemerkbar: 2007 wurden Waren im Wert von 2,359 Milliarden Euro ins Ausland exportiert – 2006 waren es 2,375 Milliarden gewesen. Bücher sind mit einem Anteil von 1,407 Milliarden Euro mit Abstand der „Exportschlager“ unter den Druckerzeugnissen, gefolgt von Zeitschriften, Zeitungen und kartografischen Erzeugnissen. Vor allem die Bilderbücher und die kartografischen Produkte konnten ihr Volumen ausbauen, die Zeitungen mussten gegenüber 2006 leichte Einbußen hinnehmen.

Einfuhr von Gegenständen des Buchhandels

Bei der Einfuhr ging es klar aufwärts, die von 2006 auf 2007 ein Plus von 8,5 Prozent verzeichnen kann. Dennoch fallen die Importzahlen bei Gegenständen des Buchhandels nicht einmal halb so hoch aus wie die Exportwerte. Umsatzträger sind vor allem Bücher, auf etwas mehr als halber Höhe gefolgt von Zeitschriften – ein ähnliches Größenverhältnis wie bei der Ausfuhr. Noten, Zeitungen und kartografische Produkte spielen beim Import dagegen eine deutlich geringere Rolle als beim Export.

Auf Platz 1 der Handelspartner stehen unangefochten die europäischen Länder mit aufsteigender Tendenz (plus 60 Millionen Euro, auf Platz 2 steht seit 2006 Asien (nicht mehr Amerika). Damit hat Asien sein Einfuhr Volumen nach Deutschland nahezu verdoppelt (plus 30 Millionen Euro). Amerika dagegen büßte weitere Marktanteile ein (minus vier Millionen Euro), bei Büchern wie bei Zeitschriften und Zeitungen.

Lizenzgeschäft

Zehn Jahre florierte das Lizenzgeschäft, die Zahl der Abschlüsse ging kontinuierlich, zum Teil sogar sprunghaft nach oben. Im vergangenen Jahr gab bedingt durch die weltweite Finanzkrise Einbußen von 17,5 Prozent. 2008 konnten die deutschen Verlage nur 7.605 Lizenzen verkaufen, 2007 waren es noch 9.225 Lizenzen gewesen, 2006 rund 8.830.

Ein Blick auf die Lizenzvergabe nach Sprachen und Sachgruppen zeigt, dass Ratgeber das Geschäft dominieren: Mit 1.103 Verträgen stellen sie inzwischen einen Abteil von 14,5 Prozent am Rechtehandel dar. Übertroffen wird dies nur noch von Kinderbuch, das einen Anteil von 25 Prozent im Rechteverkauf verzeichnen kann: 1.897 Bilder- Kinder- und Jugendbücher (Vorjahr: 1.983) fanden im vergangenen Jahr Lizenzpartner im Ausland. In der Literatur hingegen sinkt die Anzahl der Verträge: Waren es 2006 noch 772 Vereinbarungen, sanken diese 2007 auf 749 und 2008 auf 464 Verträge.

Wichtigster Markt ist und bleibt Europa: hier wurden 73 Prozent aller Verträge unterzeichnet. Gleichzeitig gibt es gibt es hier auch den größten Einbruch – 2008 sind fast 1.500 Deals weniger zustande gekommen als im Vorjahr. Interessierter zeigten sich dagegen, obwohl ebenfalls krisengebeutelt, Asien und einige osteuropäische Länder: Die Polen investierten stärker in deutsche Inhalte (780 Lizenzen, 2007: 692), ebenso die Russen (452 Lizenzen, 2007: 423) und die Rumänen (146 Öizenzen, 2007: 104). Die wichtigsten Exportländer sind 2008 Polen, China und die tschechische Republik. Die steigenden Lizenzverkäufe nach China sind gerade vor dem Gastlandauftritt Chinas bei der Frankfurter Buchmesse 2009 ein erfreuliches Signal.




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