Zwitschernd zum Erfolg – Unternehmenskommunikation mit Twitter

Donnerstag 15.10.2009, 13:00–14:00 Uhr
Forum Zukunft, Halle 4.0, Stand D 1352

Neben dem Netzwerk Facebook ist Twitter derzeit der hellste Stern am Social-Web-Himmel. Die Nutzerzahlen explodieren auch in Deutschland, wenn auch noch lange nicht in solchem Maße wie in den USA. Auch die Buchbranche ist rege unterwegs: Autorinnen, Verlage, Bibliothekare und Buchhandlungen geben bereits ihre Tweets ab und bilden so ein eigenes Netzwerk im Netzwerk. Britta Heer (Marketing- und PR, Books on Demand), Joachim Leser (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Kein und Aber Verlag) und Matthias Bauer (Trust in Dialog) diskutieren mit Alexander Vieß (Börsenverein des Deutschen Buchhandels), welchen Nutzen Twitter für Unternehmen aus der Buchbranche bringt, was kluge Kommunikations-Strategien sein können und warum 140 Zeichen wenn nicht die Welt so doch ein Verweis auf sie bedeuten können.

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Britta Heer

Britta Heer leitet seit 2003 das Marketing von Books on Demand. Davor war sie als Seniorberaterin und Unitleiterin in PR-und Werbeagenturen für die Foodbranche und die digitale Wirtschaft beschäftigt.

Wie kann die Buchbranche Twitter für sich nutzen?
„Wir erleben derzeit eine dramatische Machtverschiebung: Traditionelle Medien verlieren rapide an Boden, gänzlich neue Kommunikationsformen setzen sich durch. Konsumenten, nicht Konzerne setzen hier die Trends ­– wie Twitter. Besonders die Buchbranche muss wissen: Wer diesen Microblogging-Dienst einsetzt und mit einer stringenten Social-Media-Strategie verbindet, kann neue Zielgruppen erschließen und Wettbewerbsvorteile sichern.“

Joachim Leser

Joachim Leser studierte Germanistik und Philosophie, leitete von 1999 – 2003 die Pressestelle des Ammann Verlages. 2004 gründete er das Literaturportal „Blütenleser“. Seit 2005 ist er beim Verlag Kein & Aber für Pressearbeit und Internet zuständig.

Wie kann die Buchbranche Twitter für sich nutzen?
"Twitter erleichtert und beschleunigt den Informationsaustausch innerhalb der Branche. Die Verzweigungen bei Twitter erweitern den Horizont der Buchbranche. Als Marketinginstrument für die Kommunikation mit Endkunden ist Twitter für Verlage zum jetzigen Zeitpunkt nur bedingt geeignet."

Matthias Bauer

Matthias Bauer zählt sich zu den "Digital Natives" und bezeichnet sich selbst als Maven, also als Sammler und Verteiler von Informationen. Aus seiner mehr als zehnjährigen Erfahrung mit verschiedenen Formen der sozialen Interaktion im Internet hilft er kleinen und großen Firmen beim Lösen von Problemen. Mit Trust in Dialog in Hamburg berät er kleine und mittelständische Unternehmen bis hin zu großen Konzernen in den Bereichen Distanzhandel, eCommerce, Social Commerce sowie Communities. Seit September 2009 leitet er das Berliner Büro von Trust in Dialog. Außerdem ist er Mitgründer der Berliner Agentur Inactive Media, die Firmenkunden bei der Nichtnutzung des nächsten großen Dings berät.

Wie kann die Buchbranche Twitter für sich nutzen?
"Die Branche muss Social Media im Allgemeinen und im Speziellen als das sehen, was es ist, nämlich in erster Linie ein Kommunikationstool. Wenn es genutzt wird, um einseitig PR und Marketing in den Strom zu drücken, wird man seine Kunden nicht erreichen. Nur wer bereit ist, Konversationen zu führen, kann aus Twitter Nutzen ziehen. Ein erfolgreicher Kundendialog wird dann zwangsläufig auch die Mavens und Multiplikatoren erreichen, die für Marken und Firmen so wichtig sind."