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Ausgabe
Februar 2015
Vertriebswege Sortiment*, Bahnhofsbuchhandel*, Warenhaus*, E-Commerce (gesamt)
(*nur Barumsätze)
 
1. Gesamt
Umsatzveränderung jeweiliger Monat 2015 im Vergleich zum Vorjahresmonat
Lesebeispiel: Im Januar 2015 lag der Umsatz in den vier Vertriebswegen 1,2 Prozent unter dem vom Januar 2014.
Umsatzveränderung 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Kumulation)
Gesamtjahr 2015 -1,2%
Lesebeispiel: Im bisherigen Gesamtjahr 2015 lag der Umsatz in den vier Vertriebswegen 1,2 Prozent unter dem vom Vorjahreszeitraum. (Im Januar ist der Wert des ersten Kalendermonats und der Jahreskumulation identisch.)
2. Editionsformen
Umsatzveränderung Januar 2015 im Vergleich zum Vorjahresmonat
Lesebeispiel: Im Januar 2015 lag der Umsatz mit Hardcovern in den vier Vertriebswegen 1,2 Prozent unter dem vom Januar 2014.
Umsatzveränderung 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Kumulation)
Hardcover -1,2%
Taschenbuch -1,3%
Hörbuch/Audiobook -0,2%
Lesebeispiel: Im bisherigen Gesamtjahr 2015 lag der Umsatz mit Hardcovern in den vier Vertriebswegen 1,2 Prozent unter dem vom Vorjahreszeitraum. (Im Januar ist der Wert des ersten Kalendermonats und der Jahreskumulation identisch.)
3. Warengruppen
Umsatzveränderung Januar 2015 im Vergleich zum Vorjahresmonat
Lesebeispiel: Im Januar 2015 lag der Umsatz mit Ratgebern in den vier Vertriebswegen 2,7 Prozent unter dem vom Januar 2014.
Umsatzveränderung 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Kumulation)
Belletristik -1,7%
Kinder- und Jugendbücher -1,1%
Reise -2,5%
Ratgeber -2,7%
Geisteswissenschaften, Kunst, Musik -1,5%
Naturwissenschaften, Medizin, Informatik, Technik -4,3%
Sozialwissenschaften, Recht, Wirtschaft -0,3%
Sachbuch +5,4%
Lesebeispiel: Im bisherigen Gesamtjahr 2015 lag der Umsatz mit Ratgebern in den vier Vertriebswegen 2,7 Prozent unter dem vom Vorjahreszeitraum. (Im Januar ist der Wert des ersten Kalendermonats und der Jahreskumulation identisch.)
Vertriebsweg Sortiment*
(*nur Barumsätze)
 
4. Gesamt
Umsatzveränderung jeweiliger Monat 2015 im Vergleich zum Vorjahresmonat
Lesebeispiel: Im Januar 2015 lag der Umsatz im Sortimentsbuchhandel 1,5 Prozent unter dem vom Januar 2014.
Umsatzveränderung 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Kumulation)
Gesamtjahr 2015 -1,5%
Lesebeispiel: Im bisherigen Gesamtjahr 2015 lag der Umsatz im Sortimentsbuchhandel 1,5 Prozent unter dem vom Vorjahreszeitraum. (Im Januar ist der Wert des ersten Kalendermonats und der Jahreskumulation identisch.)
Kurzkommentar zur Situation im Buchmarkt
Stockender Jahresanfang: Sachbuch weiter vorn
Im Januar 2015 bewegten sich die Umsätze in den Vertriebswegen stationäres Sortiment, Bahnhofsbuchhandel, Warenhaus und E-Commerce zusammen genommen 1,2 Prozent unter den Umsätzen des Vorjahresmonats. Dies zeigt der Branchen-Monitor BUCH, der auf den von GfK Entertainment* im „Handelspanel Buch“ erhobenen Daten basiert.

Der Blick ausschließlich auf den Sortimentsbuchhandel zeigt im Vergleich zum Januar 2014 einen Rückgang von 1,5 Prozent (Barverkauf). Das Rechnungsgeschäft erzielte ein Minus von 7,6 Prozent.

Auf alle vier Vertriebswege bezogen, konnte im ersten Jahresmonat keine der Editionsformen punkten. Denn anders als noch im Dezember bewegte sich nun auch bei Hardcovern und Hörbüchern der Umsatz mit 1,2 Prozent bzw. 0,2 Prozent im Minusbereich (Dezember: plus 0,8 Prozent bzw. plus 2,1 Prozent). Etwas kleiner als im Dezember fiel das negative Vorzeichen dafür bei den Taschenbüchern aus: Dieses Format schloss nun mit minus 1,3 Prozent (Dezember: minus 1,5 Prozent).

Unter allen Warengruppen verzeichneten im Vergleich zum Vorjahres-Januar nur Sachbücher mit plus 5,4 Prozent ein positives Ergebnis. Für diese Kategorie war das nun schon der fünfte positive Monat in Folge: Seit September 2014 laufen hier monatlich zusätzliche Umsätze zwischen 8,1 Prozent (November) und 15,5 Prozent (Oktober) auf. Verantwortlich dafür sind unter anderem die seit Monaten auf den Bestsellerlisten stehenden Mega-Seller wie Hape Kerkelings „Der Junge muss an die frische Luft“ (Piper) und Giulia Enders „Darm mit Charme“ (Ullstein). Aber auch Neuerscheinungen wie Paul Sahners Udo-Jürgens-Biografie „Merci, Udo!“ (Herder) oder Paul David Bühres Pubertäts-Sachbuch „Teenie Leaks“ (Ullstein) tragen dazu bei.

Alle anderen Warengruppen mussten gegenüber dem Vorjahresmonat – wenn auch meist kleinere –Umsatzeinbußen hinnehmen. Bei Kinder- und Jugendbüchern waren es 1,1 Prozent weniger Umsatz, bei Belletristik waren es 1,7 Prozent weniger. Damit konnte diese Warengruppe ihr Minus der drei zurückliegenden Monate (Oktober: minus 5,0 Prozent; November: minus 10,5 Prozent; Dezember: minus 5,7 Prozent) zumindest verkleinern. Aber auch vor Reise- und Ratgeberliteratur – im Dezember noch auf der Gewinnerseite – standen dieses Mal negative Vorzeichen (minus 2,5 Prozent bzw. minus 2,7 Prozent).

Innerhalb der Wissenschaften gelang es keiner Warengruppe, ein positives Vorzeichen zu erlangen: Zwar blieben Sozialwissenschaften, Recht, Wirtschaft mit einem Minus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahres-Januar weitgehend stabil, aber die Umsätze von Naturwissenschaften, Medizin, Informatik, Technik sanken um 4,3 Prozent, die von Geisteswissenschaften, Kunst, Musik um 1,5 Prozent.


Jana Lippmann
Leitung Marktforschung
Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.

*Bei dem Markennamen GfK Entertainment handelt es sich um eine Umbenennung des Jointventures von media control und GfK. Dieses war ehemals unter dem Namen media control® GfK INTERNATIONAL bekannt.
Quellen
Der Buchmarkt in Deutschland setzt sich aus unterschiedlichen Vertriebswegen zusammen (Marktanteile beziehen sich auf das Jahr 2013). Das "Handelspanel Buch" deckt bisher ausschließlich die rot schraffierten Vertriebswege ab: Sortimentsbuchhandel, Bahnhofsbuchhandel, Warenhäuser und E-Commerce.
Der Branchen-Monitor BUCH basiert auf den von GfK Entertainment im "Handelspanel Buch" erhobenen Daten. Die statistische Grundlage des Panels bilden über 1.900 Points of Sale in den Vertriebswegen Sortimentsbuchhandel, Bahnhofsbuchhandel, E-Commerce und Kauf/Warenhaus. Für den Hörbuchmarkt werden zusätzlich 1.500 Points of Sale in den Nebenmärkten berücksichtigt. Basis sind alle Abverkäufe der an der Stichprobe teilnehmenden Händler, welche über die Kassensysteme erfasst werden und eindeutig identifizierbar sind. (Erhebungszeitraum: jeweils der erste bis letzte Tag eines Monats)
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