Glossar

Ausbildereignung

Es muss unterschieden werden zwischen dem Einstellen von Auszubildenden und dem Ausbilden von Auszubildenden. Diese Unterscheidung ermöglicht es, dass ein Firmeninhaber Ausbildender sein kann, die praktische Durchführung aber ein Ausbilder übernimmt. Die Bestellung eines Ausbilders muss der IHK angezeigt werden. Die seit dem 1. Januar 1988 vorgeschriebene Ausbildereignungsprüfung wurde vorübergehend bis zum 31. Juli 2009 ausgesetzt, das heißt, als Ausbilder durfte auch tätig werden, wer die Ausbildereignungsprüfung nicht abgelegt hatte. Neue Ausbilder können Schulungen zum Ausbilder besuchen und die Ausbildereignungsprüfung ablegen. Über die Termine und Gebühren informiert die IHK. Weitere Schulungen zur Ausbilderprüfung bietet der mediacampus frankfurt | die schulen des deutschen buchhandels an (mediacampus-frankfurt.de). Neben der Ausbildereignungsprüfung ist Voraussetzung für eine Tätigkeit als Ausbilder das Vorhandensein der erforderlichen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten. Voraussezung hierfür ist grundsätzlich eine abgeschlossene Lehre. Bestimmte Prüfungen von Hochschulen, Fachhochschulen, anderen Ausbildungsstätten oder Prüfungsbehörden können die abgeschlossene Lehre ersetzen. Zusätzlich ist in allen Fällen Voraussetzung, dass der Ausbilder für eine angemessene Zeit in seinem Beruf praktisch tätig gewesen ist (vgl. § 30 Abs. 2 BBiG). Über konkrete Einzelfälle berät die IHK.