Auslands- und Lizenzgeschäft
- Umsatz- und Preisentwicklung
- Buch- und Titelproduktion
- Auslands- und Lizenzgeschäft
- Entwicklung der Verlage in Nordrhein-Westfalen 2010
- Entwicklung der Buchhandlungen in Nordrhein-Westfalen 2010
Die Weltwirtschaftskrise brachte den Stein ins Rollen: 2009 erlebte Deutschland bei den Ein- und Ausfuhren den stärksten Einrbuch seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs - mit einem Exportumsatz, der rund 21 Prozent unter Vorkriesenniveau lag. Doch der deutsche Außenhandel erholte sich schnell - schon 2010 zog das Im- und Exportgeschäft wieder kräftig an.
Im Buchhandel gab es keinen aprupten, krisenbedingten Einschnitt - dort ist eher eine schleichende Abwärtsbewegung zu beobachten. Die Detailauswertung von Destatis liegt erst bis 2009 vor.
Ausfuhr von Gegenständen des Buchhandels
Schon 2007 hatte sich bei den Exportzahlen nach einer Reihe von starken Jahren eine leichte Abkühlung abgezeichnet, die sich 2008 vortsetzte. 2009 geht die Kurve nun sowohl bei der Ein- wie bei der Ausfuhr weiter nach unten.
2009 sind Printprodukte im Wert von 2,04 Milliarden Euro exportiert worden (Vorjehr 2,3 Milliarden). Zum Vergleich: Der Spitzenwert der vergangenen Jahre wurde 2006 erreicht, mit 2,38 Milliarden Euro.
Einfuhr von Gegenständen des Buchhandels
Die Importzahlen liegen mit einem Betrag von 1,08 Milliarden Euro nur leicht unter dem Niveau von 2008 (1,1 Milliarden Euro).
Auf Platz 1 der Handelspartner stehen unangefochten die europäischen Länder mit 77,8 Prozent, auf Platz 2 steht seit 2006 Asien mit 13,9 Prozent, gefolgt von Amerika mit 8,1 Prozent und Afrika und Australien mit jeweils 0,1 Prozent.
Bücher sind mit einem Anteil von 56,6 Prozent nach wie vor der Exportschlager der Branche, auch wenn ihr Anteil an den gesamten Ausfuhren von 1,3 auf 1,16 Milliarden Euro gesunken ist. Die anderen Segmente wie Zeitungen, Zeitschriften, Bilderbücher und kartografische Erzeugnisse haben ebenfalls leichte Verluste zu verzeichnen.
Lizenzgeschäft
8.191 Lizenzen konnten die Rechtehändler der deutschen Verlage 2010 ins Ausland verkaufen - ein außerordentlich hoher Zuwachs von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diesen Erfolg muss man allerdings vor dem Hintergrund der jüngsten weltweiten Wirtschaftskrise sehen: Denn 2008 und 2009 (6.278 Rechte) waren die Lizenzverkäufe der deutschen Verlage durch die schwindende Nachfrage bei wichtigen internationalen Partnern deutlich abgesunken.
Ein Blick auf die Lizenzvergabe nach Sprachen und Sachgruppen zeigt, dass Kinder- und Jugendbücher das Geschäft dominieren: Mit 1.212 Verträgen stellen Bilderbücher einen Abteil von 14,8 Prozent am Rechtehandel dar. Knapp da hinter liegen das Kinderbuch, das einen Anteil von 11,0 Prozent im Rechteverkauf verzeichnen kann. Insgesamt fanden 2.372 Bilder-, Kinder- und Jugendbücher im vergangenen Jahr Lizenzpartner im Ausland. Ein weiteres wichtiges Segment im Bereich der Linzenzen sind die Ratgeber. Hier wurden 1.072 Rechte verkauft, was einen Anteil von 13,1 Prozent an den gesamten Vergaben ausmacht. Die literarischen Lizenzverkäufe stiegen im vergangenen Jahr an. 662 literarische Titel fanden Abnehmer im Ausland (2009: 347) und auch die Unterhaltung verkaufte sich etwas besser (347 Deals, 2009:312).
Wichtigster Markt ist und bleibt Europa: Hier wurden 73,2 Prozent aller Verträge unterzeichnet. Insgesamt wurden wieder mehr Lizenzen verkauft. Mit 8191 Deals liegt man wieder deutlich über dem Vorjahr (6.278).
Quelle: Buch und Buchhandel in Zahlen 2011
Buchhandel in Zahlen
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Preis: 39,50 Euro
ISBN 978-3-7657-3083-2


