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Zwei Nachwuchsübersetzerinnen für geisteswissenschaftliche Texte mit GINT-Übersetzerpreis ausgezeichnet

Translation Slam mit den Gewinnerinnen am 9. November 2021
Erstellt am 13.10.2021


Die Siegerinnen des fünften Geisteswissenschaften International Nonfiction Translation Prize (GINT) stehen fest. Aus zahlreichen Einsendungen wählte die Jury Lydia J. White und Frances Clarke aus, die jeweils ein Preisgeld von 1.500 Euro erhalten. 

Die Preisträgerinnen übersetzten je einen Auszug aus Mischa Meiers „Geschichte der Völkerwanderung: Europa, Asien und Afrika vom 3. bis zum 8. Jahrhundert n. Chr.“ (C.H. Beck). Das Buch wurde mit dem „WISSEN! Sachbuchpreis der wbg für Geisteswissenschaften“ ausgezeichnet. Mit der Kooperation unterstützen der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und die Wissenschaftliche Buchgesellschaft (wbg) die Verbreitung dieses Buches auch im englischsprachigen Ausland. Der GINT-Preis des Börsenvereins richtet sich an Übersetzer*innen, die bisher nicht mehr als ein vollständiges Buch aus dem Deutschen übersetzt und veröffentlicht haben.

Die Jury über die Preisträgerinnen:

„Die Nachwuchsübersetzerinnen Lydia J. White und Frances Clarke bewiesen beträchtliche Fähigkeiten in der Durchführung von Recherchen. Diese Recherchen waren nötig, um sich mit der Terminologie und dem historischen Kontext dieses komplexen Werkes vertraut zu machen. Beide dekonstruierten und rekonstruierten komplexe Strukturen, um Übersetzungen ins Englische zu erstellen, die sich durch Genauigkeit und Flair auszeichnen.“

Lydia J. Whites Text beeindruckte die Jury vor allem wegen der nuancierten Verwendung von Zeitstrukturen, ihrem ausgeprägten Verständnis von Fußnoten und anderen wissenschaftlichen Konventionen sowie ihrer sorgfältigen Beachtung lexikalischer und historischer Details. Die Übersetzung von Frances Clarke zeichnete sich durch das feine Gespür der Übersetzerin aus, wie und wann sie den Wortlaut und die Syntax verändern musste, um den Text für die neue Zielgruppe zugänglich zu machen, was zu außergewöhnlich stimmigen Lösungen für heikle Probleme und einem angenehmen Gesamtklang führte. 

Der international besetzten Jury gehören an: Shelley Frisch, preisgekrönte Übersetzerin sowohl für Literatur als auch Sachbuch, Dozentin, Autorin und Juryvorsitzende, Sarah Pybus, Gewinnerin des ersten GINT-Preises 2015, Emma Rault, Gewinnerin des zweiten GINT-Preises 2017, und Paula Bradish, Lizenzmanagerin beim Verlag Hamburger Edition HIS.

Der Übersetzungswettbewerb GINT soll die Aufmerksamkeit englischsprachiger Wissenschaftler*innen und Verlage auf herausragende deutsche geisteswissenschaftliche Monografien lenken. 

Translation Slam am 9. November um 17 Uhr

Mit einem „Translation Slam“ werden die beiden hervorragenden Übersetzungen präsentiert. Die Veranstaltung startet mit einer Einführung des Autors Mischa Meier in sein Werk, anschließend werden die Übersetzungen der beiden Siegerinnen miteinander verglichen. Moderiert von Emma Rault, diskutieren Lydia J. White und Frances Clarke ihre jeweilige Herangehensweise an Semantik, Syntax und wissenschaftliche Herausforderungen. Nach der Diskussion ist das Publikum eingeladen, Fragen zu stellen. Anmeldung zur virtuellen Veranstaltung unter https://www.boersenverein.de/kultur-und-lesen/preise-auszeichnungen/geisteswissenschaften-international/

Fotos der Preisträgerinnen sind abrufbar unter www.boersenverein.de/pressefotos.


17.01.2022

Börsenverein unterstützt World Expression Forum 2022 – Anmeldung läuft

Margit Ketterle in den Vorstand des WEXFO gewählt / Erstes Forum findet am 30. und 31. Mai 2022 im norwegischen Lillehammer sowie online statt / Anmeldung unter: www.wexfo.no / Es können noch Anteile an der WEXFO-Gesellschaft erworben werden

12.01.2022

Kandidat*innen für den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2022 gesucht

Bürger*innen können bis 1. März 2022 Vorschläge einreichen / Bekanntgabe Preisträger*in im Juni 2022 / Preisverleihung am 23. Oktober 2022 in der Frankfurter Paulskirche

11.01.2022

Deutscher Sachbuchpreis 2022: 205 Titel eingereicht, 130 Verlage beteiligt

Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz reichen Sachbücher ein / Tania Martini ist Sprecherin der Jury / Preisverleihung am 30. Mai 2022 im Humboldt Forum im Berliner Schloss