Aktuelles

7. Januar 2016

Zur Zeit werden neue Interessengruppen gebildet. Die IG Lernmedien ist bereits eingesetzt, die IG Fachmedien und die IG Regionalia befinden sich in Gründung.

Eine Reihe bereits bestehender Arbeitsgruppen und -kreise sind bereits in Interessengruppen umgewandelt und so für die anderen Branchen-Sparten geöffnet worden. Dazu zählen die IG Kalender, Ratgeber, Lernmedien, PRO (Prozesse, Rationalisierung, Organisation) sowie die Interessengruppe Leseförderung.

12. November 2015

Die Fachausschüsse arbeiten bereits interdisziplinär und enger zusammen. Die erste gemeinsame Sitzung fand jetzt statt. Das Börsenblatt berichtet.

19. Juni 2015

108 Ja-, 19 Nein-Stimmen und 3 Enthaltungen: Die Hauptversammlung hat mit breiter Mehrheit die erste Stufe des Reformvorhabens bestätigt. Zuvor diskutierten die Mitglieder kritisch die Details der Reform. Das Börsenblatt berichtet.

16. Juni 2015

Die Reform des Börsenvereins ist zentrales Thema auf der Hauptversammlung am Freitag in Berlin. Abgestimmt und diskutiert wird über die erste Stufe des Reformprozesses. Damit will sich der Verband zeitgemäßen und dynamischen Verbandsstrukturen nähern, um damit auch in Zukunft Nutzen für die Mitglieder zu schaffen und um gleichermaßen Identität nach innen und Wirkung nach außen zu entfalten. Wie der Prozess aussehen soll und was sich für die Mitglieder verändert zeigt dieses Video zur Reform:

7. Mai 2015

Das Branchenparlament des Börsenvereins hat Ende April einen modifizierten Vorschlag des Vorstands zur Verbandsreform mit großer Mehrheit unterstützt. Dieser Vorschlag wird am 19. Juni 2015 der Hauptversammlung zur Entscheidung vorgelegt. Die wichtigsten Punkte unter „Beschlüsse des Vorstands“.
Das Schaubild haben wir gemäß der neuen vorgeschlagenen Struktur geändert. Der Slider stellt nun das alte Modell dem neuen gegenüber. Das dritte Bild zeigt die Vision für eine Struktur des Börsenvereins.
Wesentlich ist die auf die Rückmeldung der Mitglieder hin ergangene Entscheidung, die Reform als iterativen Prozess zu gestalten. So sollen in einem ersten Schritt die Interessengruppen etabliert werden und die Fach-Ausschüsse noch beibehalten bleiben. In diesem Gefüge sollen Erfahrungen gesammelt, Willensbildungsprozesse optimiert und die erweiterte spartenübergreifende Arbeit gelernt werden. Erst auf der Grundlage dieser Erfahrungen und Erkenntnisse wird über weitere Schritte entschieden werden.

Warum eine Strukturreform?

Die Wertschöpfungskette auf dem Buchmarkt verändert sich rapide. E-Commerce, Digitalisierung und das Outsourcing von Dienstleistungen sind nur einige der Treiber. Auch innerhalb der Branchen-Sparten gibt es zunehmend auseinander strebende Interessen. Neue Marktteilnehmer weichen ehemals feste Strukturen auf. Als Verband, der auch künftig für die gesamte Buchbranche handeln soll und zwischen den Einzelinteressen vermittelt, muss auch der Börsenverein sich verändern.

Wir wollen auch in Zukunft die Heimat für Buchhandel, Verlage und den Zwischenbuchhandel bleiben. Zugleich soll der Börsenverein zur Heimat für Interessengruppen werden, die längst Teil der Buchbranche sind, aber innerhalb des Verbands heute keine Stimme haben. Unser Ziel ist es, die verschiedenen Interessen differenziert zur Geltung zu bringen. Neue Marktteilnehmer erhalten Raum für ihre Themen und Interessen, Transparenz und Partizipation werden wichtiger. Und wir wollen zeitgemäße Formen des ehrenamtlichen Engagements ermöglichen, die von inhaltlicher Arbeit und schneller Entscheidungsfindung, weniger von Gremiensitzungen geprägt sind.

Die Strukturreform erarbeiten wir gemeinsam mit Ihnen in einem offenen und transparenten Prozess. Auf dieser Seite informieren wir zu Ablauf und Zielen der Reform.

Schaubild

Der Börsenverein heute und morgen.

Im Slider dargestellt ist die Genese der Verbandsstruktur: Bild 1 zeigt die bisherige Struktur, Bild 2 den Vorschlag des Vorstands zur Abstimmung bei der kommenden Hauptversammlung, Bild 3 gibt die aktuelle Vision eines neuen Börsenvereins wieder.

Interessengruppen

Ziele der Strukturreform sind eine lebendigere Verbandsdemokratie und eine bessere Identifikationsmöglichkeit für die unterschiedlichsten Gruppierungen mit ihrem Verband. Dazu werden Interessen- und Arbeitsgruppen gebildet. Einige der Interessengruppen werden gesetzt sein, wie zum Beispiel die für kleinere, unabhängige Sortimente oder die für kleinere unabhängige Verlage. Andere werden sich auf Wunsch und Initiative von Mitgliedern, die gemeinsame Interessen verbindet, formieren. Die Interessengruppen können und sollen dort, wo es thematisch sinnvoll ist, ausdrücklich spartenübergreifend besetzt sein. Die einzelnen Interessengruppen werden durch den Vorstand auf Vorschlag der Mitglieder berufen werden. Sie arbeiten selbstorganisierend und orientieren sich an ihren Themen- oder aber Unternehmensschwerpunkten. Jede Interessengruppe wird von einem Sprecher, einer Sprecherin geleitet. Unterstützt werden die Interessengruppen von hauptamtlichen Referentinnen und Referenten.
In einem ersten Schritt wird die Spartenorganisation – die Aufteilung in Sortimenterausschuss, Verlegerausschuss und Ausschuss für den Zwischenbuchhandel – zunächst beibehalten.

Task Forces

Task Forces werden ad hoc einberufen und arbeiten an der Lösung spezifischer Aufgaben, die sie dann dem Vorstand als Lösungsvorschläge zur Entscheidung vorzulegen. Die Task Forces und ihre Besetzung mit Fachleuten werden auf Vorschlag der einzelnen Interessengruppierungen vom Vorstand berufen. Task Forces sind von vornherein zeitlich begrenzt, sie werden nach der Erarbeitung eines konkreten Lösungsvorschlages wieder aufgelöst. Jeder Task Force sitzt ein/e Sprecher/in vor. Unterstützt werden die Task Forces hauptamtlich von Referenten aus dem Steuerungsteam, das die Themensetzung, Kommunikation und Lösungsvorschläge zwischen dem Vorstand, den Interessengruppierungen und den Task Forces koordiniert. Die von den Task Forces erarbeiteten Antworten, Lösungen und Konzepte dienen als Grundlage für das Dienstleistungs-Portfolio der Börsenvereins-Gruppe und der Regionen. Sie haben unmittelbaren Nutzen für die Mitgliedsunternehmen.

Meinungsbildungsprozess

Höchstes Organ des Verbandes ist unverändert die Hauptversammlung. Sie wählt den Vorstand und Haushaltsausschuss, behandelt Grundsatzfragen, trifft generelle Richtungsentscheidungen, beschließt das Budget und entlastet den Vorstand. Der Meinungsbildungsprozess für Einzelthemen läuft über die Interessengruppen. Der Vorstand hat die Interessengruppen zu hören und deren Meinungen zu berücksichtigen, soweit nicht ein übergeordnetes politisches Interesse dagegen spricht. Er entscheidet (Interessenclearing) über die Positionierung des Börsenvereins generell und in Einzelthemen. Kommt es zu widerstreitenden Ideen oder Bedürfnissen einzelner Gruppierungen, so übernehmen die Fachausschüsse zunächst die Aufgabe, diese zu einem Ausgleich zu bringen. Der Vorstand selbst beschließt dann über die Richtungsentscheidungen und gibt Empfehlungen an die Hauptversammlung.

Neue Mitgliedergruppen

Durch das Strukturmodell ist es möglich, neue Mitgliedergruppen aufzunehmen und ihnen eine Heimat zu geben. Sie können sich als Interessensgruppe organisieren oder Teil einer spartenübergreifenden Interessengruppe werden.

Beteiligung

An vielen Orten: Als Mitglied in den Interessengruppen (aktiv und passiv) und als Experte in den vom Vorstand eingerichteten Arbeitsgruppen und Task Forces.Diese werden ad hoc einberufen und arbeiten an der Lösung spezifischer Aufgaben, um sie dann dem Vorstand als Lösungsvorschläge zur Entscheidung vorzulegen.

Timeline

Zum zeitlichen Ablauf der Strukturreform:

Beschlüsse des Vorstandes

April 2015: Bei seiner Vorstandssitzung am 28. April beschließt der Vorstand u.a., die Überführung von Arbeitskreisen in Interessengruppen, die Auflösung des Branchenparlamentes und die vorläufige Beibehaltung der Spartenorganisation der Hauptversammlung vorzuschlagen.

September 2014: Der Vorstand beschließt die Anregungen der 3. Zukunftskonferenz aufzunehmen und beauftragt das Hauptamt mit der Prüfung der strukturellen und inhaltlichen Neuordnung regionaler Dienstleistungen und Zusammenarbeit, der Öffnung des Verbandes für weitere Mitgliedergruppen und der Einbeziehung der Mitglieder bei Formulierung der Dienstleistungen des Verbandes. Eine weitere Anregung der Zukunftskonferenz – der Verkauf der Wirtschaftsbetriebe – wird vom Vorstand aus branchenpolitischen und wirtschaftlichen Gründen abgelehnt.

Die Vorstandsbeschlüsse im Detail:

Häufige Fragen

Wie lange wird die Umsetzung dauern?

Der Börsenverein baut auf demokratischen Strukturen auf. Es gibt deshalb laut Satzung Entscheidungswege, die eingehalten werden müssen, sonst käme es zu willkürlichen Entscheidungen ohne Legitimation. Das heißt, die Entscheidungsfindung ist an Termine gebunden, die einen bestimmten zeitlichen Ablauf voraussetzen. Zudem werden in die Entwicklung der Strukturreform möglichst viele Mitglieder eingebunden, um deren Ideen und Know-how zu nutzen und um eine breite Basis und damit Akzeptanz zu schaffen. Im Vorstandsbeschluss aus dem April 2015 wird ein iteratives Vorgehen festgelegt.

Wie sieht der konkrete Zeitplan aus?

Das Branchenparlament im November 2014 gibt eine Empfehlung, nach Vorstands- und Fachausschuss-Sitzungen im ersten Halbjahr 2015 sollen dann von der Hauptversammlung im Juni 2015 erste Richtungsentscheidungen über die künftige Struktur des Börsenvereins getroffen werden. Auf der Hauptversammlung 2016 soll die Umsetzungsentscheidung getroffen werden. Der Umsetzungsprozess läuft dann bis 2017 / 2018.
(s. auch die Timeline auf dieser Seite)

Warum wurde sich für ein iteratives Vorgehen entschieden?

Wir setzen auf einen offenen und iterativen Veränderungsprozess, um eine breitere Basis der Akzeptanz unter den Mitgliedern zu schaffen und flexibel und schnell auf Veränderungen reagieren zu können. Es genügt nicht, einen so konstitutionellen Prozess wie den der Strukturreform lediglich theoretisch durchzudenken. Erst in der Praxis zeigen sich Fallstricke und Stellschrauben, die zuvor nicht sichtbar waren. Durch Denk- und Handlungsschleifen können wir diesen am besten begegnen.

Warum wurden im Vorstandsbeschluss nicht alle Anregungen der Zukunftskonferenz aufgenommen?

Die Zukunftskonferenz hatte die Aufgabe Anregungen, Ideen und Bedürfnisse zu sammeln. Die zentralen Vorschläge wurden vom Vorstand des Börsenvereins geprüft oder sind in der Prüfung. Auch über den Vorschlag, die Wirtschaftstöchter zu verkaufen, wurde in diesem Gremium gesprochen. Da aber schnell klar war, dass dies für betriebswirtschaftlich und verbandspolitisch unklug wäre, wurde dieser Vorschlag vom Vorstand abgelehnt und aus den weiteren Detailplanungen und -Prüfungen ausgenommen, auch um willkürlichen Spekulationen keinen Vorschub zu leisten.

Wie und wo kann man sich an der Arbeit zur Strukturreform beteiligen?

Mit der Erarbeitung der neuen Struktur befasst sich im Hauptamt eine Arbeitsgruppe: Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer, Dr. Kyra Dreher, Geschäftsführerin Sortimenter-Ausschuss und Rolf Nüthen, Geschäftsführer Verleger-Ausschuss. Vorschläge und Ideen sind willkommen – bringen Sie sich ein!

Weitere Fragen?

Haben Sie Fragen zur Strukturreform, die hier noch nicht beantwortet wurden? Kommentieren Sie unten auf der Seite oder schreiben Sie uns gerne eine Mail.