Branchen Monitor Buch







Ausgabe Januar 2011

 

Vertriebswege Sortiment *, Warenhaus *, E-Commerce (gesamt)
Umsatzveränderung Dezember 2010 gegenüber Dezember 2009: -5,0 %

Umsatzveränderung 2010 gegenüber Vorjahr: +0,4 %
(* nur Barumsätze)


 


1. Editionsformen - Umsatzveränderung Dezember 2010 gegenüber Vorjahresmonat

Editionsformen - Umsatzveränderung          gegenüber Vorjahresmonat

2. Warengruppen - Umsatzveränderung Dezember 2010 gegenüber Vorjahresmonat

Warengruppen - Umsatzver?nderung gegen?ber          Vorjahresmonat
 

 


 


 

Vertriebsweg Sortiment
Veränderung Barumsatz Dezember 2010 gegenüber Dezember 2009: -7,3 %
Veränderung Barumsatz 2010 gegenüber Vorjahr: -2,8 %

 

Kurzkommentar zur Situation im Buchmarkt:

Einbußen im Weihnachtsgeschäft

Nach einem positiven Abschluss des Novembers mussten die Vertriebswege Sortiment, Warenhaus und E-Commerce im Dezember einem Umsatzrückgang von 5 Prozent hinnehmen. Für das Gesamtjahr resultiert aus dieser Entwicklung für die drei Vertriebswege ein leichtes Umsatzplus von 0,4 Prozent.
Der Blick auf den Sortimentsbuchhandel zeigt hingegen eine negative Entwicklung im De-zember (minus 7,3 Prozent) und auch im gesamten Jahr konnte gegenüber 2009 keine Umsatzsteigerung erzielt werden. Der kumulierte Wert beläuft sich auf minus 2,8 Prozent. Auch die Rechnungsverkäufe verliefen im Dezember mit minus 6,4 Prozent deutlich schlechter als im Vorjahresmonat.

Insbesondere für Hörbücher und Taschenbücher wurde im Dezember weniger Geld ausge-geben als im Vorjahr. Die Umsatzrückgänge belaufen sich bei diesen beiden Editionsformen auf minus 6,8 bzw. minus 6,6 Prozent. Aber auch bei Hardcovern wurde ein Umsatzrück-gang verzeichnet. Er liegt bei 4,2 Prozent.

Einzig im Umsatzplus war im Dezember die Warengruppe Sachbuch mit plus 19,9 Prozent. Alle anderen Warengruppen mussten deutliche Umsatzeinbrüche hinnehmen. Die stärksten Rückgänge hatten die Warengruppen Reisen (minus 10,8 Prozent), Belletristik (minus 9,1 Prozent) sowie Ratgeber (minus 8,9 Prozent). Für die weiteren Warengruppen wurden fol-gende Umsatzrückgänge verzeichnet: Naturwissenschaften, Medizin, Informatik, Technik (minus 7,6 Prozent), Geisteswissenschaften, Kunst, Musik (minus 6,8 Prozent), Sozialwissenschaften, Recht, Wirtschaft (minus 5,9 Prozent), Kinder- und Jugendbücher (minus 5 Prozent).

Dr. Christoph Kochhan

 

Sonderthema "Belletristik"
Vertriebswege Sortiment *, Warenhaus *, E-Commerce (gesamt)
Umsatzanteil der Warengruppe am Gesamtmarkt 2010: 33,8 %

Umsatzveränderung der Warengruppe 2010 gegenüber 2009: -0,1 %

(* nur Barumsätze)

Belletristik: Umsatzentwicklung 2010 gegenüber Vorjahr

Umsatzentwicklung
 

Belletristik: Umsatzverteilung 2010

Warengruppenanteile<>
 

 

Belletristikmarkt stabil auf hohem Niveau

Um 0,1 Prozent ging der Umsatz mit belletristischer Literatur im Jahr 2010 zurück. Damit konnte sich die Belletristik nach zwei Jahren Umsatzanstieg in 2008 (plus 8,1 Prozent) und 2009 (plus 6,9 Prozent) auf diesem hohen Niveau etablieren.
Ebenso konnte belletristische Literatur ihren Marktanteil gegenüber 2009 behaupten. Sowohl 2009 als auch im vergangenen Jahr lag er bei 33,8 Prozent. Innerhalb der Warengruppe Belletristik ist die erzählende Literatur mit einem Anteil von 49,7 Prozent auch 2010 wieder die bedeutendste Umsatzträgerin. Der Anteil hat sich sogar leicht erhöht - die erzählende Literatur konnte ein Umsatzanstieg von 5,2 Prozent realisieren, nachdem sie im Vorjahr noch ein Minus von 1,9 Prozent zu verzeichnen hatte.
Den zweithöchsten Marktanteil haben auch 2010 wieder Bücher aus dem Bereich Spannung - allerdings ging der Marktanteil auf 27 Prozent (2009: 28,2 Prozent) leicht zurück. Einher geht diese Entwicklung mit einem Umsatzrückgang von 4,5 Prozent, der allerdings auf einem sehr hohen Wachstum von 21,1 Prozent im Vorjahr basiert.
Eher negativ verlief das Jahr für den Bereich Comic, Cartoon, Humor, Satire. Der Umsatz-rückgang liegt hier bei minus 21,3 Prozent (Marktanteil: 6,9 Prozent). Darüber hinaus musste der Bereich zweisprachige Ausgaben, der aufgrund seines geringen Marktanteils (0,8 Pro-zent)  allerdings stets großen Schwankungen unterliegt, einen Umsatzrückgang von minus 31,9 Prozent hinnehmen.
Positiv schlossen das Jahr 2010 ab: Science Fiction, Fantasy mit plus 6,6 Prozent (Marktan-teil: 8,1 Prozent); Gemischte Anthologien (plus 10,8 Prozent; Marktanteil: 0,2 Prozent), Lyrik, Dramatik (plus 0,5 Prozent; Marktanteil: 1,2 Prozent) sowie Geschenkbücher (plus 6,2 Pro-zent; Marktanteil: 6,2 Prozent).

Dr. Christoph Kochhan


 

Zusammensetzung der Vertriebswege des Buchhandels

Der Buchmarkt in Deutschland setzt sich aus unterschiedlichen Vertriebswegen zusammen (Marktanteile beziehen sich auf das Jahr 2009). Das "Handelspanel Buch" deckt bisher ausschließlich die rot schraffierten Vertriebswege ab: Sortimentsbuchhandel, Warenhäuser und E-Commerce.


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Der Branchen-Monitor BUCH basiert auf den von media control GfK International im "Handelspanel Buch" erhobenen Daten. Die statistische Grundlage des Panels bilden 1.400 Points of Sale. Basis sind alle Abverkäufe der an der Stichprobe teilnehmenden Händler, welche über die Kassensysteme erfasst werden und eindeutig identifizierbar sind. (Erhebungszeitraum: jeweils der erste bis letzte Verkaufstag eines Monats.)


 

 

Börsenverein des Deutschen Buchhandels

 

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Titelproduktion

Nachdem die Verlage ihre Titelproduktion 2009 und 2008 leicht gedrosselt hatten, stieg die Anzahl der Novitäten in 2010 wieder. Es gab 95.838 Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt, 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr.

Lizenzen und Übersetzungen

Die Zahl der Übersetzungen ist 2010 um 3,1 Prozent gesunken. Nachdem 2008 mit 11.903 Übersetzungen eine kräftige Steigerung gegenüber dem Vorjahr erreicht wurde, ging die Anzahl der Übersetzungen 2009 auf 11.800 und in 2010 auf 11.439 Titel zurück. Stabil geblieben ist der Anteil der Übersetzungen an der gesamten Titelproduktion in Deutschland: Mit 12,8 Prozent liegt er leicht über dem der Vorjahr (2008: 12,6 Prozent, 2009: 12,7 Prozent).

Im Lizenzgeschäft gab es 2010 einen deutlichen Aufschwung: Es wurden 30% mehr Lizenzen an ausländische Partner verkauft als im Vorjahr. Dies entspricht dem Abschluss von 8.191 Kaufverträgen. 2008 war die Anzahl der verkauften Lizenzen um 17,6 Prozent auf 7.605, 2009 um 17,4 Prozent auf 6.278 gesunken. Intensiviert haben sich 2010 vor allem die Geschäftsbeziehungen mit China, das mit 789 Lizenzen erstmals wichtigster Handelspartner wird. Spanien stieg von Rang fünf auf Rang zwei (646 Lizenzen), während Polen mit 578 Lizenzen nur noch den dritten Platz belegt.

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