Glossar

Ausbildungsvergütung

Jeder Auszubildende hat einen Anspruch auf eine angemessene Vergütung. Diese ist so zu bemessen, dass sie mit fortschreitender Berufsausbildung mindestens jährlich ansteigt. Auch wenn keine Tarifbindung besteht, darf die Vergütung die branchenübliche Ausbildungsvergütung nicht um mehr als 20 % unterschreiten. Unser Verband empfiehlt allen Mitgliedsfirmen - auch wenn keine Tarifbindung besteht (siehe "Tarifbindung") -, sich an den Ausbildungstarifen des Arbeitgeberverbandes Bayerischer Verlage und Buchhandlungen e.V. zu orientieren. Über die Höhe der aktuellen Ausbildungstarife informiert unser Verband auf Anfrage.

Überstunden sind ebenfalls nach dem Prinzip der Angemessenheit besonders zu vergüten oder durch entsprechende Freizeit auszugleichen. Für Mitglieder des Arbeitgeberverbandes Bayerischer Verlage und Buchhandlungen e.V. gelten die tariflichen Bestimmungen nach § 7 MTV.

Die Ausbildungsvergütung ist auch für die Zeit der Freistellung zu bezahlen. Freizustellen ist der Auszubildende für die Teilnahme am Berufsschulunterricht, an Prüfungen und an Ausbildungsmaßnahmen, die außerhalb der Ausbildungsstätte stattfinden.

Wer nach einer nicht bestandenen Abschlussprüfung die Ausbildungszeit verlängern muss, kann für den Zeitraum der Verlängerung keine höhere Vergütung beanspruchen.

Der Auszubildende hat Anspruch auf Zahlung seiner Vergütung für die Dauer von bis zu sechs Wochen, wenn er sich für die Berufsausbildung bereit hält, diese aber ausfällt, oder wenn er aus einem sonstigen, in seiner Person liegenden Grund unverschuldet verhindert ist, seine Pflichten aus dem Berufsausbildungsverhältnisses zu erfüllen. Unter die zweitgenannte Alternative fallen etwa Gründe wie Heirat, schwerwiegende Erkrankung naher Angehöriger, Teilnahme an Beerdigung etc. Für den Fall der Erkrankung gilt das Entgeltfortzahlungsgesetz.