Februar 2013

Branchen Monitor Buch







Ausgabe Februar 2013



Vertriebswege Sortiment *, Warenhaus *, E-Commerce (gesamt)
Umsatzveränderung Januar 2013 gegenüber Januar 2012: +3,4 %
Umsatzveränderung 2013 gegenüber Vorjahr: +3,4 %

(* nur Barumsätze)


1. Editionsformen - Umsatzveränderung Januar 2013 gegenüber Vorjahresmonat

Editionsformen - Umsatzveränderung          gegenüber Vorjahresmonat

2. Warengruppen - Umsatzveränderung Januar 2013 gegenüber Vorjahresmonat

Warengruppen - Umsatzveränderung gegenüber          Vorjahresmonat

Vertriebsweg Sortiment
Veränderung Barumsatz Januar 2013 gegenüber Januar 2012: +0,8%
Veränderung Barumsatz 2013 gegenüber Vorjahr: +0,8 %



Kurzkommentar zur Situation im Buchmarkt

Pluszeichen zum Jahresauftakt


Im Januar 2013 lagen die Umsätze in den Vertriebswegen Sortimentsbuchhandel, E-Commerce und Warenhaus 3,4 Prozent über dem Vorjahresmonat.

Der Sortimentsbuchhandel für sich genommen verzeichnete mit plus 0,8 Prozent bei den Barumsätzen ebenfalls einen positiven Neujahrsstart. Das Rechnungsgeschäft schloss hingegen mit einem leichten Minus von 1,6 Prozent. Dem Handel stand im Januar ein halber Verkaufstag mehr als im Vorjahr zur Verfügung, weil der 6. Januar (Heilige-Drei-Könige), der nur in Teilen von Deutschland ein Feiertag ist, im aktuellen Jahr nicht auf einen Werktag fiel.

Positive Vorzeichen standen im ersten Monat des Jahres dabei vor allen Editionsformen. Taschenbücher und Hörbücher konnten den Dezember-Trend (plus 0,5 bzw. plus 2,2 Prozent) im Januar mit plus 2,1 bzw. 11,4 Prozent noch ausbauen. Hardcover rückten mit einem Plus von 3,4 Prozent nun auch in den positiven Bereich auf (Dezember: minus 0,9 Prozent).


Das Plus wirkte sich auf fast alle Warengruppen aus. Die größten Zuwächse erzielten Geisteswissenschaften, Kunst, Musik mit plus 7,5 Prozent. Dieses Segment konnte somit sein Vormonatsplus von 2,3 Prozent noch weiter ausbauen. Den anderen beiden Wissenschaften gelang sogar ein Vorzeichenwechsel: Sozialwissenschaften, Recht, Wirtschaft beendete den Januar mit plus 5,7 Prozent (Dezember: minus 7,9 Prozent), Naturwissenschaften, Medizin, Informatik, Technik mit plus 5,2 Prozent (Dezember: minus 6,6 Prozent).


Im Allgemeinen Sortiment konnten Ratgeber und Belletristik mit einem Plus von 5,7 bzw. 5,1 Prozent an ihr positives Dezember-Ergebnis (plus 2,6 bzw. plus 4,4 Prozent) anknüpfen. Außerdem gesellte sich im Januar auch das Reisesegment hinzu. Hier war ein Plus von 5,5 Prozent zu verzeichnen (minus 2,7 Prozent).


Kinder und Jugendbücher sowie Sachbücher behielten mit minus 0,2 Prozent bzw. minus 6,1 Prozent zwar die roten Vorzeichen, konnten diese im Vergleich zum Dezember jedoch verkleinern (minus 3,3 bzw. minus 12,2 Prozent).


Jana Lippmann
Referentin für Marktforschung


 

Zusammensetzung der Vertriebswege des Buchhandels

Der Buchmarkt in Deutschland setzt sich aus unterschiedlichen Vertriebswegen zusammen (Marktanteile beziehen sich auf das Jahr 2011). Das "Handelspanel Buch" deckt bisher ausschließlich die rot schraffierten Vertriebswege ab: Sortimentsbuchhandel, Warenhäuser und E-Commerce.


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 Der Branchenmonitor BUCH basiert auf den von media control GfK International im "Handelspanel Buch" erhobenen Daten. Die statistische Grundlage des Panels bilden über 1.700 Points of Sale in den Vertriebswegen Sortimentsbuchhandel, E-Commerce und Kauf/Warenhaus. Für den Hörbuchmarkt werden zusätzlich 1.550 Points of Sale in den Nebenmärkten berücksichtigt. Basis sind alle Abverkäufe der an der Stichprobe teilnehmenden Händler, welche über die Kassensysteme erfasst werden und eindeutig identifizierbar sind. (Erhebungszeitraum: jeweils der erste bis letzte Tag eines Monats)

 

Börsenverein des Deutschen Buchhandels

 

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Titelproduktion

Weiterhin leicht fallend ist die Titelproduktion der Verlage. Nach Spitzenwerten in den Jahren 2007 und 2010 mit über 86.000 und 84.000 Titeln, wurden 2012 79.860 Titel in Erstauflage auf den deutschen Markt gebracht. 14.838 davon waren belletristische Titel (18,6 Prozent), 7.857 Titel aus der Sachgruppe Kinder- und Jugendliteratur (9,8 Prozent).

Übersetzungen und Lizenzen

Leicht steigend sind die Übersetzungszahlen: 2012 wurden 10.862 Titel übersetzt, 2011 waren es 10.716. Den größten Anteil an Übersetzungen umfasst mit 39,3 Prozent die Belletristik (4.265 Titel), gefolgt von der Kinder- und Jugendliteratur mit 17,5 Prozent (1.905 Titeln) und der Sachgruppe Comics, Cartoons, Karikaturen mit 10,8 Prozent (1.170 Titeln).

Deutlich zurückgegangen sind die Zahlen beim Lizenzverkauf. Wurden 2011 noch 8.000 Lizenzen verkauft, so waren es im vergangenen Jahr 6.855 Lizenzen. Wichtigste Sachgruppen für den Lizenzverkauf blieben das Kinderbuch (15,6 Prozent), Ratgeber/Lebenshilfe (10,1 Prozent) und das Bilderbuch (9,5 Prozent). Stark war der Rückgang in der Sachgruppe Freizeit. Lag der Anteil 2011 noch bei 10 Prozent (798 Titel), so ging er 2012 zurück auf 3,9 Prozent (269 Titel). Anders die Entwicklung bei den Fachbüchern: Bis auf die Sachgruppen Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften, Mathematik wurden in allen anderen Sachgruppen aus dem Fachbuchsegment mehr Lizenzen als im Vorjahr verkauft.

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