Finanzen & Controlling

Wirtschaftsunternehmen Verlag:
Nach der jüngsten Schnellumfrage des Börsenvereins zur wirtschaftlichen Entwicklung, an der sich 430 Verlage (Umsatzvolumen: 3,6 Milliarden Euro) beteiligten, stiegen die Umsätze 2005 um 2,3 Prozent. Zugleich haben sich die Kosten um 1,1 Prozent erhöht. Aufgrund dieses Verhältnisses beurteilten knapp 45 Prozent der teilnehmenden Verlage ihr Betriebsergebnis besser als im Vorjahr, bei einem Viertel hatte sich das Ergebnis aber verschlechtert. Für 2006 rechnet die große Mehrheit der Verlage mit gleichbleibenden oder steigenden Umsätzen (jeweils 43 Prozent), die Ergebnisentwicklung wird hingegen vorsichtiger beurteilt: 39 Prozent rechnen mit einer Verbesserung gegenüber dem Vorjahr.

Motor des Umsatzzuwachses war 2005 das Zeitschriftengeschäft: Die Gesamterlöse legten um fünf Prozent, die Erlöse aus dem Anzeigengeschäft um vier Prozent zu. Ausgewiesen nach Schwerpunkten zeigt sich ein uneinheitliches Bild: Die Kunstbuchverlage verloren knapp zwölf Prozent ihres Umsatzes, Kinder- und Jugendbuchverlage und belletristische Verlage haben ein Wachstum von 5,4 bzw. 5,2 Prozent ausgewiesen. Wissenschafts- und Fachbuchverlage sowie Ratgeber- und Sachbuchverlage verzeichneten Zuwächse unter zwei Prozent. Der Umsatz mit Büchern ging bei wissenschaftlichen und Fachbuchverlagen um 1,6 Prozent zurück.

Die Ausgaben für Herstellung und Personal sind die größten Kostenblöcke im Wirtschaftsunternehmen Verlag: Der Anteil der Herstellkosten am Gesamterlös lag 2005 bei 27%, er nimmt mit zunehmender Unternehmensgröße tendenziell ab. Die Personalkosten machten 23 Prozent aus. Die Herstellkosten sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozent gestiegen, beim Personal hat es wie in den Vorjahren wieder Einsparungen von 1,2 Prozent gegeben. Die höchsten Personalkosten wiesen Verlage mit einem Umsatz von einer bis fünf Millionen Euro.

Der Anteil der Honorare für Autoren, Herausgeber und Übersetzer stieg um 6,1 Prozentpunkte auf 8,2 Prozent des Gesamterlöses. Während der Umsatz der Verlage im Vergleich zu 1999 um 8 Prozent gestiegen ist, kletterten die Honorare um 31 Prozent.

Die Ausgaben für Werbung machen 6,2 Prozent des Gesamterlöses aus, ebenso wie die Kosten für die Auslieferung. Steigende EDV-Kosten (Ausstattung mit Hard- und Software sowie Kosten für externe Dienstleister) meldeten vor allem die kleineren und mittleren Verlage. Die Werbeetats stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 7,6 Prozent.
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