Lexikon Verlagskunde

Verlagsvertrag

Vertrag zwischen einem Autor bzw. Übersetzer und einem Verlag. Danach verpflichtet sich der Autor, dem Verlag ein Manuskript zur Vervielfältigung und Verbreitung zu überlassen - und im Gegenzug der Verlag, ein Manuskript zu publizieren. Der Verlagsvertrag regelt, welche Verwertungsrechte der Autor dem Verlag über dieses so genannte Hauptrecht hinaus überlässt (Nebenrechte); festgehalten sind in der Regel auch vereinbarte Abgabetermine des Manuskripts sowie die getroffenen Honorarzahlungen. Grundsätzlich herrscht Vertragsfreiheit, das heißt jeder Verlag kann mit jedem Autor individuelle Regelungen treffen. Empfehlenden Charakter haben die so genannten Normverträge, die der Börsenverein mit dem Verband Deutscher Schriftsteller und für wissenschaftliche Werke mit dem Deutschen Hochschulverband geschlossen hat. Diese freiwilligen Vereinbarungen sind Richtschnur für eine ausgewogene Vertragsgestaltung, die die Interessen der beiden Partner berücksichtigt. Die Buchbranche kennt auch den so genannten Werkvertrag. Hier erhält der Urheber einen Auftrag von einem Verlag und ist eng an dessen Vorgaben zum Beispiel bei der Darstellung und Aufbereitung von Inhalten gebunden. Auf Bestellung arbeiten Autoren etwa für Verlage von Fachbüchern, Ratgebern, Schulbüchern oder Lexika. siehe auch: Normseite