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Börsenverein zum Deutschen Verlagspreis: „Wichtige Anerkennung in unsicheren Zeiten“

Bekanntgabe der Preisträger*innen des zweiten Deutschen Verlagspreises / Börsenverein beglückwünscht die prämierten Verlage / Forderung nach umfassender Unterstützung für die Qualität und Vielfalt der deutschen Verlagslandschaft
Erstellt am 18.05.2020


Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters, hat heute die Preisträger*innen des zweiten Deutschen Verlagspreises bekanntgegeben. Als Partner des Preises beglückwünscht der Börsenverein des Deutschen Buchhandels die prämierten Verlage zu der Auszeichnung. Durch die Coronakrise befinden sich viele Verlage aktuell in einer kritischen Lage und sind auf Förderung angewiesen.

Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins: „Verlage tragen mit ihren Programmen maßgeblich zum Gelingen einer offenen und demokratischen Gesellschaft bei: Mehr denn je brauchen wir in unsicheren Zeiten solide recherchierte und differenzierte Informationen. Verlage ordnen gemeinsam mit Autor*innen Diskurse und Hintergründe ein und geben Orientierung. Sie erlauben uns mit ihren Büchern, in inspirierende Geschichten einzutauchen und neue Sichtweisen einzunehmen. Wir gratulieren den Preisträger*innen dieses Jahres, die mit ihrer Arbeit die kulturelle Vielfalt und die demokratische Auseinandersetzung bereichern. Kulturstaatsministerin Monika Grütters danken wir für diese wichtige Auszeichnung, mit der sie ein wichtiges Zeichen für die Bedeutung der Verlage in unserer Gesellschaft setzt. Diese Anerkennung drückt sich auch in dem gegenüber dem Vorjahr erhöhten Preisgeld aus.”

Die Coronakrise trifft die Verlage in Deutschland hart. Die wochenlangen Buchhandlungsschließungen und der Ausfall von Veranstaltungen, Lesungen und Messen führen zu Umsatzeinbußen und unsicheren Perspektiven. „Die Förderungen für einzelne Verlage sind wichtig, sie werden dennoch nicht ausreichen, um das filigrane Netz der deutschen Verlage, das in seiner Qualität und Vielfalt weltweit vorbildlich ist, zu sichern. Aufgrund der geringen Umsatzrenditen haben die meisten Unternehmen der Buchbranche nur sehr dünne oder gar keine Finanzpolster. Unabhängig von der Coronakrise muss es langfristig darum gehen, Verlage auch strukturell zu fördern. Darüber hinaus ist es jetzt dringend notwendig, dass die Bundesregierung es, wie schon mehrfach angekündigt, Verlagen zügig gesetzlich ermöglicht, wieder an den Ausschüttungen der Verwertungsgesellschaften beteiligt zu werden. Die Verlage müssen seit vier Jahren auf diese wichtigen Einnahmen verzichten und können angesichts der sich zuspitzenden wirtschaftlichen Lage nicht mehr länger darauf warten”, sagt Skipis.

Übersicht der Preisträger*innen des Deutschen Verlagspreises 2020


22.10.2020

Fristen verlängert bei „Neustart Kultur“: Förderprogramme für Buchhandlungen und Verlage jetzt noch länger nutzbar

Anträge können bis 31. Januar 2021 eingereicht werden / Rund 1.000 Anträge bislang eingegangen / Bisherige Antragssteller erhalten bis Ende November Rückmeldung

18.10.2020

Buchblog-Award: Das sind die besten Buchblogs 2020

Vier Buchblogs bei digitaler Preisverleihung zur Frankfurter Buchmesse ausgezeichnet / 700 Blogs in vier Kategorien nominiert / Porträts der Ausgezeichneten ab November auf www.boersenblatt.net

18.10.2020

Amartya Sen awarded the 2020 Peace Prize of the German Book Trade

The Indian economist and philosopher Amartya Sen was awarded the 2020 Peace Prize of the German Book Trade today at a ceremony held in the Church of St. Paul in Frankfurt am Main. Due to the ongoing COVID-19 pandemic, Sen participated via life video.