Preisbindung

Gedruckte Bücher wie auch E-Books sind preisgebunden – anders als andere Produkte. Rechtsgrundlage ist das Buchpreisbindungsgesetz (kurz BuchPrG), das Verlage dazu verpflichtet, für ihre Neuerscheinungen verbindliche Ladenpreise festzusetzen. Dadurch zahlt der Kunde für ein Buch überall denselben Preis – ganz gleich, ob er es nun in einer kleinen Sortimentsbuchhandlung, einem Buchkaufhaus oder über das Internet kauft. Die Verlage haben bei der Preisgestaltung trotz Preisfestsetzungspflicht genügend Flexibilität: So können sie Sonderpreise wie Subskriptions-, Mengen- oder Serienpreise festlegen, die ihrerseits gebundene Ladenpreise sind, oder die Preisbindung bei Titeln aufheben, deren Erscheinen länger als 18 ‚Monate zurückliegt. Nicht zuletzt können auch gebundene Ladenpreis vom Verlag je nach den Anforderungen des Marktes herauf- und herabgesetzt werden. Studien belegen, dass der Durchschnittspreis von Büchern in Ländern ohne Buchpreisbindung deutlich höher ist als in Ländern mit einer Preisbindung für Bücher.

Das Buchpreisbindungsgesetz dient dem Schutz des Kulturgutes Buch. Die Festsetzung verbindlicher Preise beim Verkauf an Letztabnehmer sichert den Erhalt eines breiten Buchangebots. Das Gesetz gewährleistet zugleich, dass dieses Angebot für eine breite Öffentlichkeit zugänglich ist, indem es die Existenz einer großen Zahl von Buchhandlungen fördert.

So sorgen etwa 5.000 Buchhandlungen und über 1.000 weitere Buchverkaufsstellen auch in den entlegensten Orten Deutschlands dafür, dass das gesamte Buchangebot jedem zugänglich ist. Der Buchhändler vor Ort berät nicht nur kompetent in allen Fragen, er besorgt auch innerhalb kürzester Zeit jedes lieferbare Buch – über 1 Mio. Titel sogar über Nacht. Dieser Bestellservice ist einzigartig.