Wirtschaftsunternehmen Verlag
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Marktvolumen
Nach Schätzungen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels hatte der deutsche Buchmarkt 2009 inklusive Fachzeitschriften ein Marktvolumen von 9,7 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr verbuchte die Branche damit ein Umsatzplus von 0,8 Prozent.
Struktur
Die Buchhandelslandschaft in Deutschland ist trotz der in jüngster Zeit auszumachenden Konzentrationsprozesse kleinteilig strukturiert. Dies betrifft sowohl den verbreitenden Buchhandel als auch die Verlage.
Zum 1. Mai 2010 zählte der Börsenverein 5.787 Mitglieder, davon 1.833 im herstellenden Buchhandel, 3.814 im verbreitenden Buchhandel, 78 im Zwischenbuchhandel und 29 Verlagsvertreter, dazu 23 korrespondierende und 10 internationale Mitglieder.
Das Statistische Bundesamt hatte 2008 2.787 Verlage mit einem steuerbaren Umsatz (mehr als 17.500 Euro Jahresumsatz) erfasst.
Titelproduktion
2009 wurden in Deutschland 81.793 Erstauflagen auf den Markt gebracht, hinzu kommen 11.331 Neuauflagen. Mit insgesamt 93.124 Erst- und Neuauflagen stieg die Zahl um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In dieser Zahl enthalten sind alle in Deutschland erschienenen Titel, also auch jene von Institutionen etc., die nicht zu den Verlagen im engeren Sinn zu rechnen sind. 17 Prozent der Erstauflagen waren belletristische Titel. Darauf folgt die deutsche Literatur, die gesondert ausgewiesen wird, mit 12,3. Auf Platz 3 liegt das Kinder- und Jugendbuch mit 9,1 Prozent. Weitere Anteile an den Erstauflagen: Schulbücher: 6,9%, Recht: 5,1%, Medizin/Gesundheit: 4,8%, Theologie: 4,7%, Management: 3,9 %, Geografie/Reisen: 3,5%, Sozialwissenschaften/Soziologie: 3,4 %, Wirtschaft: 3,4 %,
Erziehung: 3,1 %, übrige Sachgebiete: 22,8%.
Anteil der Warengruppen am Gesamtumsatz
Die Verteilung der Erstauflagen auf die einzelnen Warengruppen lässt noch keine Schlüsse auf den Verkauf zu. Im Auftrag des Börsenvereins ermittelt Media Control GfK International die Barumsätze im Sortimentsbuchhandel, in Warenhäusern und im E-Commerce. Das heißt, das Rechnungsgeschäft mit Firmen und Institutionen wird hierbei nicht erfasst. In den Läden tragen belletristische Titel 30,8 Prozent zum Gesamtumsatz bei, Kinder- und Jugendbücher 15,7 Prozent und Reiseliteratur 6,1 Prozent. Der Umsatzanteil von Ratgebern liegt bei 14,1 Prozent und der von Sachbüchern bei 9,0 Prozent.
Vertriebswege
Der Sortimentsbuchhandel ist mit einem Umsatz von 5,07 Milliarden Euro nach wie vor der wichtigste Vertriebsweg für Bücher; sein Anteil am Gesamtumsatz der Branche sinkt aber kontinuierlich. Die Erlöse des Versandbuchhandels stiegen im vergangenen Jahr auf 1,5 Milliarden Euro, allein der Onlinehandel (der ebenfalls zum Versandbuchhandel zählt) stieg um 21 %. Der Anteil des Versandbuchhandels am Gesamtumsatz lag 2009 bei 15,5 Prozent, der des Direktgeschäfts der Verlage bei 18,3 Prozent oder 1,78 Milliarden Euro. Warenhäuser (2,4%) und Buchclubs (2,3%) spielen eine wesentlich geringere Rolle als Absatzkanal als sonstige Verkaufsstellen, zu denen auch Nebenmärkte wie beispielsweise Discounter zählen: sie erwirtschafteten 2009 einen Anteil am Gesamtumsatz mit Verlagserzeugnissen von 9,3 Prozent.
Außenhandel und Lizenzgeschäft
Im Jahr 2008 wurden Bücher, Zeitschriften und andere Gegenstände des Buchhandels im Wert von 2,24 Milliarden Euro exportiert. Die Ausfuhren gingen gut zur Hälfte in die deutschsprachigen Nachbarländer Schweiz und Österreich.
2009 haben die deutschen Verlage 11.800 Übersetzungen herausgebracht (65 % der Titel wurden aus dem Englischen übersetzt) und 6.278 Lizenzen ins Ausland verkauft - die größten Interessenten an deutschen Büchern kommen aus dem osteuropäischen Raum und Asien.
Ladenpreise
Bücher sind 2009 durchschnittlich um 1,9 Prozent teurer geworden. Der Durchschnittspreis der Erstauflagen lag beispielsweise bei Fachbüchern aus den Bereichen Naturwissenschaften und Mathematik bei 45,77 Euro und bei belletristischen Titeln bei 13,65 Euro.
Wirtschaftsunternehmen Verlag
An der jüngsten Schnellumfrage des Börsenvereins zur wirtschaftlichen Entwicklung beteiligten sich 402 Verlage (Umsatzvolumen: 2,89 Milliarden Euro). Damit ist mehr als ein Drittel des gesamten Branchenumsatzes erfasst. Die Gesamtumsätze der teilnehmenden Verlage wuchsen um 3,8% (2008: 0,6%). Zugleich haben sich die Kosten um 3,3 Prozent erhöht. Trotzdem beurteilten 43% der teilnehmenden Verlage ihr Betriebsergebnis 2009 besser als das von 2008. Gut ein Drittel (34,9%) beurteilen es jedoch schlechter als 2008. Für 2010 rechnet die Mehrheit der Verlage mit gleichbleibenden oder steigenden Umsätzen (42% bzw. 35%), die Ergebnisentwicklung wird nur geringfügig anders beurteilt: rund 36% rechnen mit einer Ergebnisverbesserung, 41% mit einem unveränderten Ergebnis gegenüber dem Vorjahr.
Die Buchumsätze wuchsen 2009 um 5,7% (2008: 0,2%). Die Online-Dienste wachsen weiter auf hohem Niveau (20,8%). Während bei den Zeitschriftenerlösen mit 6,1% ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen ist, schrumpften die Anzeigenerlöse sogar um 14,8%.
Die Ausgaben für Herstellung und Personal sind die größten Kostenblöcke im Wirtschaftsunternehmen Verlag: Der Anteil der Herstellkosten am Gesamterlös lag 2009 bei knapp 27,3%. Die Personalkosten machten 23%aus. Die Herstellkosten sind im Vergleich zum Vorjahr um 6% gestiegen, die Personalkosten um 6,2%.
Der Anteil der Honorare für Autoren, Herausgeber und Übersetzer stieg 2009 auf durchschnittlich 10,5% der Verlagserlöse. Die Ausgaben für Werbung machen 6,9% des Gesamterlöses aus, die Kosten für die Auslieferung 6,2%. Die Werbeetats wurden dabei im Vergleich zum Vorjahr um 7% reduziert. Die EDV-Kosten (Ausstattung mit Hard- und Software sowie Kosten für externe Dienstleister) sind 2009 deutlich gesunken und betragen durchschnittlich 1,4%.
Buchmarkt in Zahlen
Jobbörse
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Berlin-Brandenburg
Anzeigendisponenten/in, Carl Hanser Verlag, München
Bayern
Volontariat, Cornelsen Verlag, Berlin
Berlin-Brandenburg


