Finanzierung
Die Unternehmensfinanzierung ist für alle Buchhandelsbetriebe ein zentrales und mitunter existenzielles Thema. Sei es, dass Kontokorrent- oder Dispositionskredite - z.B. im Weihnachts- oder Semestergeschäft - zumindest vorübergehend ausgeschöpft werden, mittelfristige Kredite für Betriebsmittel anfallen oder langfristige Verbindlichkeiten für Gebäude, technische Innovationen oder Umbauten in Anspruch genommen werden müssen. In jedem Fall will eine Kreditaufnahme wohl überlegt und professionell vorbereitet werden. Gibt es Alternativen zum traditionellen Bankkredit? Kommen öffentliche Fördermittel in Frage? Wie bereitet man sich auf ein Bankgespräch vor? Diese und viele andere Fragen werden in unseren Publikationen beantwortet.
- In den vergangenen Jahren wurden seitens des Gesetzgebers und der Bankenorganisationen z.T. deutlich veränderte Rahmenbedingungen installiert:
- § 18 des Kreditwesengesetzes (KWG) hält die Banken an, vor jeder Kreditvergabe Einsicht in die Verhältnisse des Kreditsuchenden zu nehmen.
- Die Mindestanforderungen an das Kreditgeschäft (MaK) fordern von den Kreditgebern einen sachlichen nachvollziehbaren Zusammenhang zwischen der Risikoklassifizierung des Kreditsuchenden und der Konditionengestaltung.
- Ebenfalls Einfluss auf die Konditionen, aber auch auf die allgemeine Verfügbarkeit von Krediten hat die Neue Basler Eigenkapitalvereinbarung, auch bekannt als Basel II. darin werden die internationalen Regeln für Banken zur Absicherung der Kredite mit Eigenkapital definiert. Die Höhe des von den Kreditinstituten vorzuhaltenden Eigenkapitals im Verhältnis zur Kreditsumme hat wesentlichen Einfluss auf die tatsächliche Zinshöhe des Darlehens.
Die veränderten Rahmenbedingungen zur Kreditvergabe sind von den Banken derzeit schon überwiegend eingeführt und umgesetzt. Mitgliedsunternehmen sollten daher das umfangreiche und kostenlose Informations- und Beratungsangebot des Sortimenter-Ausschusses nutzen, um Ihre Unternehmensfinanzierung möglichst optimal zu gestalten.

