Bücher sagen Willkommen

Bücher sagen Willkommen

Mit einer gemeinsamen Initiative wollen der Börsenverein, die Frankfurter Buchmesse und die LitCam Flüchtlinge bei der Integration unterstützen. In Lese- und Lernecken in der Nähe von Flüchtlingsunterkünften sollen Flüchtlinge schnell und einfach Zugang zu Lese- und Lernmaterial erhalten. Schirmherr ist der diesjährige Friedenspreisträger Navid Kermani.

Die Lese- und Lernecken sollen in Stadt- und Ortsteilen eingerichtet werden, in denen eine große Zahl an Flüchtlingen untergebracht ist. Sie sollen mit Büchern und Lernmaterialien ausgestattet werden, die auf die jeweiligen Bedürfnisse und Gegebenheiten abgestimmt sind. Vorgesehen sind sowohl Deutsch-Lehrbücher, Wörterbücher und Lexika als auch Romane und Sachbücher in entsprechenden Fremdsprachen. Ausgewählt werden die Materialien von erfahrenen Leseförderungsexperten. Den Start macht eine Lese- und Lernecke in einem Lernzentrum in Frankfurt am Main. Durch die Spendenaktion im Buchhandel sollen weitere Lese- und Lernecken im gesamten Bundesgebiet ermöglicht werden.
Die Spendenaktion im Buchhandel läuft vom 19. September bis zum Ende des Jahres.

Die Seite www.buecher-sagen-willkommen.de fasst die wichtigsten Fakten zur Aktion für die Öffentlichkeit zusammen.

Spendenaktion im Buchhandel – So funktioniert’s

Der Buchhandel übernimmt bei der Aktion für Flüchtlinge eine wichtige Funktion: Hier werden Spenden gesammelt, mit denen Bücher für die Lese- und Lernecken angeschafft werden. Wir unterstützen Sie mit Material, um Ihre Kunden auf die Aktion aufmerksam zu machen.

Im Börsenblatt vom 17. September finden Sie das Aktionsplakat „Bücher sagen Willkommen“ und einen Bogen mit Stickern, die vorrangig für das Bekleben Ihrer Spendenbox gedacht sind. Bei der Auswahl der Box wissen Sie selbst am besten, welche Beschaffenheit und Größe die richtigen sind; ebenso, ob der Kassen-/Thekenbereich oder eine andere, thematisch gestaltete Stelle im Laden sich als Standort eignen.

Ab dem 19. September läuft dann die Spendensammlung bei Ihren Endkunden. Damit die benötigten Bücher bald angeschafft werden können, bitten wir Sie, Ihre Erlöse erstmals nach drei bis vier Wochen an die mit der Spendenabwicklung betraute gemeinnützige LitCam zu überweisen (der Börsenverein selbst ist nicht berechtigt, Spenden entgegen zu nehmen):
LitCam gGmbH
Commerzbank AG
Kontonummer: 95963701, BLZ: 500 800 00
IBAN: DE80 5008 0000 0095 9637 01
BIC: DRESDEFFXXX
Verwendungszweck „Bücher sagen Wilkommen“

Sie erhalten von der LitCam eine Spendenbescheinigung. Bitte geben Sie dafür bei der Überweisung Ihre Adresse an oder schreiben uns an litcam@book-fair.com.

Der Ablauf nochmal in Stichworten:

  1. Ab sofort: Aktion planen, Spendenbox aussuchen und Standort überlegen
  2. Am 17. September dem Börsenblatt Plakat und Aufkleber entnehmen und Spendenbox bekleben
  3. Bei Bedarf weitere Werbemittel und Presseinfos herunterladen
  4. Ab dem 19. September Werbung für die Aktion machen und Spenden sammeln
  5. Spendenerlös regelmäßig, das erste Mal aber spätestens nach drei bis vier Wochen auf das Aktionskonto der LitCam überweisen.
  6. Spenden-Etappen (Spendensumme nach x Wochen/Monaten) zum Anlass für Presseinfo (Vorlage auf dieser Seite) nutzen

Fragen zur Buchhandels-Aktion beantwortet gerne Birgit Koch aus dem Sortimenter-Ausschuss: koch@boev.de, 069 1306-511

Werbe- und Pressematerial zum Download

Dieses Material bieten wir Ihnen zur Unterstützung an:

1001 Lebensgeschichten – Das Thema im Laden aufgreifen

Machen Sie parallel zur Spendenaktion Geschichten von Menschen auf der Flucht zum Thema. Organisieren sie Veranstaltungen und Lesungen von Flüchtlingen und für Flüchtlinge oder präsentieren eine besondere Buchauswahl zum Thema „1001 Lebensgeschichten – Fremd in der Fremde“ im Laden.

Zuhören und erleben können alle gemeinsam, Flüchtlinge und bereits Angekommene, Heimatlose und in der Region tief Verwurzelte. Denn Geschichten verbinden Menschen über Länder- und Kulturgrenzen hinweg. Sie ermöglichen einen Blick hinter die Fassade, eröffnen einen Erfahrungsraum und bringen abstrakte Schicksale näher. Sie öffnen einen Raum, in dem sich Menschen trotz Sprach- und Erfahrungsbarrieren begegnen und Gemeinsamkeiten entdecken können: die Faszination für Geschichten, Figuren und Phantasie, für Sprache, Kultur und Wissen. Die Sehnsucht nach Frieden und Sicherheit, nach Ankommen und Dazugehören; Heimat geben und Heimat finden, Gemeinschaft anbieten und annehmen – für all dies kann der Buchhandel eine Plattform bieten.

Wir haben hier Ideenstichworte für Sie als erste Impulse zusammengetragen:

  • Lesungen von und für Flüchtlinge(n)
  • Lesefeste
  • Ausländische Autoren stellen sich vor
  • Büchertische
  • Schaufenster
  • Bücherliste (Titelempfehlungen für Migranten)
  • Länderschaufenster der Kulturen
  • Flüchtlinge erzählen ihre persönliche Geschichte
  • Bücher in den Sprachen der Flüchtlinge anbieten (Literatur, Fachbücher, Sachbücher, Wörterbücher, Sprachführer und -kurse)
  • Leseclubs öffnen für ausländische Kinder (Leseförderung + Integration über Sprache)
  • Leseclubs in den sukzessive eingerichteten Lese- und Lernecken initiieren

Besuche von Flüchtlingen (Bücherkisten packen und zur Verfügung stellen) Sinnvoll und wichtig: Suchen Sie Kooperationspartner (z.B. Stadt/Gemeinde, weitere Einzelhändler, Kirchen, soziale Einrichtungen, Bibliotheken, Vereine etc.)

Last but not least: Sie tun Gutes – bitte erzählen Sie auch davon! Nutzen Sie Ihr Engagement als Kommunikationsanlass, um als Kulturvermittler und gesellschaftspolitischer Akteur vor Ort sichtbar zu werden. Das ist nicht nur PR in eigener Sache, sondern motiviert weitere Mitstreiter.

Sprechen Sie die Presse an!

Die lokalen Medien haben großes Interesse an engagierten sozialen Projekten aus der Umgebung. Informieren Sie die lokale Zeitung, Radio- und TV-Sender, dass Sie an der Aktion teilnehmen. Der Börsenverein begleitet die Aktion mit überregionaler Pressearbeit.

Sprechen Sie einige Tage vor Start der Spendenaktion lokale Tageszeitungen und Wochenblätter, Radiosender oder auch TV-Programme an. Rufen Sie in der Redaktion an und fragen Sie nach dem Ansprechpartner für Lokalthemen. Redakteure behalten Themen besser im Gedächtnis, wenn sie persönlich angesprochen wurden. Eine Pressemitteilung mit den Fakten schicken Sie per Mail hinterher. Falls Sie nach einigen Tagen noch nichts von der Redaktion gehört haben, rufen Sie noch einmal an: Fragen Sie freundlich und unaufdringlich nach, ob der Redakteur sich schon ein Bild machen konnte und Interesse besteht.