E-Books

Das E-Book hat sich in den letzten Jahren für Verlage und Buchhandlungen zu einer wichtigen Editionsform und verlässlichen Größe entwickelt und bei seinen Nutzerinnen und Nutzern etabliert. Nach einem starken Wachstum in den ersten Jahren hat die Dynamik in den letzten drei Jahren abgenommen, so auch in anderen Ländern wie Großbritannien oder den USA.

In Deutschland wurden im Jahr 2016 4,6 Prozent des Buchumsatzes auf dem Publikumsmarkt (ohne Schul- und Fachbücher) mit E-Books gemacht. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Prozent – und damit erneut etwas schwächer als im Vorjahr (2015: 4,7 Prozent, 2014: 7,6 Prozent).

Etwas deutlicher gestiegen ist im vergangenen Jahr der E-Book-Absatz: Am Publikumsmarkt wurden 4,1 Prozent mehr E-Books verkauft. Laut der letzten E-Book-Studie des Börsenvereins (2014) bieten 85 Prozent der Verlage ihre E-Books – trotz der bislang noch um 12 Prozent höheren Umsatzsteuer – günstiger an als die gedruckte Version, knapp die Hälfte davon um mehr als 20 Prozent unter deren Preis. Neben E-Books entwickeln Verlage verstärkt digitale Produkte, die das Printangebot ergänzen oder Printinhalte mit digitalen Inhalten erweitern. Einige neu gegründete Verlage produzieren ausschließlich E-Books.

Immer mehr Buchhandlungen verkaufen E-Books. 1.800 Buchhandlungen sind mittlerweile an das Tolino-System angeschlossen, die Alternative des deutschen Buchhandels zum Kindle von Amazon. Es ist gelungen ein Konkurrenzprodukt zum Kindle herzustellen, das Leserinnen und Leser nicht in die strikte Abhängigkeit zu einem einzigen Anbieter führt. Der Tolino ist ein offenes System, mit dem man in jeder Buchhandlung einkaufen kann.